Was genau ist der Rheumafaktor?

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3 Antworten

Unter dem Rheumafaktor versteht man Antikörper, die gegen körpereigene Antikörper gerichtet sind, also Ausdruck eines Autoimmunprozesses sind. Bei einem Autoimmunprozesses richtet sich das Immunsystem gegen den eigenen Körper. In diesem Fall sogar gegen Teile des eigenen Immunsystems. Der Rheumafaktor tritt bei chronischer rheumatoider Arthritis (PCP, "Rheuma") häufig im Blut auf. Man bestimmt den Rheumafaktor, um Rheuma zu erkennen oder auszuschließen. Leider tritt der Rheumafaktor nicht bei allen Fällen von Rheuma auf. Ein negativer (= normaler) Rheumafaktorbefund schließt daher Rheuma keineswegs aus. Und auch wenn er positiv (also vorhanden) ist, muss kein Rheuma vorliegen. Er tritt auch bei einer Vielzahl anderer Erkrankungen und sogar bei offenbar Gesunden vor. Besonders bei Gesunden über 70 fand man in bis zu einem Viertel der Fälle einen positiven Rheumafaktor. Der Rheumafaktorbefund ist daher nur in Zusammenschau mit anderen Befunden und den Beschwerden des Patienten deutbar. Ein erhöhter Rheumafaktor als einzig auffälliger Befund ist ohne Bedeutung. Zur Ehrenrettung des Rheumafaktors muss aber auch gesagt werden:

Manche Erkrankungen, die von den Beschwerden her mit Rheuma verwechselbar wären, werden durch einen positiven Rheumafaktorbefund unwahrscheinlicher

Ein stark erhöhter Rheumafaktor macht Rheuma doch wahrscheinlich, weil er bei Gesunden oder anderen Erkrankungen selten sehr hoch ist.

http://www.med4you.at/laborbefunde/lbef_rheumafaktor.htm

Bei Rheuma werden verschiedene Entzündungmediatoren im Blut nachgewiesen. (Was genau der Rheumafaktor ist, kann ich dir leider auch nicht sagen...) Aber schau dir mal dieses Video zu dem Thema an:

Tolle Antwort. Das mit dem Herzen habe ich auch noch nicht gewusst.

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In der Blutflüssigkeit gefundener Faktor. Durch einen Bluttest werden die Antikörper gemessen . Das beweist zwar noch nicht das "Rheuma" aber es ist ein Indikator. schöne grüße bonifaz

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