Warum nennt man Sammlungen des Messies krankhaft?

2 Antworten

Der Messie sammelt nicht, sondern er räumt nicht auf, der Philatelist hingegen sammelt systematisch, beschränkt sich dabei meist auf ein Sammelgebiet. Manche Sammler haben auch mehrere Sammelgebiete, ich z. B. sammele Münzen und Briefmarken. Andere sammeln Waffen, andere sammeln alte Spielsachen oder Blechdosen. Der Unterschied zum Messie ist das gezielte Suchen, Bewerten, Erwerben und ordentliche Verwahren ganz bestimmter gebrauchter, älterer Dinge. Oft ist damit ein geschichtliches Interesse verbunden.

Der Messie hingegen lässt seine Wohnung vermüllen. Er räumt gebrauchtes Inventar nicht an seinen Platz zurück, er bringt seinen Müll incl. Essensreste nicht aus dem Haus. So schränkt er seinen eigenen Lebensbereich immer mehr ein. Die Wohnung der Schwester eines Schwagers musste nach dem Tod dieser Messie-Schwester von Seuchenschutzspezialisten leer geräumt werden. Acht ( 8! ) Container Müll haben die aus dem Haus geschafft, - ohne die Möbel des Hauses, die wurden später extra entsorgt. Danach kamen Kammerjäger zum Einsatz um allerlei Krabbelgetier zu beseitigen. Danach musste das Haus kernsaniert werden. Das ist das Ergebnis der "Sammelleidenschaft" eines Messies.

Dass ein solches Messie-Verhalten, sowas von Nichts mit der Sammelleidenschaft eines Philatelisten zu tun hat, das sollte Dir doch auch klar sein. Auch klar sollte auch sein, dass es im Kopf eines Messies nicht so richtig rund läuft, dass er dringend einer psychiatrischen Behandlung bedarf. Die o. g. Schwester des Schwagers hätte eher einer Heimunterbringung bedurft, sie war allein nicht überlebensfähig, letztendlich ist sie an dieser psychischen Störung gestorben.

Irgendwie kommt mir das bekannt vor aus den Geschichtsbüchern meiner lang zurückliegenden Schulzeit:

Was nicht konform ist, gehört...

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@oisele

Ich habe dann aber eher den Eindruck, Du willst es nicht verstehen.

In den Geschichtsbüchern oder Biologiebüchern steht aber auch was anderes, nämlich, dass der Mensch zu den Rudeltieren gehört, dass er also immer in Gruppen zusammenlebte. Und das ist auch nötig so, denn einer auf sich allein gestellt konnte sich nicht gegen die Wildtiere wehren in deren Beuteschema er gehörte, er selbst konnte auch kaum alleine erfolgreich jagen und Beute machen, der Mensch auf sich allein gestellt, wäre entweder langsam verhungert, oder selbst gefressen worden. Nur in der Gemeinschaft ist er stark und erfolgreich, - und ist es heute noch!

Denn dieses Ur-Gen tragen wir alle noch immer in uns. Es begegnet uns in ganz vielen alltäglichen Situationen, z. B. in dem Spruch des "schwarzen Schafes". Bildlich gesprochen ist damit nicht nur derjenige gemeint, der völlig anders, als alle anderen Tiere des Rudels, aussehen, sondern auch derjenige, der "aus der Reihe tanzt", (noch so ein Hinweis), der etwas "Besonderes sein will", der sich nicht an die allg. Konventionen hält. Denn allg. Regeln (heute Gesetze) gehören zum reibungslosen Zusammenleben großer Volksgemeinschaften ebenso dazu, wie sie bereits damals dazu gehörten. Auch bei vielen heutigen Wildtieren gibt es Regeln und Rangordnungen. Wer meint sich nicht daran halten zu müssen, der fliegt raus aus der Gemeinschaft, weil es Ruhe und Frieden stört.

Na? Erinnerst Du Dich an diese Unterrichtsstunden, als quasi die Grundregeln des gemeinschaftlichen Lebens gelehrt wurden? Oder warst Du damals genau zu dieser Zeit krank und hast etwas Wichtiges zu lernen verpasst?

