Was ist das auf meiner rechten Hand?

Meine rechte Hand - (Haut, Hand, Hautpflege)

2 Antworten

Das wird 'palmare Ichthyose' sein. Das hat einer von 300 Personen mehr oder weniger ausgeprägt. In meiner Familie hat es etwa die Hälfte, weil es genetisch bedingt ist. Meistens nimmt diese Verhornungsstörung mit zunehmendem Alter zu. Was ist das genau? - Vorsicht, jetzt wirds lang, weil ich viel Erfahrung weiterzugeben habe:

Diese Verhornungsstörung führt dazu, dass an bestimmten Stellen des Körpers die Hautzellen schneller verhornen als an anderen. Kommt dazu noch Belastung, beschleunigt sich das noch weiter. Man kann das an nur einer Hand, unter einem Fuß haben, und auch an Stellen, wo "nur" die Kleidung ständig reibt.

Da bildet sich mehr Hornhaut als nötig tut, und weil sie "vermeintlich" in so kurzer Zeit "wächst", "passt sie nicht ganz". Sie ist dann so etwas wie ein "in aller Eile aus grober Wolle drei Nummern zu klein, stümperhaft gestrickter Strumpf". Oft ist auch die Verbindung zwischen Glanzschicht und Hornzellen nicht optimal, und es entstehen winzige Hohlräume, so dass sie sich ablösen und in Schichten "aufblättern" kann.

Normalerweise entsteht eine außen einheitlich glatte Schicht aus abgestorbenen Zellen, die fest miteinander und mit der darunter liegenden Basalschicht verbunden und verzahnt ist. Das kann man sich (in sagenhafter Vergrößerung) vorstellen wie ein ganz hoher Stapel ineinander gestellte Eiertabletts, und der ist unten am Untergrund (der Basalschicht) festgeklebt.

Schiebt man am oberen Tablett drei Zentimeter nach einer Seite, wird das darunter 2,99 cm mitgehen, das dritte 2,98, das viert 2,97 usw. Die Konstruktion ist nicht besonders flexibel, aber auch nicht ganz starr. Weil die Tabletts alle genormt sind, vertragen sie so ein gleichmäßiges gegeneinander verschoben werden, können die Bewegungsenergie harmonisch aufnehmen, und deshalb bleibt das unterste Tablett fest mit dem Untergrund verbunden, denn das wird ja gar nicht mehr mitbewegt.

Was ist bei dieser Verhornungsstörung nun anders? Da sind die Eiertabletts nicht genormt und für die Verbindung mit dem Untergrund wurde ein "billiger Kleber" genommen. (Wenn es die gäbe) wären da Tabletts für ganz kleine Eier und welche für ganz große Eier wahllos geschichtet. Dann sind auch immer wieder mehrere Lagen dazwischen, wo gerade mal an einer Ecke "Sechser-Tabletts" oder "Vierer-Tabletts" gestapelt sind.

Weil das alles so uneinheitlich ist, werden Schiebebewegungen nicht gleichmäßig auf das nächste Tablett übertragen. Wenn da in einer Ecke sechs kleine Vierer-Tabletts sind, dann sind die durchgehenden Tabletts darüber und darunter gar nicht miteinander verzahnt. Das ganze ist also eine chaotische Konstruktion.

Was nichts nützt ist, mit Raspel, Feile, Hornhauthobel die Stellen zu malträtieren. Salben oder Cremes mit Urea verätzen die ohnehin schon kranke Basalschicht was zu noch chaotischerem Wachstum führt. Hornhaut kann man auch mit den teuersten Cremes nicht pflegen, denn da balsamiert man nur tote Zellen. usw. usf. Ich habe von außen alles durchprobiert, was es gibt. Es hilft nichts, weil das Problem nämlich gar nicht die Hornhaut ist!

