Was kann ich tun wenn meine Mutter 75 sich und andere durch den Alkoholkonsum gefährdet?

5 Antworten

Nachdem ich Deine Frage und auch die bisherigen drei Antworten gelesen habe, drängt sich mir der Gedanke auf, ob es nicht möglich sein sollte, Deine Mutter zu entmündigen. Ich kenne die bei Euch dafür nötigen Voraussetzungen dafür aber nicht, mach Dich schlau.

Wenn ich lese, regelmäßig und zunehmender Alkoholabusus, zunehmender Realitätsverlust, zeitweilige Verwirrtheit, dazu die Erkrankungen mit Bluthochdruck und Atemprobleme, dazu noch entsprechend die erhöhte Sturzgefahr, oh manno mann. Da stellt sich mir die drängende Frage, ob die gute Frau zu einer Einwilligung, resp. Nichteinwilligung (zwecks Alkohol- Entzug) überhaupt noch fähig ist, ob sie also überhaupt noch geistig soweit zurechnungsfähig und in der Lage ist, diese überlebenswichtige Entscheidung zu treffen. Zu ihrem eigenen Schutz wäre mMn die Entmündigung der dringend nötige Schritt, um sie zum Entzug einweisen zu können.

Dann muss sie anschließend natürlich auch so betreut wohnen, dass sie nicht mehr in der Lage ist sich selbstständig neuen Stoff zu besorgen, und sie muss auch bei der Medikamentation so versorgt werden, dass weder zu wenig, noch zu viel der nötigen Medis geschluckt wird. Wenn all das nicht geschieht, wird sie wohl nicht mehr lange leben, entweder sie stürzt sich zu Tode, oder sie geht am Alk kaputt.

Lebt sie denn noch selbstständig? Wenn ja, wer ruft denn dann den Krankenwagen, falls sie gestürzt ist und verletzt darnieder liegt? Oder wohnt sie etwa bei Euch im Haus? Du bist arbeiten und wenn die Enkelin von der Schule nach Hause kommt, bekommt sie das ganze Elend der besoffenen und evtl. gestürzten u. verletzten Oma voll mit? Das ist im Alter von 11 Jahren aber gar nicht gut, - falls es so sein sollte.

Sprich mit Eurem Hausarzt über diese Gesamtsituation und über die Möglichkeit der Entmündigung.

ja es ist schwer sie fängt erst Mittag an am Vormittag ist sie ein anderer Mensch.

sie wohnt mit im Haus und ich bin selbstständig nur so kann ich mehr tun um ständig auch da zu sein .

entmündigen würde sie nie zulassen sagt auch der Hausarzt es is alles so schwer .

danke für deine ausführliche Antwort

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@Irisfranziska

Naja das ist klar, dass sich Deine Mutter von sich aus nicht entmündigen lassen würde. Das Wesen der Entmündigung ist ja der Verlust der Selbstbestimmung.

Aber genau das ist doch die Frage, genau das ist doch der Dreh -und Angelpunkt: Ist sie überhaupt noch in der Lage sich selbst zu bestimmen? Besonders unter der Berücksichtigung der Selbstgefährdung? - und spätestens nachdem sie die ersten Schlucke getrunken hat? Sobald sie getrunken hat, hat sie quasi ihre Selbstbestimmung abgegeben. Sie merkt den Kontrollverlust nur nicht, sie hat dem Alk die Kontrolle über ihr Tun überlassen. Das ist doch der Fakt, - nur eben nicht amtsgerichtlich.

Sie würde mit Sicherheit auch dem stationären Entzug ebenfalls nicht zustimmen. Denn jeder Alkoholiker (oder sonstiges Süchtige) behauptet, dass er jederzeit damit aufhören könne, sobald er es wolle. Will er aber nicht, das ist das Wesen der Sucht. Daher kommt der Gedanke, diese Leute zu ihrem Glück zwingen zu müssen sehr schnell auf.

Vielleicht kannst Du Sie in der Zeit, in der sie mental klar ist, davon überzeugen, dass sie Dir wenigstens eine Vollmacht unterschreibt. Eine Vollmacht die Dich bevollmächtigt alle wichtigen Dinge des tgl. Lebens an Mutters Stelle für sie zu tun. Also Bankgeschäfte, Behördengänge, Einkäufe etc.pp. . Das wäre dann wenigstens sowas wie "die kleine Schwester" der Entmündigung, - hört sich nur nicht ganz so schlimm an. Damit könntest Du dann z. B. in all den Läden in denen Deine Mutter sich ihren Alk besorgt, durchsetzen, dass sie Deiner Mutter keinen Alk mehr verkaufen, grad wie bei unter Sechszehnjährigen. Das wäre doch schon ein guter erster Schritt.

