Was ist eine Wanderniere?

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Mit dem wissenschaftlichen Namen Nephroptose wird in der Medizin eine Absenkung der Niere beschrieben. Meist ist diese Absenkung durch eine verminderte Muskelspannung und/oder starke Gewichtsabnahme bedingt. Bei Körperbewegungen verändert die Niere dann ihre Lage - der Schwerkraft folgend - nach unten. Die umgangssprachlichen Begriffe "Wanderniere" oder "Senkniere" bezeichnen also tatsächlich ein "bewegungsfreudiges" Organ.

Anatomisch gesehen sind die Nieren durch die Gefäßstiele an der Hauptschlagader und der Hohlvene sowie durch die sie umgebende Fettschicht fixiert. Eine anlagebedingte Bindegewebsschwäche ist die häufigste Ursache für das Absenken der Niere. Man findet dies sehr oft bei sehr schlanken Patienten, sogenannter leptomsomer Typus.

Ohne Beschwerden muss dieses Erscheinungsbild nicht behandelt werden. Bei manchem Patienten kommt es jedoch im Stehen zu Flanken- oder Rückenschmerzen, die auch kolikartig auftreten können, sich aber meist im Liegen bessern. Durch die Absenkung des Organs kann der Harnleiter abknicken, was dann zu Harnstau und zu Nierenbeckenentzündungen führen kann. Die Abknickung der Nierengefäße und die dadurch bedingte Mangeldurchblutung kann ebenfalls Schmerzen verursachen. Bei Schädigung der Gefäße kann es auch zum arteriellen Hochdruck kommen. Bei derartigen Beschwerden kann dann gegebenenfalls eine operative Fixierung der Niere vorgenommen werden.

Quelle: Veröffentlichung der Landesärztekammer BW.

Eine Wanderniere entsteht durch starke Gewichtsabnahme, verminderte Muskelspannung oder auch anlagebedingter Bindegewebsschwäche. Wie der Name schon sagt, wandert die Niere ein paar Millimeter und kann sich dabei auch auf die Harnröhre legen, was einen Harnstau zur Folge hat. Gruß, holger

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