Was haltet ihr von Kava Kava-Präparaten zur Beruhigung

1 Antwort

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich kann Sichtzeichen nur zustimmen. Aus der Praxis mit Kava-Kava sind keine gefährlichen Nebenwirkungen bekannt. Was natürlich nicht ausschließt, dass es Leute gibt, die von der empfohlenen Dosis enorm abweichen. Ich denke eher, das ist mal wieder eine Laborstudie im Reagenzglas gewesen. Wer sich einmal eingehend mit dem Fall der Ächtung des Huflattichs oder des Beinwells befasst, lernt wie so was funktioniert. Dabei meine ich nicht einfachs Internetgooglen, denn da schreibt einer vom anderen ab. Im Falle des Huflattichs liegt mir z. B. die Originalstudie vor...

Der Huflattich wurde für den Leberschaden eines Neugeborenen verantwortlich gemacht, die Drogen und 9 anderen Kräuter, die die Schwangere konsumiert hat, nicht.

Ob der Leberschaden tatsächlich durch Kava-Kava zustande kam, sei mal dahingestellt. Meine Erfahrung mit der Ächtung heilsamer Kräuter zu Gunsten teurer Pharmaprodukte ist da eine andere.

Die mir bekannten Heilpraktiker können das Verbot von Kava-kava weder nachvollziehen, noch gutheißen.

Es gibt noch ganz brauchbare Rezepturen auf dem Markt, in denen Kava-Kava potenziert enthalten ist.

Da ich mittlerweile die Vorgehensweisen bei Studien, wer sie bezahlt und den Einfluss der Pharmaindustrie kenne, halte ich von Empfehlungen unsere BGA oder irgendwelcher Kommissionen nichts. Schon gar nicht, wenn die Pflanze oder das Präparat im Ausland ohne Nebenwirkungen eingesetzt wird. Aber das ist meine ganz persönliche Meinung. Letztendlich ist es auch egal, da Kava-Kava in Reinform nicht mehr erhältlich ist..

Danke für die Antwort! Ich stehe Studien gegenüber mittlerweile auch recht kritisch gegenüber. Oft stehen da wirklich Pharma-Unternehmen als Finanzierer dahinter. Wie kann es denn da mit der Objektivität und Glaubwürdigkeit aussehen....?

0
@karlson

Auch Phythopharmaka fallen nicht wie Manna vom Himmel, sondern werden von Firmen (=Unternehmen) produziert, beworben und verkauft.

Diese Unternehmen finanzieren ebenfalls Studien - wie sieht es dann mit deren Objektivität und Glaubwürdigkeit aus?

0
@Borg13

Natürlich werden auch Phytotherapeutika beworben und verkauft, auch hier werden Studien gemacht. Diese Firmen sind aber in der Regel recht klein und haben nicht den Einfluss der Chemie-Riesen. Die Naturheilkunde blickt auf eine jahrtausende alte Tradition zurück. Ein paar, leicht beeinflussbare Studien, gesponsert vom wirtschaflichen Gegner dieser Kräuter, beeindrucken mich nicht im Geringsten. Sogar unser ehemaliger Gesundheitsminister hat gesagt, dass er gegenüber der Pharma machtlos ist. (kannst auf youtube gucken). Die Glaubwürdigkeit der Pharmastudien ist für mich persönlich damit im Keller. Die Familienbetriebe, die pflanzliche Mittel herstellen und meist genauso gegen die Riesen kämpfen müssen, nicht. Ich durfte ein wenig Einblick in diese Betriebe haben, du auch?

Hier wird aus Profit der alten Naturheilkunde wieder mal ein Scheiterhaufen geschichtet... dafür nehme man einfach die Medien und ein paar, nicht nachvollziehbare Fälle...

Weißt du, wieviele Todesfälle es jedes Jahr durch Nebenwirkungen von Allopathika gibt?

0
@Herbalistin

Die Todesfälle durch Nebenwirkungen gehen in die Zehntausende... und da wird bei 40 kava-kava Leuten, die meiner Meinung noch nicht mal gesichert sind, ein Fass aufgemacht...

Hier wird ja wohl mit zweierlei Mass gemessen...

0
@Herbalistin

Das ist menschenverachtend!

Jeder Tote ist ein Toter zuviel - auch wenn es nur "kava-kava-Leute" sind.

Die Behörden haben darauf zu achten, davor zu warnen und entsprechend zu handeln - wie sie es bei Kava-Kava-Präparaten getan und ebenso bei allen anderen Medikamenten auch tun.

Auch Phytopharmaka können erheblichen Schaden anrichten - das sollten Kenner der "alten Naturheilkunde" eigentlich wissen!

0
@Borg13

Verstehst du mich nicht, oder willst du mich nicht verstehen...? Selbstverständlich ist JEDER Tote zuviel. Ich bin aber der Meinung, dass hier die Medien manipuliert werden und auch manipulieren! Bevor du Mittel auf den Scheiterhaufen stellst, die bildzeitungsmässig zerrissen werden, informier dich bitte gründlich. Da gehen hunderttausende wegen "gebilligter" Nebenwirkungen in den Tod, das juckt dich gar nicht, dein Zeigefinger ist auf Naturheilmitteln... und nur, weil die nach Einnahme dieser Mittel einen Leberschaden hatten, beweist das nicht, dass der Schaden nicht schon vorher bestand, dass sie nicht absolut sträflich überdosiert haben und das die Schlussfolgerungen überhaupt stimmen. Der Hype um die Schweinegrippeimpfung sollte dich da ein wenig sensibilisiert haben. Außerdem habe ich nur gesagt, dass ICH keine negativen Erfahrungen gemacht habe und das es eine Verfolgung der alten, bewährten Naturheilmittel gibt. Du scheinst mir zu den Hauptanklägern zu gehören. Und bevor du mir jetzt wieder leichtfertig in Kauf genommene Todesfälle unterstellst, überprüf deine Quellen und erweiter deinen Horizont.

0

Was möchtest Du wissen?