Warum ist die Migräne nach dem Erbrechen weg?

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Normalerweise ist das Erbrechen ein Schutz gegen eine Vergiftung. Wenn man etwas Unverträgliches gegessen hat wird der Brechreiz ausgelöst, damit man schädliche Nahrung möglichst schnell wieder von sich gibt.

Verantwortlich dafür, ob der Magen entleert wird oder nicht, ist das so genannte Brechzentrum im Gehirn.

Ein Migräneanfall entsteht, wenn eine Übererregung, bzw. neurogene Entzündung im Gehirn stattfindet – das Gehirn funktioniert in dieser Zeit „nicht normal“. Bei Migräne ist meistens auch das Brechzentrum im Gehirn davon betroffen. Das Gehirn interpretiert dann die neurogene Entzündung als Vergiftung und leitet die Gegenreaktion ein: Übelkeit und Erbrechen.

Meistens verschwindet eine Übelkeit nach dem Erbrechen – egal, ob sie durch Migräne ausgelöst wurde oder durch falsches Essen. Wenn der Magen ganz leer ist, hat Übelkeit und Brechreiz normalerweise keinen Sinn mehr für den Körper. Deshalb fühlt man sich (auch bei Migräne) nach dem Erbrechen besser.

Wenn bei dir nach dem Erbrechen auch die Kopfschmerzen verschwinden, dann hast du Glück. Bei mir verschwindet nur die Übelkeit – die Kopfschmerzen bleiben. Mir geht es dann aber insgesamt besser, so dass ich die Kopfschmerzen besser ertragen kann. So ist das auch bei anderen Menschen mit Migräne, die ich kenne.

Danke für den Stern :-)

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