Warum machen Opiate nicht abhängig bei Schmerzpatienten?

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Diese Aussage des Arztes ist so nicht ganz richtig. Auch behandlungsbedürftige Patienten können abhängig werden. Aber die Wahrscheinlichkeit ist geringer. Ich kann den Arzt und seine Aussage allerdings verstehen. Denn die Begründung dieser Tatsache ist nur sehr detailliert begreifbar zu machen - und das ist nicht in ein paar Minuten möglich.

Meine Neuro-Pflichtvorlesungen im Pflegestudium, die das Belohnungssystem des Körpers erklärten, gingen über ein ganzes Semester. Die Grundlagen nahmen mehrere Stunden in Anspruch...

Das liegt an der Dosis: wenn du die Schmerzmittel nicht brauchst und sie nimmst, dann wirken sie berauschend, darum sind sie auch verschreibungspflichtig und werden nur verordnet, wenn andere Schmerzmittel wirklich nicht mehr helfen. Morphin Pflaster haben eine gleichmäßige uns starke Wirkung und kommen darum oft bei Krebspatienten zum Einsatz.

Ich habe durch starke Nervenschmerzen auch Opiate bekommen bzw. nehme sie immer noch. Falls dein Opa sie dauerhaft nehmen muss, mach dir keine Gedanken. Es gibt auch hier verschiedene Medikamente. Ich nehme seit 6 Jahren Tilidin. Auf hier meint mein Neurologe, dass sie in diesem Fall nicht abhängig machen. Es gibt viele Ärzte und auch Schmerztherapeuten, die einem mit der Aussage der Abgängigkeit Angst machen wollen. Die Medikamente bekommt man nur, wenn Sie auch notwendig sind, Ohne die Schmerzmittel wäre meine Lebensqualität gleich Null. Selbst wenn sie mich abhängig machen würden, würde ich das in Kauf nehmen. Wenn es deinem Opa mit dem Pflaster besser geht, mach dir dir keine Gedanken. Ich leite eine Selbsthilfegruppe für MS-Erkrankte. Ich habe zwei Mitglieder die aufgrund starker Nervenschmerzen auch schon Morphium Pflaster genommen haben. Das Pflaster bzw. sie Dosis wurde reduziert und ausgeschlichen. Sie hatten keine Entzungserscheinungen.

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