Was hilft bei einer Blasensenkung?

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Mit zunehmendem Alter und besonders bei Frauen, die geboren haben, verliert das Gewebe mit den Jahren seine Elastizität. Beckenbodengymnastik ist ein gutes Mittel um hier Abhilfe zu schaffen. Leider reicht sie manchmal nicht mehr aus und man muss zu anderen Mitteln greifen. Es wird seit einigen Jahren eine neue Operations-Methode angewendet, die TVT-Operation. Bei mir wurde dieser Eingriff erfolgreich durchgeführt und ich bin seitdem beschwerdefrei. Ich habe Dir mal einen Ausschnitt zu diesem Thema kopiert:

"Seit fünf Jahren steht eine weitere, ebenfalls wenig belastende Strategie zur Verfügung: Bei einem minimal-invasiven Eingriff setzen die Ärzte unter örtlicher Betäubung ein so genanntes TVT-Band ein (englisch: Tension-free Vaginal Tape, spannungsfreies Vaginal-Band). Dieses Band aus Kunststoff fixiert die Harnröhe, da Bindegewebszellen in das Gewebe einwandern und es verfestigen.

Weltweit haben Ärzte bislang rund 290 000 Frauen ein TVT-Band eingesetzt, 76 000 in Europa, davon annähernd die Hälfe in Deutschland (30 000 bis 35 000). "Bei der TVT-Operation handelt es sich um eine wirkliche Innovation mit großem Potential", bescheinigt Professor Eckard Petri, Chefarzt der Frauenklinik des Klinikums Schwerin, dem neuen Verfahren. "Die Erfolgsraten sind exzellent, die Kurzzeitergebnisse bei mehr als 90 Prozent der Patientinnen gut."

Risiko inkompetenter Operateur

Kritisch äußert sich der Experte hingegen über manche Kollegen, die das Verfahren ohne ausreichende Vor-Diagnostik und strenge Indikationsstellung anwenden. Besonders problematisch wird es, wenn unerfahrene Ärzte sich darüber hinaus nicht an die Empfehlungen der Experten zur Operationstechnik halten. In solchen Fällen kann es zu schweren Verletzungen von Darm, Blase und dem umgebenden Gewebe kommen. "Risiken und Gefahren für die Patientin",warnt Petri, "drohen bei dieser Methode nicht durch das Verfahren selbst, sondern durch den Operateur, der keine Erfahrung hat, die Methode kritiklos anwendet und die operativen Prinzipien missachtet." Mindestens 20 bis 25 solcher Eingriffe pro Jahr sollte ein Arzt machen, um das Verfahren zu beherrschen, gibt Petri als grobe Richtgröße vor - und zumindest danach kann sich jede Frau vor dem Eingriff erkundigen.

Zusammen mit Kollegen der Universitätsfrauenkliniken von Halle-Wittenberg, Prag und Hamburg-Eppendorf hat Petri vor einiger Zeit die erste deutsche prospektive Studie mit einer großen Zahl von Patientinnen (180) gestartet, um die Ergebnisse der TVT-Operation mit jenen der Colposuspension zu vergleichen. Nach einer umfangreichen Diagnostik, um die Diagnose "Belastungsinkontinenz" zu sichern, erhielten jeweils 90 Patientinnen entweder eine TVT-Operation oder eine Colposuspension.

TVT-Operation ist ein sicheres Verfahren mit geringer Komplikationsrate

Während der Tagung in Heidelberg stellten die Urogynäkologen die ersten Kurzzeit-Ergebnisse dieser Studie vor. "In den Händen erfahrener Urogynäkologen", so lautet das Fazit, "ist die TVT-Operation ein sicheres Verfahren mit einer niedrigen Komplikationsrate während und nach der Operation. Die Methode ermöglicht darüber hinaus, dass sich die Blasenfunktion der Patientinnen schneller erholt und so der Krankenhausaufenthalt verkürzt wird." Patientinnen, welche die TVT-Operation erhalten hatten, konnten die Klinik im Schnitt nach drei Tagen verlassen, während Frauen, die sich dem größeren Eingriff unterzogen, erst nach acht Tagen entlassen wurden.

Komplikationen wie etwa Wundinfektionen, Fieber, Blutergüsse oder Blutverlust, registrierten die Ärzte bei keiner TVT-Operation - diese waren aber auch bei der großen Operation selten. Zu Harnwegsinfekten kam es bei fast zehn Prozent der Patientinnen nach Colposuspension und bei fünf Prozent nach TVT-Operation. Zwei Frauen in der TVT-Gruppe und eine in der Colposuspension-Gruppe erlitten Blasenverletzungen. "Wir werden die Patientinnen nun weiterhin in mehrmonatigen Abständen untersuchen, sagt Petri, "um die Langzeiteffekte der beiden Methoden sowie deren Wirksamkeit zu überprüfen." Wenn Du noch mehr wissen willst: Quelle: www.innovations-report.de/html/berichte/medizin_gesundheit/bericht-12377.html

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