Was hilft motorisch schwachen Kindern?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Kinderschwimmen ist ganz toll für die körperliche Entwicklung. Es gibt auch Eltern-Kind- Turnen; da war ich damals mit meinen Kindern. Außerdem sollten die Kinder zu hause nicht herumsitzen, sondern mit Spielen körperlich aktiviert werden. Übrigens ist das nicht nur für den Körper gut, die geistige Entwicklung wird dadurch auch gefördert.

Immer wieder taucht die Frage auf, ob ein Kind eine Ergotherapie brauche. Ein an sich gesundes Kind sollte sich auch ohne eine Therapie vernünftig entwickeln.

Was für eine Welt! Lasst die Kinder doch bloß wieder Kinder sein dürfen! Früher hat man die Kinder einfach zum Spielen raus geschickt, und das war ihre "Therapie". Entweder einzeln oder mit Nachbarskindern machten sie dann Ballspiele, Räuber und ,Gendarm, Fussball, Letzten Schlagen, Hinkerspiele, Seilspringen, Gummitwist... Das war nicht zielgerichtet, und es hat sich auch niemand besonders drum gekümmert. Das war wohl auch schon seit Äonen so.

Was die Kinder machten, spielten usw. war ganz nebensächlich. Sie bekamen damit schon die nötige körperliche Herausforderung und ein adäquates "Training" fürs Leben. Die Nachbarskinder kann man sich ja nicht aussuchen, entweder man rauft sich zusammen, oder lässt es. Auch das ist für die Lebenstüchtigkeit ein wichtiger Aspekt.

Kinder erlernen dabei jede Menge soziales Verhalten. Mal muss sich ein Kind in der Gruppe unterordnen, mal hat es eine Führungsrolle, immer wieder einmal müssen Konflikte ausgetragen werden, mal ist es Gewinner, mal Verlierer usw. Sie erleben das ganze Spektrum des Zusammenlebens. Erwachsene stören dabei auch eher, als dass sie irgend etwas "fördern" könnten.

Das kann man mit keiner Ergotherapie simulieren, ganz gleich, wie viel die Krankenkasse dafür bezahlt oder wie gut ausgebildet der Therapeut sein mag.

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