Warum stellt sich auch 3 Monate nach der OP zur Behebung des Karpaltunnelsyndroms keinerlei Besserung ein?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo Polar,

sehe leider erst heute Deine Frage.

Ich denke wie Dinska, dass es wohl kein Karpaltunnelsyndrom ist. Ich habe schon viele Patienten mit solchen Symptomen behandelt, und zwar nach der OP. Auch bei meinen Pat. war also keine Besserung durch die OP eingetreten.

Schuld war dann immer der Plexus Brachialis. Dies ist eine Art Gewebeschlauch, eine Art Faszie, die in ihrem Inneren die Armnerven und die meisten Blutgefäße des Armes führt.

Die Nerven entspringen an verschiedenen Stellen  der Halswirbelsäule, werden gebündelt und werden durch diesen "Schlauch" in den Arm geführt. So weit, so gut.

Nun kommt es aber leider sehr oft vor, dass die Menschen mit stark verkrampften Rücken-, Schulter-, und Nackenmuskeln Probleme haben, oft durch eine berufliche Disposition hervorgerufen. Wer nun sehr unempfindlich ist, der ignoriert gerne mal diese Schmerzen der verkrampften Muskeln. Das führt dann im Laufe der Zeit zu immer kürzeren Muskeln. Da die Muskeln der aktive Part des Bewegungsapparates sind, müssen diese Muskeln also an bestimmten Punkten der Knochen mit diesen verbunden sein. Verkürzen sich die Muskeln, werden also Knochen in ihrer Stellung verändert, bei Verkrampfungen ungewollt.

So geschieht das bei gewollter Bewegung des Körpers, aber eben auch wenn der Körper nicht bewegt werden soll, die Muskeln aber dennoch "arbeiten", also verkrampfen. Im Falle des Plexus Bracialis ist es dann so, dass diese Muskelverkürzung einiger, bestimmter Schulter-/Nackenmuskeln die oberste (kurze) Rippe und das Schlüsselbein  (Clavicula)  zu dicht zueinander gezogen werden. Dummerweise verläuft zwischen diesen beiden Knochen der "Schlauch" in Richtung Arm. Wird der Schlauch immer stärker von den Knochen bedrängt, dann wird es für die enthaltenen Nerven und Blutgefäße zu eng. Daher haben die betroffenen entweder oft kalte Hände oder dieses typische pelzig-taube, kribbelige Gefühl in den Händen. Gerade so wie auch beim Karpaltunnelsyndrom.

Und bei all meinen o. g. Patienten hatten zuvor die Neurologen die Nervenleitungen gemessen und kamen zum Ergebnis: Kapaltunnel.

Warum da so oft der Plexus Brachialis "übersehen" wird, entzieht sich meiner Kenntnis.

Mit einem Physiotherapeuten der die "Manuelle Therapie" erlernt hat, sollte eine deutliche Verbesserung zu erzielen sein. Auch Wärmeanwendungen und allg. Muskelmass. der Schulterregion ist dabei wichtig. Der Orthopäde und/oder der Neurochirurg kann diese Manuelle Therapie und die Massagen verordnen.

So, das war´s, das alles ist für Deine Mutter natürlich nur dann noch wichtig, wenn sich inzwischen noch immer keine Besserung ergeben hat. Aber vielleicht hat die OP ja doch noch mit Verzögerung geholfen. LG


Danke für diese Bewertung. Geht es Mutter inzwischen wieder besser? Liebe Ostergrüße, Winherby

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@Winherby

Hallo Winherby,

die Bewertung hast du dir verdient! Denn du scheinst mit deiner Erklärung voll ins Schwarze getroffen zu haben. Meiner Mutter geht es leider kein bisschen besser. Jedoch hat sie jetzt etwas Hoffnung geschöpft, nachdem sie deine Antwort gelesen hat.

Alles was du geschrieben hast konnte sie nachvollziehen bzw. bestätigen. Sie hat schon seit Jahren immer wieder heftige Probleme mit ihrem Rücken und der Muskulatur. Aber weil sie diese Art von Beschwerden schon so lange hat; die Beschwerden sozusagen "gut kennt", hat sie scheinbar irgendwann angefangen, diese Schmerzen im Rücken zu ignorieren.

Übrigens hat meine Mutter von der Ausbildung bis zur Rente als Krankenschwester gearbeitet (berufl. Disposition).

Sie wird jetzt mit ihrem Hausarzt und ggfs. mit einem Facharzt sprechen. Ich bedanke mich herzlich für deine Antwort.

Beste Grüße von polar66

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Liebe polar 66, als Laie fällt mir da nur ein, dass das Karpaltunnelsyndrom eben nicht die Ursache war. Die Ursache ist nach wie vor vorhanden und bringt die Symptome hervor.

Deine Mutter sollte sich mal gründlich von einem Neurologen untersuchen lassen, denn Kribbeln und Taubheitsgefühle hängen meist mit den Nerven zusammen, eine Unterfunktion der Nerven oder sie sind geschädigt oder eingeengt.

Bleibt dran, bis die Ursache gefunden wird.

Alles Gute wünscht dir und deiner Mutter

dinska

Hallo dinska, soweit mir bekannt ist, wird bei Verdacht auf Karpaltunnelsyndrom von einem Neurologen eine Messung an der Hand durchgeführt. Anhand des Ergebnisses lässt sich dann sagen, welche Therapie eingeleitet werden muss oder ob überhaupt eine Therapie der Hand notwendig ist. Da dies geschehen ist würde ich jetzt mal dem Neurologen mein Vertrauen schenken.

Trotzdem werde ich meiner Mutter von deinem Hinweis berichten. Besten Dank für deine Bemühungen. LG polar66

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Schulterschmerzen nach Sturz, taubheitsgefühl

Hallo

ich bin vor 2 Tagen beim Fahrradfahren gestürzt und mit voller Wucht auf meine rechte Seite gestürzt, hauptsächlich rechten Arm und Schulter. Nun hat das natürlich weh getan und die Schürfwunden sind ja alle halb so wild. Aber meine Schulter wird mit jedem Tag schlechter, seit gestern ist ein mäßiges taubheitsgefühl und kribbeln im rechten Arm und Hand dazu gekommen. Die Schulter lässt sich bewegen ist nicht geschwollen oder blau. Jedoch tut es schrecklich weh im Oberarm wenn ich den Arm hebe oder strecke. Habt ihr ne Idee was ich mir da zugezogen haben könnte?

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Beide Hände und alle Finger seit September 2013 stark und schmerzhaft geschwollen

Zu meiner Person: ich bin männlich und 65 Jahre alt und ich spiele sehr viel Golf (dabei werden unter anderem auch die Hände stark beansprucht).

Seit Ende September 2013 habe ich stark geschwollenen Finger und Hände, betroffen sind beide Hände und alle Finger. Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger der linken Hand "kribbeln" manchmal. Die stärksten Schmerzen treten morgens auf. Bei Einnahme einer Tablette Voltaren Resinat sind die Schmerzen für ca. 2 Tage gelindert. Die Beschwerden haben sich seit dem Beginn verschlechtert.

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Wegen erhöhtem Cholersterinspiegel nehme ich Inegy 10/40 ein.

Folgende Untersuchungen bzw. Behandlungen wurden wg. der Probleme mit den Händen durchgeführt:

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  • Rheuma - negativ
  • Borreliose - negativ
  • CT rechte Hand - entzündete Beugesehnen und Schwellung beider Hände
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Vielleicht hat ja hier jemand die "zündende" Idee ?

Vielen Dank im voraus und einen guten Rutsch ...

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