Da muss man erst einmal klären, wie Haut und Hornhaut überhaupt zustande kommen. Sie stapelt sich nicht von oben, sondern "wächst" ja von unten nach. In der Keimschicht (Basalschicht und Stachelzellschicht darüber) sind lebende Hautzellen. Diese Schicht ist nur 0,03 bis 0,05 Millimeter dick. Nur die Zellen dieser Schicht teilen sich, um abgeschilfertes zu ersetzen. Nährstoffe werden aus den feinen Blutgefäßen noch weiter darunter in den Bereich eingebracht und von den Zellen aufgenommen.

In der Keimschicht nehmen die Zellen Nährstoffe auf, teilen sich, nehmen Nährstoffe auf, teilen sich wieder... bis sie altersschwach werden. Dann stellen sie ihren Stoffwechsel ein, nehmen nichts mehr auf, und sterben. Rings um sie herum sind fitte, junge Zellen, die sich teilen, und dadurch wird der Platz knapp. Weil sich die sterbende/tote Zelle nicht rührt, wird sie von den jungen nach "weiter oben" befördert.

In der oberen Stachelschicht wird das Milieu zunehmend trockener, und die tote Zelle beginnt "auszutrocknen" und zu schrumpfen. Sie wird aber nicht einfach kleiner, sondern wird ein immer stacheligeres Gebilde. Die Zellen rings um sie herum sind auch schon tot und werden auch alle immer stacheliger. Und so verhaken sie sich dann ineinander, während sie immer weiter austrocknen und durch nachdrängende Zellen nach außen befördert werden.

Jede Zelle kommt auch irgendwann an der Oberfläche an, und weil es da nicht weiter geht, fällt sie ab. Vielleicht muss erst ein Sandkorn kratzen oder ein Strumpffussel zupfen, da nützen dann auch die Stacheln nichts mehr. Das ist das natürliche und normale nachwachen und Abschilfern. Diese Hornhautzellen sind wahnsinnig winzig. So ein Klümpchen von 600 Stück ist gerade noch mit bloßem Auge sichtbar.

erstmal: danke für die ausführliche erklärung!

den begriff "palmare Ichthyose" höre ich gerade zum ersten mal aber von der beschreibung her könnte es passen, da auch meine familie sehr hart mit hornhaut auf den händen und füßen zu kämpfen hat (eher die frauen in meiner familie).

ich würde mich gerne mehr darüber informieren, aber wenn ich nach "palmare Ichthyose" google finde ich leider nichts...

du sagtest, dass du allesmögliche probiert hast (cremen usw) aber nichts hat geholfen - hast du auch medikamente probiert? Wie sind deine erfahrungen damit?

Es ist mir sehr unangenehm ich nehme wechselgeld z.b. mittlerweile nur mehr mit der linken hand entgegen usw... es stört mich sehr was kann ich dagegen machen?

Ich hatte nie probleme mit hornhaut aber von einer woche auf die andere hatte ich plötzlich dieses problem auf dem bild... kann das wirllich so schnell gehn?

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Was stört diesen Prozess nun bei einer Verhornungsstörung?



Könnte man da Mäuschen spielen, gäbe es in der Keimschicht da ein Feld mit 100.000 Zellen, die ganz brav und flott ihren Job machen, sich regelmäßig teilen usw. Kommt man ein Stück weiter, finden sich 200.000 Zellen, die stinkefaul sind. Bis sich da mal eine teilt - meine Güte!

"Na was ist denn, nun mal hopp!" - "Was heißt hier hopp, ich kann nicht" - "Na du wirst doch wissen, wie man sich teilt?!" - "Ja klar! Aber mach das mal, wenn du nicht alle Baustoffe beisammen hast." - "Versteh ich nicht, kommt doch genug Futter vorbei!" - "Jo, aber immer nur trocken Brot, nicht mal ein bisschen Salz dran. Das stopft nur, aber ich brauche zur Teilung unbedingt noch so dies und das und jenes!" - "Ach so, na dann ist ja kein Wunder."

