was ist schlechter? Hypoglykämie oder Hyperglykämie?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Grundsätzlich ist auf kurze Sicht eine Unterzuckerung schlecht für die Gesundheit. Der Körper wird dann nicht mehr ausreichend versorgt. Noch schlechter ist es aber, wenn das Gehirn nicht mehr ausreichend mit Zucker versorgt wird, denn dann droht die Ohnmacht, in der sich der Mensch nicht mehr selbst aus seiner Unterzuckerung befreien kann. Hirnschäden oder sogar der Tod können die Folge sein. Das Schwierige daran ist, dass eine Unterzuckerung recht schnell vonstatten gehen kann, sodass man rechtzeitig gegensteuern sollte/müsste. Wie Du schreibst, bemerkst Du einzelne Unterzuckerungen selbst und steuerst dann mit Snickers oder Cola gegen. Das ist also bei Dir unbedenklich.

Grundsätzlich ist auf lange Sicht eine Überzuckerung schlecht für die Gesundheit, wenn wir von Werten um 200-300mg/dl ausgehen. Denn wenn das länger so ist, dann drohen Schäden an den Organen. Aus der Diabetiker-Schulung kennst Du vermutlich die Folgen an Gefäßen, Nieren, Augen, Nerven. Wenn eine Überzuckerung dann sogar entgleist, kann es auch wieder lebensgefährlich werden, sodass eine Krankenhausbehandlung erforderlich ist. Allerdings bahnt sich diese gefährliche Überzuckerung langsam an (über Tage), sodass man in der Regel für sich selbst noch reagieren und Hilfe aufsuchen kann.

Der HbA1c-Wert sagt nichts über einzelne BZ-Werte aus, sondern entspricht einem Mittelwert über die letzten Wochen. Aus Deinem HbA1c-Wert (der nicht niedrig, sondern eher im höher-normalen Bereich ist) lässt sich kein einzelner BZ-Wert herausrechnen oder -vermuten. Es kann derselbe HbA1c-Wert auftreten bei jemandem, der die ganze Zeit zwischen Unterzuckerung und Überzuckerung schwankt wie bei jemandem, dessen BZ-Werte die ganze Zeit konstant sind.

Aufschluss darüber, wie sich der Blutzucker im Tages- und Nachtverlauf verhält, geben nur die einzelnen Messungen der aktuellen BZ-Werte vor den Mahlzeiten. Und auf dieser Grundlage kann man die Medikation von Lantus und Novorapid (und die Ernährung und die regelmäßige Bewegung!) einstellen. Der HbA1c ist allenfalls als ein Langzeit-Kontrollwert zu verstehen, der aber nicht weiterhilft, wenn man über akute Unter- oder Überzuckerung nachdenken und das einstellen will.

Insgesamt spricht Dein Text dafür, dass Du gut eingestellt bist mit den Medikamenten. Einzelne Unterzuckerungen können auch in dieser Form bei gesunden Menschen vorkommen und sind nicht bedenklich, solange sie rechtzeitig bemerkt werden und gegengesteuert wird.

Sowohl Hypoglykämie als auch Hyperglykämie sind gefährlich - jedes auf seine Art.

Bei der Hypoglykämie geht alles sehr schnell und kann in unterschiedlichen Ausgangssituationen schnell lebensgefährlich werden. Eine Hypoglykämie, die nicht rechtzeitig bemerkt wird, kann zu plötzlichem Bewusstseinsverlust führen, was beispielsweise während einer Autofahrt auch mehrere Menschen das Leben kosten kann. Bei jeder schweren Hypoglykämie sterben auch einige Hirnzellen ab (zwar weit weniger Hirnzellen als bei jedem ganz »normalen« Alkoholrausch, aber immerhin!). Das ist natürlich auf Dauer auch nicht gerade gesund.

Bei einer Hyperglykämie liegen die Gefahren zum größten Teil darin, dass diese hohen Zuckerwerte für die ganzen diabetischen Spätschäden verantwortlich sind. Wer oft zu hohe Werte hat, der muss damit rechnen, dass die Blutgefäße und Nerven Schaden nehmen, was zu Nierenversagen, Erblindung oder Beinamputationen führen kann - wenn der hohe Zuckerspiegel überhaupt nicht behandelt wird, führt er oft innerhalb weniger Monate zu einem qualvollen Tod. AKUT besteht bei einem zu hohen Blutzucker auch die Gefahr, dass sich eine sogenannte Ketoazidose entwickelt, die zu einem diabetischen Koma führen kann. Ein solches diabetischen Koma kann tödlich enden oder dazu führen, dass man auf Dauer zu einem Pflegefall wird - aber dieses Koma entsteht lange nicht so schnell wie eine Bewusstlosigkeit aufgrund einer Unterzuckerung. Aber die AKUTE Gefahr ist bei einem hohen Blutzucker lange nicht so groß wie die AKUTE Gefahr bei einer Unterzuckerung - daher im Zweifel einem Diabetiker was Süßes geben. Denn wenn der Verwirrtheitszustand eines Diabetikers wirklich an zu hohem Blutzucker liegt, dann macht es keinen wirklich großen Unterschied, ob der Wert jetzt bei 400 mg% (22,2 mmol/L) liegt oder bei 430 mg% (23,9 mmol/L). Aber ob der Zuckerwert bei 40 mg% (2,2 mmol/L) oder bei 70 mg% (3,9 mmol/L) liegt, kann den Unterschied zwischen Leben und Sterben bedeuten!