Sprich aber nochmal mit dem Doc., mach ihm den Ernst der Lage klar. Eine stat. Einweisung für einen Entzug wäre die klar bessere Lösung, als ein kalter Entzug daheim. Und auch besonders für Deine Tochter wäre es extrem wichtig, solche Zustände nicht mehr noch öfters erleben zu müssen. Auch dies muss der Doc. in seine Entscheidungen einfließen lassen, finde ich. Wenn er keine Befugnis dafür hat, frag mal im Gesundheitsamt bei einem Amtsarzt nach, vielleicht hat er als Außenstehender eine andere Sichtweise und höhere Befugnis. Fragen kann nichts kosten.

Die Sucht nach Alk ist sehr schlimm, - ich weiß wovon ich spreche. Einer meiner Brüder hat sich mit 48 Jahren totgesoffen, und der zweite Sohn einer meiner Schwestern wandelt derzeit ebenfalls auf Onkels Pfad. Da hilft alles Reden nichts. Entweder es macht im Oberstübchen des Suchtkranken Klick, oder er stirbt daran. Und die Gesetze sagen, dass diese Menschen selbst bestimmen dürfen, - obwohl sie als Suchtkranke es überhaupt nicht mehr können, denn sie haben die Kontrolle über ihr Leben dem Alk abgegeben. Da wäre es mMn erheblich besser, die Kontrolle der eigenen Tochter zu überlassen.

Daher sehe ich in solchen Fällen den Arzt in der Pflicht helfend einzugreifen, ob der Sucht-Kranke es will oder nicht. In etlichen anderen Fällen entscheiden doch auch Ärzte, z. B. ob sie operieren oder nicht, wenn der Kranke/Verunfallte nicht bei Bewusstsein ist. Alle Gute für Euch.

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@Winherby

hab grad Gänsehaut danke mein Bruder ist ebenfalls mit 48 gestorben an Leberzerose im Endstadium 😡😡

mich hasse dieses Thema warum haut man so leichtfertig sein Leben weg gerade wo man Kinder hat🧐

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@Irisfranziska

entweder steht ihr auf und tut was, das deine Mutter noch einige Jahre lebt oder ihr bleibt so wie jetzt und schaut zu, wie deine Mutter langsam zu Grunde geht.

wenn nicht zu vergessen ist, deine Tochter ist KO Alkoholikerin. wenn nicht du auch und einige Leute mehr aus der Familie und vielleicht Freundeskreis, wenn überhaupt noch Freunde da sind für deine Mutter.

neben bei fragte ich mich, ob deine Mutter überhaupt noch Leben möchte. das könnte man auch abklären. wie auch ob sie Depressiv ist oder so.

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@Irisfranziska

Entmündigen ist auch sehr schwer. Beantrage beim Amtsgericht einen Betreuer. Du kannst nicht dich um Beruf und einer alkoholkranken Mutter dich kümmern. Der Betreuer kümmert sich darum, dass jemand seine volle Geschäftsfähigkeit möglichst behalten kann und in wie weit eine beschränkte Geschäftsfähigkeit notwendig ist und wieder aufgehoben werden kann. Zeige ihr durch Entzug der Enkelkinder zu sehen und deinem Zurückziehen, dass du ihr wichtig bist. Das wird sie aber erst verstehen, wenn sie einen Entzug machte und ihren Fehler einsieht.

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konntest meine Antwort wegen Entmündigen Hellsehen? ein Gesetzlicher Betreuer wäre prima, der sich um die Gesundheit der Mutter kümmert.

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Am besten wäre, wenn sie selbst für einen Entzug bereit wäre. Rede mit ihr darüber, dass sie sich in einen Entzug begeben soll, um ihr Leben wieder lebenswerter zu machen. Sag ihr, dass sie nur ihr Enkelkind wieder sehen darf, wenn sie in einen Entzug geht. Mach ihr klar, dass sie sterben wird, wenn sie nicht bald aufhört. Das Kind solltest Du auf jeden Fall von ihr fernhalten, denn die ganze Sache kann für ein Kind zu einem traumatischen Ereignis werden. Es gibt noch die Möglichkeit einer Zwangseinweisung, aber besser wäre es, wenn sie den Entzug aus freien Stücken wagt. Alles Gute!

Mache ihr klar, dass du nicht bereit bist, sie zu pflegen und unterstützen, wenn sie weiter trinkt. Informiere für einen Betreuer das Amtsgericht, der notfalls eine Heimunterbringung veranlasst. Wichtig ist, dass du dich mit den Sorgen entlastest. Setzt also deiner Mutter gleich "die Pistole" auf die Brust. Entweder hört sie auf zu saufen oder es kommt ein Betreuer.

Woher ich das weiß:Recherche

Jeder hat das Recht, sein Leben so zu leben, wie er will. Auch wenn er sich zu Tode säuft. Eine Zwangseinweisung zum Entzug bringt nichts, die Ärzte können deine Mutter nicht behandeln, wenn sie nicht einwilligt.

Du kannst versuchen, für deine Mutter eine Betreuung zu beantragen. Wende dich dazu an das Amtsgericht, das für den Wohnort deiner Mutter zuständig ist.

Ignorieren und vor allem die Tochter von ihr fernhalten!

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