Was ist mit der Psyche von Menschen,die sich schweigend zurückziehen bei Meinungsverschiedenheiten?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Wer sich bei Meinungsverschiedenheiten nur schweigend zurückzieht, wer keine Kritik ertragen kann etc., trägt nicht dazu bei, dass es zu vernünftigen Aussprachen, Lösungen oder Kompromissen kommt.

Im Gegenteil kann ein solches Verhalten zu Ärger, Wut (wie bei dir), Unverständnis usw. bei seinem Gegenüber führen.

Für Freundschaften und Beziehungen ist das keine tragfähige Basis.

Dies Verhalten kann für ihn und seine Psyche zu einem ernsten Problem werden, weil das auf Dauer wohl kaum jemand mitmacht.

Jeder Mensch verfügt über Stärken und Schwächen. An beiden kann man "arbeiten".

Zur Entwicklung zum erwachsen-gemässen-Verhalten gehören auch sog. soziale Fähigkeiten (Kompetenzen) wie Kommunikationsfähigkeit, Konfliktfähigkeit, Kritikfähigkeit etc., die sich insbesondere im Gespräch und im Konflikt zeigen.

Wenn sich - wie in diesem Beispiel - Schwächen (Defizite) zeigen, kann man diese durch spezielle Kurse z.B. an der VHS und/oder durch Psychotherapie verbessern.

Da Leben auch ein lebenslanger Lernprozess ist, ist es dafür nie zu spät.

Alles Gute! Mucker

Um eine endgültige Meinung treffen zu können, müsste man mehr von deinem Bekannten wissen.

Die einen ziehen sich schweigend zurück, weil ihr mangelndes Selbstwertgefühl und schlecht ausgebildetes Argumentationsvermögen einer Auseinandersetzung nicht standhalten würde, andere demonstrieren mit ihrem Schweigen Nichtachtung und fehlende Wertschätzung dem Gesprächspartner gegenüber, nach dem Motto:

"Mit dir rede ich doch gar nicht, du bist mir viel zu dumm, schade um jedes Wort ..."

Letztere sind die komplizierteren. Sie verstecken hinter "schweigender Arroganz" ihre eigenen Defizite in vernünftiger Kommunikation oder sie haben erkannt, dass hier jedes Wort in den Wind geredet ist. Das gibt es auch.

Trifft ersteres zu, kannst du ihm helfen, indem du ihm Möglichkeiten aufzeigst, wie er seine "Sprachlosigkeit" beenden kann, wenn er es will. Das zweite Beispiel wäre (nach meiner Meinung) ein hoffnungsloser Fall, wo dich der Betreffende immer wieder auflaufen lässt und sich dabei als Sieger fühlt. Du klannst aber auch versuchen, herauszufinden, ob du der Verursacher bist.

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