Bist Du ein bekennender Messie, oder warum fragst Du eigentlich so beharrlich?

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@Winherby

Meintest du den Urmenschen der aus dem Dreieck Düsseldorf-Wuppertal-Solingen. Die Solinger wollten sich mit dem Neandertaler messen und wollten auch ein Messer haben. Daraus wurde dann der Löffel.

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@kllaura

Hahaha, aber nee, ich meine die noch viel früheren Urmenschen, die Luzie und Co.

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@Winherby

Lucy hatte damals schon einen Porsche gefahren. Man vermutet, dass er gegen einen hohen Baum gerannt ist und verstorben ist.

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@Winherby

Ich bin bekennender Mensch gegen Verschwendung und die Wegwerfgesellschaft. Bin Verfechter der persönlichen Freiheit. Und bin gegen die heute immer mehr um sich greifende Intoleranz gegen Menschen, die ein eigenbestimmtes Leben führen möchten. Wie es ihr Gottgegebenes Recht ist.

Vor ziemlich genau 100 Jahren hat sich das deutsche Rudeltier schon einmal aufgemacht, seinem Nachbarn, der anders war, sehr zu schaden. Was daraus geworden ist, wird Ihnen nicht entgangen sein.

Deshalb sind mir Bücher der Gleichmacherei, die zum Ziel haben, dass wieder im Gleichschritt marschiert wird, und Menschen ausgegrenzt werden, weil sie anders geschaffen sind, sehr zuwieder.

Es lebe das Individuum! (Falls es sich traut...)

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Wenn das Sammeln so weit geht, dass du dein Lebensraum in einer Ordnung einschränkst und du dich bei der Schaffung von Ordnung nicht davon trennst, dass mal für dein Lebensraum etwas entsorgt wird, bist du ein Messi. Das ist eine psychische Krankheit. Sammeln ist bei Sammlern nichts Schlimmes. Sie hören auch auf, wenn sie nicht mehr zur Toilette gehen können. Der Messi kann es nicht. Schlimm sind Messis, die alles gebrauchen können, auch wenn es defekt ist. Sammeln sollte einen wirklichen Sinn haben. So ist ein Autofahrer, der seine Altautos sammelt, um Oldtimer zu bekommen kein Messi aber der, der sich von seinen Altautos psychisch nicht trennen kann und schon 8 im Garten ohne Grund stehen hat. Da hatten wir mein einem Messi in Therapie seine Autos restauriert, Werkstattkosten haben wir behalten, Verkaufskosten auch und haben die Oldtimer sehr gut verkauft. Heute ist er in dauerhafter psychischer Behandlung und wohnt zu Hause.

Also, meine liebe Frau Doktor, ist Sammeln dürfen von der Grösse des Objektes abhängig,nicht wahr?

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@oisele

Nein. Sammelst du Haustiere, steht das Tierwohl an erster Stelle. Ab einer bestimmten Menge bist du auch als gewerblich zu sehen. Wenn nach dem Seuchengesetz deine Sammlung Ungeziefer angezogen hat, muss eingegriffen werden. So hat man die Gefahren vor Fleckfieber zu beseitigen. Fleckfieber wird von Läusen auf den Menschen übertragen und gilt als Seuche. Kakerlaken lösen Seuchen wie Tuberkulose, Milzbrand oder Lepra aus. Entsprechend muss man handeln.

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Du hast leider nicht darauf geantwortet:

Zitat: Wer und mit welchem Recht...

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@oisele

In extremen Fällen greift das Gesundheitsamt ein. Dazu genügt eine Meldung jeder beliebigen Person. Das Problem ist nach dem Seuchengesetz geregelt. So gelten Insekten, wie Kakerlaken oder Hauswanzen, als eine Gefahr zur Übertragung und Verbreitung von Seuchen und muss reagieren. Das Seuchengesetz ist ein Bundesgesetz, das in der Umsetzung den Bundesländern obliegt.

