Was kann man gegen heftige Panikattacken machen?

...komplette Frage anzeigen

3 Antworten

Der Ursprung Deiner hypochondrischen Phobien war ja das "Herzrasen", damals als Fünfzehnjähriger. Hätte Dir damals jemand gesagt und klar gemacht, dass dies bei vielen Menschen sowohl im Wachstumsschub, als auch in der Pubertät, und erst recht wenn beides gleichzeitig stattfindet, recht häufig vorkommt, aber nicht gefährlich ist, dass Du keine Bange mehr zu haben brauchst, dann hätte sich Deine kindliche Angst vermutlich gelegt und alles wäre gut.

Was ich damit meine ist, dass es nur die Unwissenheit in bestimmten Belangen ist, die bestimmte Ängste der Menschen auslöst und schürt. Daher bin ich in solchen Fällen immer sehr dafür, dass der betroffene Mensch sich schlau macht, die Unwissenheit hinter sich lässt. Damit er weiß was los ist, wenn er hier und dort mal ein "Zippen" spürt, statt völlig unnötig in Panik und Lebensangst zu verfallen.

Daher mein Rat, kauf Dir ein gutes Buch über Anatomie und Physiologie des menschlichen Körpers (statt im Net zu googlen). Ich gebe Dir einen Link zu einem sehr guten Lehrbuch es ist für Laien geschrieben, die einen Beruf in der Medizin erlernen wollen, auch ich hatte dieses Standardwerk. 

Wenn Du dieses Buch gelesen hast, wirst Du sehr viel wissender sein und über manche Panikattacke im Nachhinein lächeln und Dir denken, ach was war ich doch ein Dummerchen.

Zusätzlich empfehele ich Dir Vitamin B-Komplex zu nehmen, denn das ist für Dein strapaziertes Nervenkostüm die beste Nahrung. Auch hierzu ein Link, diese Vit.-B nehme ich auch, sie sind sehr gut weil die Tablette den ganzen Tag über verteilt die Bs abgibt. Und wenn Du willst, noch ein Link über Johanniskraut, auch dies nehme ich, es macht so locker und gelassen, dass ich mich über blöde Fragen hier auf GF viel weniger aufrege ;-))

Aber sobald Du das Buch verinnerlicht hast, wirst Du diese Nahrungsergänzung vielleicht nicht mehr benötigen.

Solltest Du der Meinung sein, das sei alles Quatsch, na dann musst Du Dich vom Therapeuten behandeln lassen, also geh zu einem Psycho-Doc und lass Dich analysieren. 

https://www.buecher.de/shop/altenpflege/der-mensch-anatomie-und-physiologie/schwegler-johann-s--lucius-runhild/products\_products/detail/prod\_id/42913071/

Dieses Buch gibt es gebraucht bei Amazon ab ca. 13€. Die gebrauchten sind zwar etwas älter, aber an der Anatomie hat sich seither nicht geändert.

https://www.feelgood-shop.com/vitamin-b-50-complex-time-released-alle-b-vitamine-hochdosiert.html

https://www.feelgood-shop.com/nerven-balance-complex-mit-johanniskraut-gegen-depressionen.html

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Winherby 01.10.2017, 12:40

Danke für den Stern. Ich hoffe, Dir geht´s wieder gut, lG

0

Es ist ja schon einmal gut, dass Du erkannt hast, dass Du unter Krankheitsangst leidest. Es ist übrigens ganz normal bei Hypochondern, dass sie zumindest zeitweise überzeugt sind, tatsächlich schwer/gefährlich erkrankt zu sein und sich dann hineinsteigern. Es ist gut, dass Du das nicht durchgängig denkst.

Ich glaube auch, dass es am besten für Dich wäre, eine Psychotherapie aufzusuchen, um den Teufelskreislauf der Angst zu durchbrechen, zu lernen, sich nicht so hineinzusteigern, ruhiger zu werden und mehr Vertrauen zu gewinnen.

Was Du sonst tun kannst? Ablenkung bringt zeitweise manchmal etwas, ist aber meist keine alleinige Dauerlösung. Manchmal muss man bei Panikattacken auch "durch die Angst durchgehen", d.h. sie eine Weile aushalten, dann klingt sie von alleine ab. Aber nur, wenn man sich nicht gedanklich hineinsteigert und nicht ablenkst. Auch dabei kann Dir ein Therapeut helfen. Ich weiß, Panikattacken sind sehr unangenehm!

Selbstberuhigende Gedanken können hilfreich sein, wenn sie einen gewissen Überzeugungsgrad haben. Achtsamkeitsübungen, im Hier und Jetzt bleiben, Atemtechniken. Und Du solltest dem Thema Krankheit nicht zu viel Raum in Deinem Leben geben, sprich Dich nicht zu viel damit beschäftigen. Letztlich geht es darum, das "Risiko des Lebens" auch ein Stück weit zu akzeptieren, denn eine 100 %-Garantie für Gesundheit und Sicherheit kann es nie geben! Damit musst Du leben lernen. Entspannungsübungen bringen in akuten Panikattacken meist nichts, aber wenn Du regelmäßig eine für Dich effektive Entspannungstechnik findest und anwendest, kannst Du insgesamt ruhiger werden. Auch regelmäßig betriebener Sport kann langfristig hilfreich sein, v.a. wenn Du Deinen Körper dabei einmal funktionierend und kompetent erleben kannst.

Alles Gute!


Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hallo!

Das wahrscheinlich einzige, was dir wirklich helfen wird ist eine psychotherapeutische Therapie. Ich glaube, das hat sich bei dir alles schon so festgesetzt, dass du alleine, ohne professionelle Hilfe, keine Chance hast, da rauszukommen. Vielleicht sprichst du einfach mal mit deinem Hausarzt und bittest diesen, dir bei der Suche nach einem geeigneten Therapeuten zu helfen. 

Leider wird es wahrscheinlich etwas länger dauern, bis du einen Termin bei einem Therapeuten bekommst. Bis dahin solltest du mal versuchen, Entspannungstechniken zu lernen. Z.B. progressive Muskelentspannung nach Jacobson. Kurse gibt es manchmal über die VHS oder frag mal bei deiner Krankenkasse nach. 

Alles Gute und viel Erfolg!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?