Was darf man bei Gicht essen und was nicht

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Hi, ich hab dir mal die Arbeit abgenommen: "Allgemeines Die geeignete Ernährung bei Gicht und Harnsäuresteinen entspricht im wesentlichen den durch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung herausgegebenen Empfehlungen für eine bedarfsgerechte ovo-lacotvegetabile Kost. Eine starke Einschränkung der Lebensmittelauswahl ist dahrer in der Regel nicht nötig. Eine solche (gesunde) Ernährung ist bei Gicht und Harnsäuresteinen (neben der medikamentösen Therapie) auch von Vorteil, da sie hilft, die Medikamentendosis zu reduzieren. Folgende Punkte sollten bei der Gestaltung des Planes beachtet werden: Bedarfsgerechte Energiezufuhr Bei Gicht und gleichzeitigem Übergewicht führt eine Normalisierung des Körpergewichtes oft schon zu einer Senkung des Harnsäurespiegels. Ob eine Gewichtsreduktion im einzelnen notwendig ist, ist mit dem Arzt zu klären. Beim Abnehmen sollten auf jeden Fall strenge Fastenkuren vermieden werden, da durch die schnelle Gewichtsreduktion der Harnsäurespiegel erhöht wird (Abbau von purinhaltigen Körperzellen). Eiweißquellen Als Eiweißlieferanten eignen sich fettarme Milch und Milchprodukte (Käse, Joghurt, Quark, Buttermilch) sowie Eier (ovo-lacto-vegetabile Kost). Fleisch und Fleischprodukte, Fisch oder Wurst sollten höchstens 1x pro Tag gegessen werden. Die Mengen sollten 100 g (z.B. ein kleines Schnitzel) möglichst nicht überschreiten. Unbedingt vermeiden: Innereien (Leber, Nieren, Hirn, Kalbsbries), Fleisch- und Hefeextrakte, Anchovis, Heringe, Makrelen, Ölsardinen und geräucherte Sprotten. Geflügel Bei Geflügel die purinreichere Haut vor dem Verzehr entfernen. Alkohol Auf Alkohol sollte nach Möglichkeit ganz verzichtet werden. Wer ihn nicht völlig meiden mag, kann sich ein Glas Bier oder Wein am Tag leisten. Wein enthält zwar (anders als Bier) keine Purine, erhöht den Harnsäurespiegel aber durch den Alkoholgehalt. Gemüse und Obst Gemüse und Obst sind wertvolle Lebensmittel und können, bis auf einige Ausnahmen, reichlich (jeweils ca. 250 g/Tag und mehr) verzehrt werden. Gemieden werden sollten (wegen ihres Puringehaltes) Hülsenfrüchte (Erbsen, weiße Bohnen, Linsen) und Spinat. Fett Sehr fettreiche Lebensmittel (Salate in Mayonnaise, fette Käsesorten über 45% F.i.Tr., Chips, Pommes Frites) möglichst reduzieren. Zucker und Zuckeraustauschstoffe Große Mengen an Zucker, Fruchtzucker (Fruktose) oder Süßigkeiten können neben einem Anstieg des Körpergewichtes auch zu einem erhöhten Harnsäurespiegel führen. Wer gerne süß isst, kann Zuckerersatzstoffe (Süßstoffe) verwenden. Getränke Kaffee, Tee (auch Früchte- und Nierentees) sind erlaubt. Wenn man zu Harnsäuresteinen neigt, kann die Auswahl bestimmter Getränke diätetisch von Nutzen sein. Bei Mineralwässern sollte auf alkalisierend wirkende, wie z.B. Fachinger oder Marienbader Rudolfsquelle, zurückgegriffen werden. Saure Fruchtsäfte, vor allem Orangensaft, haben ebenfalls einen positiven Effekt auf die Verhinderung der Ausbildung von Harnsäuresteinen. Insgesamt sollte sehr viel getrunken werden: Die reine Trinkmenge sollte 2 Liter pro Tag mölichst übersteigen! Vegetarische Lebensmitel Einige vegetarische Lebensmittel (wie Soja) sind relativ purinreich und werden häufig verboten. Da in den Nachkriegsjahren oftmals erhebliche Mengen an purinreichen vegetarischen Lebensmitteln verzehrt worden sind, ohne dass es zu eiem Anstieg der Hyperurikämie kam und außerdem Vegetarier, die ebenfalls größere Mengen dieser Lebensmittel verzehren, nur äußerst selten von Gicht betroffen sind, liegt der Schluss nahe, dass Purine im pflanzlichen Verband weniger belastend sind als solche aus tierischen Quellen. Sonstiges Bei der Reduzierung der purinhaltigen Lebensmittel ist es möglich, an einigen Tagen Purine zu "sparen", damit an einem der folgenden Tage etwas großzügiger verfahren werden kann. Es sollte aber darauf geachtet werden, daß die durchschnittliche Purinaufnahme innerhalb einer Woche konstant bleibt. Sollten bei der Ernährung Übersichtstabellen für Harnsäuregehalte benutzt werden, ist darauf zu achten, daß auch der Harnsäuregehalt pro Portion angegeben ist, da natürlich nur die tatsächlich verzehrten Mengen entscheidend sind."

Quelle: http://www.inform24.de/gicht.html

Gichtähnliche Beschwerden durch Milch?

Hallo!

Ich habe den Eindruck, daß Milch bei mir Beschwerden auslöst, die der Gicht ähneln: Versteifung und Schmerzen an Gelenken der Hände. Die Beschwerden treten seit Jahren gelegentlich auf, bisher jeweils immer nur an einer Stelle und sie dauern meistens einen Tag. Im Laufe der Zeit waren nacheinander so ziemlich alle Gelenke aller Finger einmal oder mehrmals betroffen, außerdem auch die Handgelenke, aber nie eine anderer Körperstelle. Die letzte Blutuntersuchung war vor einem Jahr, der Harnsäurewert lag im Normalbereich.

Längere Zeit habe ich keine Milch getrunken. Vollkommen verschwunden waren die Beschwerden dadurch nicht, aber selten. Eine Zeitlang habe ich nun versuchsweise täglich einen halben Liter getrunken. Prompt waren die Beschwerden da, häufiger und schmerzhafter als früher.

Milch (enthält kein Purin) soll bei Gicht aber eigentlich günstig sein. Deshalb kann es sich nicht um Gicht handeln, sollte man meinen.

Frage:

Ist eine Krankheit bekannt, die der Gicht ähnelt und durch Milch ausgelöst wird?

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