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@kllaura

Und was ist, wenn ausser dem hauseigenen Hund nicht das kleinste Tier im Haushalt zu finden ist? Nichtmal das in Deutschland so schrecklich um sich greifende Fleckfieber? Oder Kakerlaken, die zu Haufe draussen auf der Strasse umherziehen, geschweige denn Hauswanzen?

Ich frage mich, ob nicht der eine oder andere Briefmarkenfreund...

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@oisele

Ich kenne die Situation nicht. Darum kann ich nichts dazu sagen. Aber das wären Gründe, wenn ein Arzt Meldung macht. Gegebenenfalls muss man sich das richterlich bestätigen lassen, dass es falsch ist. Mein Bekannter hatte einen Schlaganfall und kann nicht mehr selbständig aufräumen. Beschwerden vom Arzt sollte er in ein Heim. Mit der Besprechung der Richterin und einer beiseite gestellten Betreuerin wurde die Unordnung beseitigt und dem Arzt Mitgeteilt, wie er sich zu verhalten hat und dass eine Heimlösung die letzte Wahl zu sein hat. Damit war es hinfällig, dass mein Bekannter in ein Heim kam, für das er auch Arzt war. Heute hat er einen anderen Arzt, der seine Haushaltshilfe ihm zur Seite gestellt hat.

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@kllaura

Wenn ich Dich so lese, stelle ich fest, dass es um die Freiheit in diesem, unseren Lande, mittlerweile sehr schlecht bestellt ist. Und ich möchte keinen Tag mehr jünger sein.

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@oisele

Das ist nicht so. Es geht um deinen Schutz und dem Schutz und dem Schutz anderer.

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@oisele

In Deutschland sollte man sehr mit solchem "Schutz" aufpassen. Siehe Geschuchtsbücher...

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@oisele

Weißt du, wenn du eine Gefahr für deine Mitmenschen darstellst, willst du eine Gefahr bleiben oder dass man dir hilft, keine Gefahr mehr zu sein. In den letzten Wochen im Leben von Anne Frank wäre mit Sicherheit eine Quarantäne notwendig gewesen. Aber man hätte sie retten können. Man hat sich aber geweigert zu behandeln und andere Häftlinge in Bergen-Belsen zu schützen. Anne Frank musste am Fleckfieber sterben und hätte gerettet werden können. Das ist eine Schande der Ärzte, die sich auf die Befehle vom Staat stellten. Der Amtsarzt hat die Heimunterbringung meines Bekannten für nicht notwendig erachtet. Das zeigt, dass selbst Amtsärzte selbst entscheiden können. Wer sich aktuell an eine notwendige Quarantäne nicht hält, muss sich leider in einer Einzelzelle versorgen lassen. Übrigens, mein Bekannter ist als Postler oder Prostler, wie er sagt, auch Philatelist.

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@kllaura

In Deinem Alter bin ich noch mit dem Teddybären rumspaziert.

Mein Glück der frühen Geburt. Ich würde nicht tauschen wollen

Leb wohl Frau Doktor.

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@oisele

Ich will mein altes Leben nicht zurück. Einen Affen von Steiff habe ich auch. Aber nichts desto trotz bin ich mit der Schulbildung sehr weit voraus, es macht mich etwas traurig, dass man im Prinzip zwar Schulkameraden hat, aber keine Alterskameraden. Mit 12 Jahren sind jetzt meine normal jüngsten Klassenkameraden heute 20 Jahre. Wir hatten aber 2 Mädchen und 1 Junge, die galten etwas besser wissend. Ich nenne mich vom Alter zu erst, was man nicht machen sollte, damals mit 10 Jahre, meine Gastschwester mit 12 Jahre und ein Junge mit 15 Jahren, die vor 2 Jahren das Abitur machten. Rumspazieren, das mache ich mit meinem Gelbbrust-Ara. Bitte nenne mich nicht Doktor. Ich will zwar Ärztin werden, aber ein Doktortitel ist nicht mein Ziel. Wenn es sich ergibt, gut, dann schreibe ich eine Doktorarbeit. Aber in der Zeit kann ich Menschen helfen.

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