Kurzzeitig ist Hypoglykämie schlechter, da bei einer Unterzuckerung werden wichtige Organe nicht mehr mit ausreichenden Mengen an Zucker (Glukose) versorgt.

Langfristig ist aber Hyperglykämie gefährlicher, da mit den Jahren können Schäden in vielen Organen entstehen. Der Betroffene kann auch (bei Insulinmangel) in eine tiefe Bewusstlosigkeit fallen, verbunden mit der Gefahr von Nieren- und Herz-Kreislauf-Versagen, was zum Tod führen kann.

Schilddrüsenunterfunktion mit großer psychischer Belastung

Hallo, ich wollte mal die Community hier zu einem bestimmten Thema was fragen. Und zwar zur Vorgeschichte erstmal: bei mir wurde vor 2 Jahren eine schilddrüsenunterfunktion diagnostiziert (TSH - WERT nahe 9) also höchste Zeit was dagegen zu machen. Gesagt getan ich habe bis Januar dieses Jahres L-Thyroxin 50 genommen und es ging mir auch seelisch und körperlich gut ein paar Kilo zu viel aber das ist unter Kontrolle. Nun zu meinem eigentlichen Anliegen als ich bei einer Routine Untersuchung beim endokrinologen war meinte dieser, dass ich doch mal meine Tabletten nicht mehr nehmen soll weil alles recht gut aussieht. Gesagt getan habe ich die Tabletten (sprich L-Thyroxin ) abgesetzt. Nach vier Wochen fing es an mir schlecht zu gehen psychisch und seelisch war/bin ich am ende ich habe panikattacken, angst ( ohne grund) und jeden Tag ein schlechtes Gefühl sprich Unwohlsein und Unruhe. Ich bin schon psychisch in Behandlung jedoch meinte meine Therapeutin, dass das alles nur psychisch und nicht körperliche bedingt sei wir sind auch schon dabei der Sache auf den Grund zu gehen . Ich bin momentan im Krankenhaus um wirklich alles organischen Ursachen ausschließen zu können . Blut wurde abgenommen und analysiert TSH Wert lag bei 5 also erhöht und überm Normwert. Der behandelnde Arzt meinte, dass man erst ab einem Tsh wert von 7 Medikamente nehmen sollte. Alle anderen Tests im Krankenhaus waren auch negativ doch ich glaube noch immer, dass es meiner Schilddrüse schlecht geht und mir geht's auch seelisch sehr schlecht . Kann es trotzdem sein, dass das ganze mit der Schilddrüse zu tun hat ? Ich kann auch sehr schlecht einschlafen obwohl ich müde bin . Kann Hypnose helfen? Ich bedanke mich schonmal für jede Antwort ich wollte mir hier nur noch ein paar andere Meinungen einholen vielen dank .!!!

...zur Frage

L-Thyroxin Dosis, Schilddrüse, Essstörung

Hallo Ihr Lieben!

Ich mache mir ziemliche Sorgen um mich selbst. Seit Ende 2010 nehme ich die L-Thyroxin 50, kam immer super damit klar. Bis dato war ich sehr lethargisch, müde, faul und, obwohl ich seit 2007 an Esstörungen leide, zu diesem Zeitpunkt "clean" und trotzdem stark übergewichtig. Ich wusste keinen Rat, bis mir der Arzt verriet, dass meine Schilddrüse nicht richtig funktioniert. Ich bekam die obigen Tabletten verschrieben und mir ging es bald sehr viel besser.

So ging das bis diesen Herbst, wo ich mich aufgrund diverser Umstände recht schlecht zu fühlen begann. Ich wurde rückfällig, was meine Magersucht anbelangte. Und als ich an einem Morgen aus Versehen nicht eine, sondern eineinhalb Tabletten geschluckt habe, dachte ich mir, wenn ich das jetzt einmal gemacht habe, kann ich das auch weitermachen.

Ich hatte keinerlei Symptome einer Überfunktion und bin damit super gefahren- ich hab in der Zeit sehr viel abgenommen, aber ich weiß nicht, ob es an den Tabletten lag, immerhin habe ich kaum was gegessen. Und das ist eben der Punkt, ich kann ganz schlech beurteilen, wie viel Einfluss das Thyroxin auf mein Körpergewicht wirklich hat.