Über solchen wenig aktiven "Feldern" ist der Himmel dann hoch, bzw. Entsteht eine "Lücke" in der Hornschicht. Die gesunden Inseln können das nicht mehr überbrücken, und deshalb bilden sie dann Stellen, an denen ein paar Lagen "Vierer-Eiertabletts" gestapelt sind, wärend daneben nichts ist.

Die Zellen sind schlecht ernährt, weil nicht alle nötigen Nährstoffe im Blut sind, die da zu ihnen kommen sollten. Sie brauchen auch nicht bestimmte Fettsäuren oder bestimmte Vitamine wie z.B. das Vitamin B5 (Pro V, und wie es sich auch immer in Pflegeprodukten nennt).

Die B-Vitamine helfen mit allen anderen Vitaminen, in der Leber aus gesättigten und einfach ungesättigten Fettsäuren mehrfach ungesättigten zu machen, und dann mit Aminen, Spurenelementen etc. pp. die Stoffe herzustellen, die unter anderem auch von den Hautzellen gebraucht werden. 

Zellen nehmen auch nicht nur Nährstoffe auf, sie müssen auch Stoffwechsel-Abfälle los werden. Haben Zellen aber einen Mangel, rücken sie die erst mal (vorsorglich) nichts heraus. Das macht sie auch noch "krank". Sie denken ja nicht, sondern agieren als Opportunisten. Ist das richtige da, dann machen sie ihren Job, fehlt was, dann "warten sie". Dauert das Warten zu lange, können sie auch darüber hin sterben.

Deshalb haben Menschen mit Stoffwechselstörungen auch häufig Störungen der Haut. Mangelernährung macht sich auch in der Haut bemerkbar. Von dem Falschen ist zu viel da, und das richtige kommt nur spärlich an. Auch Durchblutungsstörungen können den Nährstofftransport zu den Hautzellen schon beeinträchtigen.

Von außen kann man den Hautzellen kaum etwas gutes tun. Die toten Hornzellen kann man mit Wasser wieder etwas aufquellen lassen. Wenn es Seifenwasser ist, dann bleiben dadurch auch noch Tenside zwischen ihnen, die sie dann noch stärker austrocknen, als sie vorher schon waren. Dann können sie sogar ihre Schutzschild-Funktion verlieren, weil der Halt untereinander wegfällt.

Fette und Öle gehen auch nicht in die Hornzellen hinein, denn die sind ja tot und nehmen nichts auf. Die balsamiert man damit nur. Falls davon etwas bis zu den lebenden Zellen gelangt, können die damit genau so wenig etwas anfangen.

Zellen stellen ihre Nährstoffe nicht her, sondern bekommen die vom Körper gebildeten Stoffe mit dem Blut zugeführt. Wie "Maurer", verarbeiten nur brauchbare gelieferte Bausteine. Die Chance, dass in der Creme, Lotion oder Salbe für sie überhaupt irgend etwas verwertbares ist, ist deshalb minimal.

Bei mir half zu guter Letzt folgendes endgültig:


◦Vitamin A&D kombiniert mit 5.000 IE/400IE


◦Vitamin B Komplex in der Zusammensetzung je 50 mg Vitamin B1, B2, B3, B5, B6, Paraaminobenzoesäure (PABS), Cholin, Inositol, Siliciumdioxid; je 50 µg Folsäure und Biotin und 100 µg Vitamin B12


◦Vitamin C 1.000 mg


◦Vitamin E 600 IE


◦Sämtliche 12 Schüssler-Salze (Zellsalze) kombiniert - 5 Globuli täglich



Alles über drei Wochen dreimal täglich genommen und dazu viel frische Luft und Sonnenschein. Danach bin ich dann auf ein mal täglich gewechselt, und zuletzt nur noch ab und zu. Bei mir "wächst" die Haut jetzt überall vernünftig.

