Was ist sekundärer Krankheitsgewinn?

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5 Antworten

Krankheitsgewinn (engl.: morbid gain) ist eine allgemeine Bezeichnung für die objektiven und subjektiven Vorteile, die ein kranker Mensch aus seiner Krankheit zieht. Sobald ein Mensch die Rolle des Kranken einnimmt, kann er in der europäischen Kultur in der Regel davon ausgehen, von seinen Alltagspflichten entbunden zu werden und Anteilnahme und schonendes Verhalten seiner Umwelt zu erfahren. Zudem kann der Kranke mit der wirtschaftlichen Unterstützung der Sozialversicherungsträger rechnen, wird also teilweise oder ganz vom eigenen Erwerb entbunden.

Die Einteilung in primären Krankheitsgewinn und sekundären Krankheitsgewinn geht auf den Begründer der Psychoanalyse, Sigmund Freud zurück.

Der sekundäre Krankheitsgewinn besteht in den äußeren Vorteilen, die der kranke Mensch aus bestehenden Symptomen ziehen kann, wie den Zugewinn an Aufmerksamkeit und Beachtung durch seine Umwelt, die Möglichkeit, im Bett bleiben zu können und dort die Nahrung serviert zu bekommen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Krankheitsgewinn

Worauf der Arzt angespielt hat, kannst du nur erfahren, wenn du ihn anrufst und fragst. Irgendwelche Begleitumstände oder Aussagen deiner Oma haben ihn wohl dazu bewogen.

Wenn man so will, lassen sich ein primärer, sekundärer und ein tertiärer „Krankheitsgewinn“ unterscheiden. Unter „primärem Krankheitsgewinn“ versteht man die unmittelbar mit einer Krankheit verbundenen Vorteile, wie körperliche Schonung, Ruhe, Entlastung. Diesen Gewinn erkennt man daran, dass er unmittelbar dem Körper zugute kommt, weil er sich durch Schonung, Ruhe oder Entlastung besser regenerieren kann. Gleiches gilt natürlich auch für die Seele. Man könnte genauso gut von „durch die Krankheit erzwungenen Folgen“ sprechen, die für den Körper jedoch von unmittelbarem Nutzen sind. Wenn man von „Krankheitsgewinn“ spricht, meint man in aller Regel den „sekundären Krankheitsgewinn“. Dieser ist nicht zwangsläufig Folge einer Erkrankung und muss auch nicht vorrangig der Heilung der betreffenden Krankheit dienen. Beispiele für „sekundären Krankheitsgewinn“ können vermehrte Beachtung und Unterstützung eines Kranken sein. Weil diese Effekte eben nicht der im Vordergrund stehenden Erkrankung zugute kommen müssen, besteht gegenüber „sekundärem Krankheitsgewinn“ oft eine skeptische Haltung. Mit „tertiärem Krankheitsgewinn“ beschreibt man schließlich Situationen, in denen Bezugspersonen des Kranken (also nicht er selbst!) aus der jeweiligen Erkrankung Vorteile ziehen. So etwas kann der Fall sein, wenn sich beispielsweise Familienangehörige als Pflegende nützlich fühlen können, durch die Versorgung des Kranken eine sinnvolle Aufgabe erhalten oder vielleicht sogar Einkommen erzielen.

http://www.dr-mueck.de/HM_FAQ/sekundaerer-Krankheitsgewinn.htm

Hallo! Sekundärer Krankheitsgewinn, ja das wird gerne mal genommen, wenn die Ärzte nicht so richtig weiter wissen. Bisher habe ich das aber eigentlich nur bei jüngeren Leuten oder Unfallopfern gehört (meist im Zusammenhang mit der Rentenneurose). Dabei geht man davon aus, dass der Patient gar nicht richtig will, dass die Krankheit geheilt wird. Denn durch die Krankheit bekommt man u.U. mehr Aufmerksamkeit, Zuwendung und Hilfe. Und das ist dann möglicherweise ein Gewinn für den Kranken, da er so viel Zuwendung vielleicht nicht bekommen würde, wenn er wieder gesund wäre. Von einer "Krankheit" würde ich in dem Fall also nicht sprechen. Wenn du allerdings meinst, dass der Doc vielleicht doch recht haben könnte, dann sollte man nachforschen, woran das liegen könnte und evtl. zu viel Zuwendung unterbinden bzw. reduzieren.

Kurz gesagt heißt es, dass mit einer Krankheit auch Annehmlichkeiten verbunden sind. Hier muss man aufpassen, dass der Patient nicht aufgrund der Angst, diese Annehmlichkeiten wieder zu verlieren, nicht gesund wird.

# Krankheitsgewinn – PflegeWiki 1 primärer Krankheitsgewinn. 2 sekundärer Krankheitsgewinn. 3 Abgrenzung. 4 Umgang. 5 siehe auch [Bearbeiten] primärer Krankheitsgewinn ... www.pflegewiki.de/wiki/Krankheitsgewinn - Im Cache

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