Frage von xLeilaa, 24

Was ist da los mit mir?

Hallo, Ich fühle mich seit ein paar Monaten einfach nur noch schlecht. Ich möchte so einfach nicht mehr weiter machen und ich weiß nicht, was ich dagegen tun kann. Ich habe das Gefühl, als wäre ich jedem total egal. Wenn ich mit irgendjemandem von meinen Freunden reden möchte, dann bekomme ich nur Vorwürfe oder deren Desinteresse mir gegenüber. Auch mein Freund ist mir keine große Hilfe. Ich sage ihm, dass es mir nicht gut geht, aber er reagiert nicht ein mal darauf. Manchmal sagt er, dass er selbst genug um die Ohren hätte. Das verletzt mich wirklich, weil ich immer für ihn da bin. Er nimmt meine Lage auch gar nicht wirklich ernst. Die meisten meiner Freunde haben mich in letzter Zeit verlassen. Das macht mich wirklich sehr traurig und ich habe immer wieder versucht, diese Freundschaften aufzubauen aber wenn vom Gegenüber nichts kommt, was soll man da schon machen? Naja es gibt Tage, da geht es mir relativ normal. Diese halten aber meistens nicht wirklich lang an. Kurz darauf geht es mir einfach trotzdem nicht gut. Ich bin tagelang am weinen und würde an manchen Tagen am liebsten einfach nur noch sterben. Ich weiß einfach nicht mehr, was ich tun kann und was mit mir los ist, hat einer eine Idee oder einen Tipp für mich, wie ich das alles wieder los werde?

Antwort
von dinska, 1

Was ich im Leben gelernt habe, man kann sich oft nur selbst helfen, andere sind, wenn es einem im Dauerzustand schlecht geht nur selten eine Hilfe. Da muss man sich schon in eine Therapie begeben, wenn man von außen Hilfe haben will und es allein nicht schafft.

Ich würde dir mal eine Lachtherapie empfehlen. Stell dich vor einen Spiegel und lache. Auch wenn es am Anfang nur ein verzerrtes Grinsen ist, es wird immer besser, stell dir einfach was Lustiges vor oder lach über deine verzogene Visage.

Dann setze immer ein freundliches Gesicht auf, so wie du es vorm Spiegel geübt hast und glaube mir, es wenden sich dir alle zu.

Als ich noch mit verhärmten Gesicht durchs Leben zog, wendeten sich alle von mir ab. Als ich das Lachen gelernt hatte, waren sie plötzlich viel anteilnehmender und wenn ich mal Ernst war, fragten alle, was ist denn mit dir los, bist du krank? Früher hätte mich das keiner gefragt.

Doch sind wir doch mal ehrlich, wir mögen auch keine Dauerheuler, die  ständig nur klagen oder in-sich gekehrt sind und mit sich nichts anzufangen wissen. Was soll man mit solchen Menschen auch machen, unser Trost erreicht sie kaum und ändert nichts.

Lachen hat zwei gute Seiten, es strahlt nach außen und nach innen, es befreit. Mich hat das Lachen aus meiner Lethargie geholt und ich habe gelernt, meine Probleme zu meistern und mein Leben positiv zu gestalten, den Humor für mich entdeckt

Humor ist, wenn man trotzdem lacht!

Antwort
von farasi, 5

hallo,

das liest sich, als würdest du häufig unter depressiven verstimmungen leiden. vielleicht manifestiert sich da schon eine richtige depression.

der erste weg sollte zum hausarzt führen - ein grosses blutbild mit schilddrüsenwerten, mineralstoff- und sonstigem hormonstatus sollte über stroffwechselschwierigkeiten aufschluss geben.

dann sollte ein besuch beim gynäkologen anliegen. vielleicht auch einer beim internisten und beim endokrinologen.

du solltest dir schon beim ersten hausarztbesuch eine überweisung zum psychologen holen und dort einen termin ausmachen. die wartezeiten sind immens lang.

denn wenn körperlich alles in ordnung ist, wirst du den psychologen brauchen.

und bitte - wenn dein hausarzt dir einfach nur psychopharmaka (ein "leichtes" antidepressivum) oder ähnliches verordnen will - er ist nicht in der lage, das zu beurteilen. dann solltest du den arzt wechseln. der hausarzt ist kein facharzt für psychische krankheiten - aber häufig schreiben hausärzte den patienten schnell mal psychopharmaka auf, um ihn abzuwimmeln und nicht teure untersuchungen machen zu müssen, die von der kasse nur pauschal abgerechnet werden.

gegenfrage: leidest du unter (ein)schlafstörungen, alpträumen oder grübelst du viel, bist antriebslos oder langweilst dich viel?

Antwort
von damsonlinda, 11

Hallo xLeilaa,

bevor du gar nicht mehr weiterweißt, solltest du psychologische Hilfe in Anspruch nehmen. Das müsste dein Hausarzt für dich in die Wege leiten können.

So wie du deine Lage schilderst, ist für mich schwer zu erkennen, was dazu geführt hat.

Offenbar war es vor dieser Depressionsphase ja anders. Du hast einen Freund und Freunde, auch wenn es gerade an allen Beziehungsecken und -enden zu knirschen scheint.

Gab es irgendeinen einen einschneidenden Anlass, wegen dem du dich plötzlich so alleingelassen fühlst?

Bist du mit dir selbst nicht mehr im Reinen und bestrafst dich selbst?

Auch wenn's gerade schwer ist, verlier den Mut nicht!

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