Mir ist das Getue mit den einzelnen Schüssler-Salzen übrigens zu mühsam. Es sind doch nur Spuren darin, und wir brauchen und auch nur Spuren davon. Ich nehme die Zellsalze von 1 bis 12 alle in einem Globuli und scher mich nicht weiter darum, wann ich von welchem warum wie viel wohl hätte nehmen sollen.



Da kann sich der Körper drum kümmern und was er in der Haut nicht braucht kann er woanders verwenden oder auswerfen, ganz nach Gusto. So kann er dann aber nicht meckern, dass er irgendein Zellsalz nicht bekommen hätte.


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@bethmannchen

Was kann man nun dagegen von außen tun- was soll man lassen?

Cremes und Lotions helfen nicht, weil keine Medizin der Welt Tote wieder zum Leben erwecken kann. Belastung kann man mit Baumwollhandschuhen begegnen, aber die kann und will man nicht immer tragen.

Ganz wichtig ist, dass man nicht wie jeder andere mit einer Hornhautraspel daran gehen darf. Jedes Aufweichen der Hornhaut ist auch zu vermeiden und mann sollte peinlich darauf achten, dass niemals Seifenrückstände auf der Haut verbleiben.

Kommen wir noch einmal auf die bildlche Darstelliung mit den Eierkartons zurück. Eine gängige Hornhautraspel würde da nur unnötiges Gezerre verursachen, die schon geschwächten Basalzellen zur Produktion anregen und die Sache verschlimmern. Der Hornhauthobel würde wenig gezerre mit sich bringen, aber wegen der Verletuzungsgefahr sollte der nur von Profis verwendet werden.

Dann gibt es von Dr. Scholl und anderen noch Hornhautpflaster, Schrundencreme usw. die bei Ichthyose aber brandgefährlich sind. Ein Mangel an Urea in der Haut liegt gar nicht vor. Salizilsäure würde bei Ichthyose die Basalschicht verätzen.

Wie bekommt man nun schonend die Hornhaut weg?

Lange Zeit habe ich mich da mit einem Schleifklotz mit feinster Körnung beholfen. Der sieht aus wie ein Haushaltsschwamm mit Schleifpapier darum herum und den bekommt man im Baumarkt. Dann habe ich feines Schleifpapier auf Rundholz befestigt und das dann als Horhautfeilen benutzt.

Inzwischen verwende ich ein Schleifgerät für Maniküre, das eigentlich nur die Fingernägel gedacht ist. Die feine Körnung der Schleifaufsätze ist genau das richtige für die überflüssige Hornhaut bei Ichthyose.

Die Hornschicht muss beim Schleifen ganz trocken und möglichst fettfrei sein. Man muss dabei peinlichst darauf achten, dass man sich da nicht zu tief vorarbeitet. Die Glanzschicht darunter darf nie zum Vorschein kommen, weil sonst lebende Zellen an der frischen Luft zu Tode kommen.

Machen wir uns nichts vor, die Creme hilft der Haut tatsächlich nicht zur Heilung. Sie kann nur verhindern, dass die Hornhaut reißt, die Haut übermäßig gereizt wird usw. Heilung kann nur innerhalb der lebenden Hautschicht in der Tiefe erfolgen. Trotzdem ist es nicht gleichgültig, was man zur Pflege nimmt.

Als Pflege ist Lotion das ungeeignetste Mittel. Lotionen haben einen viel zu hohen Anteil an Wasser, das nur die Hornzellen aufweicht und ihren Zusammenhalt schwächt. Kostengünstige Cremes sind ebenfalls ungeeignet, denn sie sind deshalb so günstig zu bekommen, weil auch sie aus viel Wasser bestehen.

Nach meiner langjährigen Erfahrung ist die beste Pflege nach dem Schleifen die Haut hauchdünn mit Penaten-Creme zu überziehen, und danach mit Linola Fett einzucremen. (Ich habe alles andere selbst durchprobiert, 50 Jahre Erfahrung drösel ich hier nicht noch einmal auf)

Rauhe Haut nimmt Verfärbungen und Gerüche viel eher an, als glatte. Schon der Abwasch ist bei Ichthyose eine zu große Belastung, weil es einem Bad in Lösungsmittel gleichkommt. Beim Geschirrspülen, Gemüseputzen, Zwiebeln schneiden usw. ist es daher ratsam, Einmalhandschuhe zu tragen. 

