Warum werden Leute mit MRSA isoliert?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Das fast jeder die MRSA-Bakterien auf der Haut hat, stimmt so nicht! Der MRSA ist ein Nosokomialer Keim = ein Hospitalismuskeim = ein Krankenhauskeim. Er kann überhaupt nur bei hohem Hygienestandart "überleben". Ein solcher Hygienestandart wie er in KKH's existiert. Wir er dann von den Besuchern "mit nach Hause genommen" überlebt er nicht lange. Das "Gute" ist auch, dass er nichts macht...solange man nicht Immungeschwächt ist. Für immungeschwächte Patienten ist ein solcher Keim sehr gefährlich. Und da ist dann wieder der Punkt: Man muss sich (als Gesunder Besucher) "verkleiden", damit man diesen Keim nicht mit nach draußen nimmt und im KKH weiterverteilt. Im KKH sind viele Patienten, die ein wirklich schwaches Immunsystem haben und diesen Patienten könnte ein solcher Keim zu einem wirklichen Verhängnis werden. Dieser Schutz ist also zum Schutz der immungeschwächten Patienten, damit der Keim nicht von den gesunden Personen (Besuch/Personal) auf die immungeschwächten übertragen wird.

Ich hatte mal einen solchen Keim. Und eines kannst du mir glauben: den Patienten mit MRSA gefällt diese Einzelhaft und dieses Isoliert sein auf keinen Fall. 3,5 Wochen hat es gedauert, bis dieser ... Keim endlich weg war. Es ist für den MRSA-Patienten mindestens genauso unschön, dass sich alle Besucher verkleiden müssen und alles desinfizeirt werden muss. Man hat Langeweile, darf das Zimmer nicht verlassen, kennt das Fernsehprogramm in- und auswendig, bekommt kaum Besuch, alles wird mehrmals desinfiziert,...uvm. Klar ist es für die Außenstehenden blöd, aber für den Patienten selber ist es ncoh viel unangenehmer. Vor Allem, wenn es dem Patienten trotz des Keimes noch recht gut geht.

MRSA-Bakterien sind deshalb so "gefährlich", weil sie gehen die meisten Antibiotika resistent sind. Wenn du ihn bekommst, dann hoffe, dass dein Immunsystem stark genug ist, sich gegen diesen Keim zur Wehr zu setzen. Daher ist der Aufwand, sich zu "verkleiden" - doch relativ gering im Gegensatz zu einer MRSA - Infektion - oder ? Außerdem: es gibt im Internet eine Auflistung, welche Krankenhäuser zu wieviel % mit MRSA "belastet" sind. Die Holländer z.B. lassen nur höchst wiederwillig Deutsche in ihre Krankenhäuser. Zuvor muss der Kranke erst eine Quarantäne-Zeit isoliert hinter sich bringen, bevor er auf die normale Station darf. Die haben einfach Angst vor diesem resistenten Keim und wollen nicht verseucht werden.

Könntest du bitte diese interessante Seite (Auflistung der Krankenhäuser) mit URL angeben?

Vielen Dank!

0

Warum kommt MRSA nur in Krankenhäusern vor?

Ich höre seit geraumer Zeit immer wieder von Leuten die sich im Krankenhaus mit Staphylococcus aureus, (MRSA) infizieren, dem so genannten Krankenhauskeim. Bislang ist mir kein Fall außerhalb eines Krankenhauses bekannt. Weder in Arztpraxen noch in Gemeinschaftseinrichtungen. Habt ihr eine Erklärung davor, warum dieser Keim nur im Krankenhaus auftritt?

...zur Frage

Warum helfen Antibiotika eigentich nur gegen Bakterien?

Noch eine Frage aus Interesse.. warum helfen Antibiotika eigentlich nur gegen Bakterien und nicht gegen Viren? Ich wollte eigentlich den Arzt fragen, der mir das Penicillin verschrieben hat, aber er hatte noch das ganze Wartezimmer voll Patienten..

...zur Frage

Kann man als gesunder MRSA übertragen?

Man insfiziert sich als gesunder ja nicht mit MRSA. Kann man aber, wenn man jemanden versehentlich berührt hat, bei dem sich später MRSA herausgestellt hat, das vielleicht auf andere Leute übertragen haben, denen das dann schaden kann? Wie lange halten sich denn solche Bakterien an der Hand? Und gehen die vom Waschen mit Seife weg oder hätte man sich die HÄnde desinfizieren müssen?

...zur Frage

Komplette Zahlungsverpflichtung bei MRSA - Keim - Behandlung

Meine Mutter hat sich während eines Krankenhausaufenthaltes leider den gefährlichen MRSA-Keim in der Nase eingefangen. Außerdem wurde eine Besiedlung mit selbigen Keim auf der Haut festgestellt. Mittlerweile ist sie zur Kurzzeitpflege in ein Alten – und Pflegeheim gebracht worden. Zur Behandlung dieses multiresistenten Keimes ist eine Nasensalbe mit den Namen Mupirocin bzw. Turixin erforderlich. Ihr behandelnder Hausarzt teilte uns mit, dass die zirka 40 Euro teure Nasensalbe und weitere Behandlungsmaßnahmen auf privater Basis zu bezahlen sind, dass es sich ja um keine bislang ausgebrochene Krankheit im eigentlichen Sinne handeln soll!

Mit einer solchen Aussage habe ich nicht gerechnet! Ich frage mich, was das soll??? Sollen wir etwa warten bis eine normale Krankheit bei meiner Mutter ausbricht und diese durch das Einwirken des Keimes lebensgefährlich wird??? Ich stelle mir vor, dass eine simple Erkältung in eine schwere lebensbedrohliche Lungenentzündung umschlägt. Oder was wäre bei einer Wunde, in die der Keim von der Haut aus eindringen kann? Es kann doch nicht sein, dass sich meine Mutti einem solchen Risiko aussetzen muss und erst zu warten hat bis es um Leben oder Tod geht!

Was ist mit den vielen Vorsorgeuntersuchungen, die werden doch auch von den Kassen gezahlt? Im Falle meiner 86jährigen Mutter liegt allerdings schon eine konkrete Bedrohung vor.

Ich kann die Meinung dieses Arztes nicht nachvollziehen, da er die Gesundheit meiner Mutter leichtfertig aufs Spiel setzt und eine weitere Behandlung vom Inhalt des Geldbeutels abhängig macht!

Was ist mit anderen MRSA-Patienten, mussten diese ihre Behandlung auch selbst bezahlen? Ach ja, meine Mutter ist Kassenpatientin. Ich würde es nett empfinden, wenn mir Menschen, die selbst mit MRSA-Keimen zu tun hatten, mir mal schnell eine Antwort zukommen lassen könnten.

Unsere Krankenkasse findet das Verhalten des Arztes auch nicht in Ordnung, sagt aber dass dies nicht ihr Bereich sei. Bei der kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsens habe ich bislang noch nicht den richtigen Ansprechpartner gefunden; die Ärztekammer dagegen soll nicht zuständig sein.

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?