Warum kann ich nicht Trauern?

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3 Antworten

Hallo Sternwanderer!

Wenn ich es richtig verstanden habe, bist Du mit dem Verstorbenen eng verwandt, aber Du verbindest mit ihm auch eine traumatische Erinnerung, die es Dir schwer macht, jetzt mit Trauer auf seinen Tod zu reagieren. Du schreibst aber auch, dass jetzt der Druck durch diese Person bei Dir weniger geworden ist und Du nun wieder leben kannst. Du meinst, dass Du trauern solltest, kannst es aber nicht. Liebe/r Sternwanderer, Du solltest Dir wegen des Todes dieses Verwandten kein schlechtes Gewissen einreden. Nur, weil Ihr Verwandte seid, bist Du nicht dazu verpflichtet!!! Es wird schon seine triftigen Gründe haben, warum Du jetzt nicht trauern kannst. Dein Therapeut wird mit seiner Vermutung Recht haben. Nun ist es Dir vielleicht möglich, das entstandene Trauma besser zu verarbeiten - und dann wird es Dir auch besser gehen!! Vielleicht kann es Dir im Moment ein wenig helfen, mal für ein paar Tage "Bachblüten-Rescue" anzuwenden (die gibt es auch als Lutschbonbons). Die beruhigen Deine angespannten Nerven ganz ungemein und helfen auch dabei, so ein Schockerlebnis besser zu verarbeiten. Aber man sollte sie nur im Notfall anwenden, nicht aber zur Dauertherapie! Probier es einfach mal damit aus.

Alles Gute wünscht walesca

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walesca 27.10.2014, 10:55

Ganz herzlichen Dank für das Sternchen! Schön, dass ich Dir helfen konnte. Ich hoffe, Du hast inzwischen Deinen inneren Frieden wiedergefunden. LG

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Hallo Strenwanderer, Dein Text liest sich zwar etwas verwirrend, aber ich glaube ich verstehe, was Du uns mitteilen willst. Du machst Dir anscheinend Vorwürfe, dass Du nicht weinen kannst. Wenn Du mit dem Verstorbenen nicht zurecht kamst, muss man eben nicht unbedingt weinen. Was noch lange nicht heißt, dass man im nachhinein nicht bedauert, dass der Betreffende gestorben ist und man eventuell bereut, sich mit demjenigen nie verstanden zu haben. Du betrauerst anscheinend die Tatsache, dass Du niemals wieder in der Lage sein wirst, da etwas zu ändern. Nur weil Du mit dem Betreffenden verwandt warst, musst Du noch lange nicht über seinen Tod so traurig sein, dass Du emotionale Gefühle hast. Plötzliche Todesfälle sind immer ein Schock, bedeuten immer ein Trauma. Ich würde mir an Deiner Stelle keine Vorwürfe machen, dass Du nicht weinen kannst, nur weil "man" das üblicherweise tut. Wenn Dir der Verstorbene Dir in Deinem Leben nicht fehlen wird, besteht dazu auch kein Anlaß. -- Ich hoffe, ich habe Deinen Text jetzt richtig verstanden und konnte Dir mit meinem Beitrag ein bißchen helfen. Alles Gute. lg Gerda

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Meine liebe "Strenwanderer",

wenn ich mir Deine Worte so durchlese, so habe ich den Eindruck, Du hast ganz einfach Angst davor Gefühle zuzulassen - nicht nur Trauer, sondern auch Wut, Schuldgefühle etc.

Mit den Gefühlen ist das aber nun so eine Sache: Haben sie ihre Funktion erfüllt, so lassen sie normalerweise recht rasch wieder nach; werden sie jedoch verdrängt, so werden sie unterirdisch immer stärker, was man wiederum nicht zulassen will - ein Teufelskreis, aus dem man nur schwer wieder herauskommt.

Mein Rat: Du musst in einem längeren Prozess lernen, Gefühle zuzulassen - und das geht nur mit psychotherapeutischer Hilfe, die ich Dir hiermit ans Herz legen möchte.

Lieben Gruß vom Alois

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