Sollte man Gummihandschuhe tragen, womöglich über längere Zeit beim Hausputz etc., sollte man darunter Baumwollhandschuhe anziehen.

Am besten geeignet sind Schutzhandschuhe aus Nitril (zu bekommen bei Rossmann) Andere Materialen wie PVC und Latex vertragen sich nicht mit Penaten-Creme und Lanolin, werden davon angelöst, und lassen außerdem die Haut viel zu sehr schwitzen.

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@bethmannchen

Dir wird aufgefallen sein, das ich hier nur von Störung spreche, nicht von Krankheit. Ärzte können hier nichts auf Rezept einer Krankenkasse verschreiben, weil keine Krankheit vorliegt. Wenn du zum Arzt gehst, wirst du also Jedes Mittel auch immer nur auf einem Privatrezept verschrieben bekommen. 

Warum bin ich mir bei der Diagnose so sicher? Meine Hände sehen genau so wie deine auf dem Foto aus, nur dass bei mir auch die Handfläche und dafür der Kleine Finger nicht betroffen ist.

Es gibt verschiedene Ichthyosen. Palmar und plantar bedeutet, nur Handflächen und Fußsohlen sind betroffen. Es kann auch sein, dass eine Hand und der gegenüberliegende Fuß betroffen sind. Es kann sich im laufe des Lebens auch ausweiten auf Ellbogen, Knie, eben jede beanspruchte Hautstelle.

Die Vererbung ist autosomal dominant, das heißt, dass in der Folgegeneration eines Paares bei nur einem Träger der Veranlagung die Störung bei ihren Kindern dann unabhängig von deren Geschlecxht eintweder auftritt, oder eben nicht.

Im Internet findet sich dazu nur spärlich etwas, und häufig wird auch ähnliches miteinander vermischt. Es ist keine atemberaubend schwere Erkrankung, wird von Ärzten auch nur festgestellt, und dann nicht behandelt, weil eine Behandlung nur als Linderung der Symptome möglich ist.

Die Veränderungen treten in der Regel nicht vor dem 10. Lebensjahr auf, das Manifestationsalter wird mit 10–70 Jahren angegeben. Das sagen Fachleute, und dazu habe ich meine eigene Hypothese aufgestellt:

Wenn jemand diese erbliche Veranlagung in sich trägt, und sein Organismus außerdem über lange Zeit einen Mangel an bestimmten Nährstoffen erfährt, dann treten die Symptome zu Tage. Wahrscheinlcih kann die Person bestimmte in der Nahrung enthaltenen Stoffe nicht so gut aufnehmen und/oder für sich verwerten, hat daher einen höheren Bedarf als andere.

Dies scheint Sinn zu machen, wel ja meine Einnahme von Vitaminen usw. die Symptome fast ganz zum Verschwinden brachte. Vernachlässige ich diese Ergänzung meiner Ernährung über längere Zeit, verstärken sich die Symptome wieder. So wirklich ganz und gar kann eine genetisch bedingte Störung eben nicht verschwinden.

Und dann noch eine weitere Hypothese: Mein häufiger Heißhunger auf fettiges wie Schinkenspeck, Nüsse aller Art, Käse und Dingen wie Eier, Seefisch und Honig müssen einen Grund haben. Als Experiment habe ich solchen Gelüsten eine Weile nachgegeben, und siehe da, meiner Haut ging es bestens.

Schon täglich eine Hand voll Nüsse helfen meiner Haut auf die Sprünge. Das mit der verbesserten Ernährung wird also schon stimmen.