Mein Arzt stellte vor zwei Monaten fest, dass mein TSH-Wert nun zu niedrig ist. Nicht drastisch, aber da ich trotz begonnener Therapie und ( sehr erfolgreichem :) ) Kampf gegen die Esstörung noch untergewichtig bin, befürchtete er, eine Gewichtszunahme sei bei meiner zu hohen Dosierung unmöglich. Er sagte, ich solle nur noch eine halbe Tablette nehmen.

Hat dann eine Woche geklappt, bis ich mich schlapp gefühlt habe. Aus Panik hab ich dann nicht mehr eine oder eineinhalb, sondern eineinhalb Wochen lang eindreiviertel Tabletten genommen- also etwa 80 Mikrogramm, weil ich solche Angst bekommen hab.

Es ist nämlich so, dass ich durch meine gesunde Umstellung und den Weg aus der ES so oder so zunehme und das auch wirklich will, aber auf keinen Fall durch etwas, was ich nicht kontrollieren kann! Ich würde es nicht aushalten, würde das Defizit des Hormons als einziger Grund dazu beitragen, dass ich zunehme. Das soll schon vom Essen kommen, und dann auch nicht zu viel.

Es kann sein, dass mir das nur so vorkommt, weil ich ein ziemlicher Hypochonder bin, aber seit gut vier Tagen habe ich extrem darauf geachtet, wie viele Haare ich verliere. Es kommen so etwa 70 am Tag zu Stande, wenn ich mir durchs Haar fahre, bleiben immer so 3,4 an den Händen hängen und beim Föhnen sowieso. Da hab ich Angst bekommen, dass ich jetzt eine Überfunktion habe- denn das will ich auch nicht!

Also mache ich jetzt das einzig Vernünftige und dosiere langsam wieder runter- auf 1 Tablette bzw. zweimal die Woche 1 1/2, so, wie ich mich wohl gefühlt habe. Zugenommen habe ich nämlich TROTZ hoher Dosierung, vom Essen.

Meine Frage an euch ist jetzt, ob ihr meint, wenn ich niedriger dosiere, nehme ich noch mehr zu. Und ob ihr Erfahrungen mit niedrigerem Dosieren einstiger höher Dosen habt?

Ich bin sehr schnell panisch, wie ihr merkt...

...zur Frage

Beim aufstehen Schwindel, durch Sport? Medizinstudent

Hallo seit 2.-3 wochen fing das ganze mit dem Schwindel nach dem Aufstehen an...

Hatte nie Probleme mit Schwindel oder sonstigem.

Ich bin 23 jahre alt und durchschnittlich sportlich gebaut.

Zur Vorgeschichte, ich hab bekannterweise einen niedrigeren Ruhepuls der kann schonmal bei unter 50 sein da ich ein etwas größeres Herz habe bedingt durch viel Sport in der Kindheit.

Trotzdem hatte mir das nie Probleme bereitet.

Seit 1 Monat betreibe ich seit langer zeit wieder deutlich mehr Sport und gehe 3 x die woche ins Kickboxen und zusätzlich 1x fußballspielen..

Ich bin Medizinstudent, allerdings in Rumänien und wenig bis garkeine Zeit und Nerven hier zum Doktor zu gehen und überlege das ganze bis Juli rauszuzögern, allerdings ist es im Moment so schlimm dass mir nach 4 Minuten sitzen und darauffolgendes aufstehen direkt schwarz vor Augen wird was die gewöhnlichen 7-14 Sekunden anhält.

Schon etwas unheimlich für jemanden in dem Alter mit normaler Statur meint ihr nicht?

Folgende Dinge ziehe ich in betracht:

1 .Ich trinke enorm viel Kaffee (mit sicherheit eine randvolle Kanne mit starkem kaffee
am Tag)

2 . Mein Herz war zu untrainiert um sofort mit so viel Kraftausdauer anzufangen und kommt damit nicht klar?

3.Raucher , eh klar 1 Päckchen am Tag

Es wundert mich halt stark das das ganze so plötzlich kommt und so "akut" auftritt. normalerweise sollten solche Schwindelattacken durch Sport eher besser statt schlechter werden, ebenso Kaffee sollte Kreislaufbeschwerden entgegenwirken

Habe im Moment Prüfungsphase und habe mir sofort gedacht wenn ich als Rettungasassistent so jemanden als Patient gehabt hätte hätte ich direkt auf Panik getippt... Aber nein, natürlich steh ich unter Stress und klar macht man sich ein bisschen sorgen aber im vergleich zu dem vorherigen Semester bin ich echt entspannt und zuversichtlich.

Also was kann da schief laufen? natürlich werde ich zum Arzt gehen aber wohl erst im Juli, gibt es irgendwelche bestimmten Symptome auf die ich acht geben sollte bei denen ich direkt zum Arzt gehen sollte?

Danke schonmal im vorraus

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?