Was kann man denn als Brustkrebs Prophylaxe machen?

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Bislang gibt es keine Möglichkeiten, eine Tunmorerkrankung hundertprozentig sicher zu verhindern.

Doch mit einfachen Mitteln lässt sich das persönliche Risiko deutlich senken, schwer an Krebs zu erkranken.

Dazu gehören Faktoren, die den persönlichen Lebensstil beeinflussen und die Vermeidung von Risikofaktoren.

Auch die anerkannten Früherkennungsuntersuchungen tragen dazu bei, Tumorerkrankungen noch im Vorstadium oder zumindest so früh zu erkennen, dass eine Heilung wahrscheinlich wird.

Zwar werden viele Faktoren diskutiert, die die Entstehung eines Mammakarzinoms fördern könnten. Doch nicht alle lassen sich auch beeinflussen. Das Risiko ist zudem nicht in allen Lebensphasen gleich hoch.

  • Was beeinflusst das Risiko zu erkranken?

Zu den Auslösern von Brustkrebs sind noch viele Fragen offen. Es ist nahezu unmöglich, bei Patientinnen mit Mammakarzinom im Nachhinein einen einzelnen, besonderen Anlass für die Tumorentstehung auszumachen. Aus großen Studien lassen sich folgende Faktoren ableiten, die das Erkrankungsrisiko beeinflussen:

  • Der Einfluss der Geschlechtshormone scheint eine wesentliche Rolle zu spielen:

Je länger eine Frau mit dem zyklischen Auf und Ab der Spiegel von Östrogenen und Gestagenen lebt, desto höher ist für sie die Wahrscheinlichkeit, an Brustkrebs zu erkranken.

Die Familienplanung wirkt sich indirekt ebenfalls über die Hormone aus, durch die Anzahl der Schwangerschaften und die Dauer von Stillperioden - je mehr Kinder eine Frau ausgetragen hat und je länger sie stillt, desto niedriger ist ihr Brustkrebsrisiko.

Die längerfristige Einnahme der "Pille" zur Empfängnisverhütung kann einen ungünstigen Einfluss auf das Brustkrebsrisiko haben, auch wenn die Risikosteigerung insgesamt eher gering ausfällt.

Dieser Effekt wird allerdings zumindest statistisch aufgewogen durch den Schutz, den die hormonelle Verhütung vor anderen Krebsarten bietet.

Eindeutig risikosteigernd ist die Hormonersatztherapie gegen Wechseljahresbeschwerden.

Auch die Einnahme von pflanzlichen Präparaten und Nahrungsergänzungsmitteln mit so genannten Phytohormonen sehen Fachleute kritisch:

Das Gefährdungspotenzial vieler Substanzen ist möglicherweise höher als lange angenommen - die Anwendung ist vor allem für Frauen in und nach den Wechseljahren nicht ohne Risiko.

  • Die Forschung zum Einfluss des Lebensstils auf das Brustkrebsrisiko hat in den letzten Jahren in einigen Bereichen mehr Fragen aufgeworfen, als sie beantworten konnte:

Aus großen Beobachtungsstudien an Frauen, die aus Asien in die USA eingewandert waren und deren Brustkrebsrate stark anstieg, hatte man lange auf einen ungünstigen Einfluss zum Beispiel ungesunder "westlicher" Ernährung geschlossen.

Neuere Forschungen haben hier zu einem differenzierteren, aber keineswegs klareren Bild geführt:

Ob sich eine Frau reich an Obst und Gemüse ernährt oder ob sie dies nicht tut, scheint für ihr Brustkrebsrisiko beispielsweise keine Rolle zu spielen.

Unklar ist auch der tatsächliche Effekt natürlicher Phytoöstrogene, also pflanzlicher Hormone in Lebensmitteln - noch ist die Diskussion dazu nicht abgeschlossen, ob sie vor Brustkrebs schützen oder das Risiko sogar steigern.

Einen eindeutig ungünstigen Einfluss haben dagegen Bewegungsmangel und Übergewicht, wobei sich das Körpergewicht hauptsächlich nach den Wechseljahren risikosteigernd auszuwirken scheint.

Alkohol beeinflusst die Brustkrebsrate: Je mehr eine Frau konsumiert, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit zu erkranken.

  • Umweltfaktoren spielen eine weit geringere Rolle, als viele Frauen annehmen.

Auch Stress, belastende Lebenssituationen oder Depressionen haben an der Erkrankung keinen belegbaren Anteil, so der aktuelle Kenntnisstand.

Vorbeugen - das können Sie zur Senkung Ihres Brustkrebsrisikos tun:

  • Lebensstil: Achten Sie auf Ihr Gewicht. Vermeiden Sie eine Gewichtszunahme, vor allem wenn Sie die Wechseljahre schon hinter sich haben, oder bauen Sie Übergewicht ab. Trinken Sie möglichst wenig Alkohol. Sorgen Sie für viel Bewegung.

  • Kinderwunsch und Familienplanung: Wenn Sie ein Kind bekommen, stillen Sie es nach Möglichkeit. Ist Ihre Familienplanung abgeschlossen: Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, welche Verhütungsmethode für Sie am günstigsten ist.

  • Hormone in den Wechseljahren:

Verzichten Sie nach Möglichkeit auf eine Hormonersatztherapie zur Linderung von klimakterischen Beschwerden. Nahrungsergänzungsmitteln mit Phytoöstrogenen oder anderen hormonell wirksamen Stoffen werden ebenfalls nicht empfohlen.

(ausführlich: http://www.krebsinformationsdienst.de/tumorarten/brustkrebs/brustkrebsrisiken-uebersicht.php)

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