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@bethmannchen

hallo,

wirklich vielen, vielen dank für deine ausführlichen texte und ich bin mir nun auch ziemlich sicher, dass ich an ichthyose leide.

ich werde mal einen termin mit einer hautärztin vereinbaren um eine zweite meinung einzuholen. 

Wenn du die Vitamine und Nahrungsergänzung wie oben einnimmst - hast du dann eine normale haut wie jeder andere? warum behandelst du deine hand mit maniküre überhaupt noch?

Wie hast du herausgefunden welche vitamine/nährstoffe dir fehlen?

Was würdest du mir empfehlen was ich mal versuchen könnte? super wäre wenn du auch schreiben könntest wann ich deiner meinung nach eine besserung sehen sollte.

Liebe Grüße!

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@snustime

Diese Störung tritt irgendwann im Leben einfach auf, und verchlimmert sich mit zunehmendem Alter.  Bei mir begann es mit 10 Jahren, also vor 50 Jahren. Ganz verschwinden kann die Störung nicht, weil sie ja genetisch ist. Schwarzen Schafen wächst keine weiße Wolle.

Wenn ich Pflege und/oder Ernährung eine Weile vernachlässige, dann muss ich da einiges Abschleifen. Es braucht nur eine winzige Falte im Strumpf, die ich nicht einmal spüre, und ich laufe mir da eine dicke Hornschwiele. Einmal Hausputz und ich habe Hände wie ein Bauarbeiter.

Man muss übrigens nicht Vitaminpillen schlucken, schon wenn man darauf achtet, mindestens täglich ein Ei, mindest einmal täglich Salat, jede Menge Obst, hin und wieder Honig isst und täglich etwa 100g Nüsse knabbert (Erdnüsse sind keine Nüsse, sondern Hülsenfrüchte). Fisch ist zu empfehlen, besonders fettere Sorten.

Der Trick ist, (hierzu könnte ich nun wieder einen langen Aufsatz schreiben) die Leber mach aus all diesen Dingen zusammen, also Lecithine, Vitamine, Mineralien, Spurenelemente und vrschiedene Fettsäuren ... dann genau die Stoffe, die von den jungen Hautzellen für ihr gesundes Gedeihen gebraucht werden. 

Weil bei dieser Stärung die Leber genetisch bedingt, was die Versorgung der hautzellen betrifft, nicht so in die Gänge kommt, gibt man ihr mehr gute Rohstoffe. Dann produziert sie trotzdem genug, auch für gesunde Hautzellen. Nur so kann auch eine glatte und einwandfreie Hornschicht entstehen, die keine Hohlräume bildet, deshalb nicht so leicht austrocknet, einreißt.

Wichtig ist, dass die Haut niemals durchgeweicht und nicht unnötig belastet wird. Hornhaut stets so sanft wie möglich und niemals bis ganz auf den Grund entfernen. Nicht schrubben sondern schleifen, nicht abziehen oder zupfen, sondern wenn nötig Ränder mit scharfer Schere abschneiden.

Die Haut mit guter Fettcreme geschmediig halten, damit die Hornhaut nicht einreißt. Jedes Baden in Wasser vermeiden, Seife möglichst meiden und stets gründlich abspülen. Nach dem Waschen Haut stets gut abtrocknen, auch vor dem Eincremen.

Es wird sich mit der Zeit bessern, aber die Stellen werden bei jeder kleinen Belastung immer mehr Hornhaut bilden als andere. Da muss man dann ein Leben lang dran bleiben.

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Hallo,

trage mal über Nacht Panthenol-Salbe anstelle von Creme auf, wenn es dann nicht besser wird, suche einen anderen Hautarzt auf und hole Dir eine zweite Meinung ein.

Gute Besserung

Sallychris

okay danke für den tipp. wie kommst du drauf bzw. denkst du dass es nur trockene haut ist?

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@snustime

Ich denke, es könnte verschiedene Ursachen haben, evtl. sogar eine Allergie.

LG Sallychris

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