Warum ist Bauchspeicheldrüsenkrebs so aggressiv?

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Das Problem ist wohl, den Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom) rechtzeitig zu entdecken.

In der Anfangsphase treten i.d.R. keine Beschwerden auf, erst im fortgeschrittenen Stadium ist dies dann der Fall.

"Es ist äußerst wichtig, Bauchspeicheldrüsenkrebs möglichst früh zu erkennen. Gelingt dies, sind die Heilungschancen und somit die Überlebensrate deutlich verbessert.

Bei etwa 20 Prozent der Betroffenen ist aufgrund einer rechtzeitigen Diagnose eine chirurgische Entfernung des Tumors durch eine Operation möglich.

In den anderen Fällen wird der Bauchspeicheldrüsenkrebs meist zu spät entdeckt – der Krebs hat sich dann schon weiter ausgedehnt und oft schon Absiedlungen in andere Organe gebildet (Metastasen).

Eine Operation ist zu diesem Zeitpunkt oft nicht mehr möglich.

Solche Tochtergeschwülste bestehen zum Zeitpunkt der Diagnose bereits etwa bei der Hälfte der Fälle.

Dann kommen vor allem Chemotherapie und Strahlentherapie in der Behandlung zum Einsatz.

Ihr Ziel ist es, den Krankheitsverlauf abzumildern und die Lebensqualität des Betroffenen zu verbessern."

(http://www.onmeda.de/krankheiten/bauchspeicheldruesenkrebs.html)

Weitere, ausführliche Informationen findest Du auch hier:

...krebsinformationsdienst.de/wegweiser/broschueren/pankreas.php

Der Grund warum einige Bauchspeicheldrüsentumore(Pankreaskarzinome) besonders bösartig sind ist sicher in deren Biologie begründet.Die Diagnose wird zudem meist (zu) spät gestellt und die Langzeitüberlebens und Heilungsraten liegen immer noch im einstelligen Bereich.Wenn es für eine Heilung noch nicht zu spät ist,wird oft operiert und ggf. eine mehrmonatige Chemotherapie durchgeführt.Die Strahlentherapie spielt eine untergeordnete Rolle.Wenn der Tumor zu weit fortgeschritten ist kommt vor allem nur noch die palliative(lindernde) Therapie zum Einsatz.In der Tat gehören allgemein vor allem exokrine Karzinome der Bauchspeicheldrüse(vergleichsweise häufige Tumortypen) zu den besonders aggressiven Krebsarten,vergleichbar bösartig sind zum Beispiel einige hochmaligne Gliome,bestimmte ZNS-Tumore!

Erhebliche Gedächtnisprobleme nach sehr starker Chemo

Wegen einer weit fortgeschrittenen Krebserkrankung habe ich Anfang 2010 eine sehr starke Chemotherapie bekommen, die ich nur knapp überlebt habe. Als Nebenwirkung habe ich nun ein schlechtes Gehör und fühle mich immer noch irgendwie schlapp und kraftlos. Das schlimmste aber ist mein Gedächtnis. An Dinge vor meiner Chemo kann ich mich noch einigermaßen erinnern, aber das Kurzzeitgedächtnis ist eine Katastrophe! Leider wird das auch nicht besser und ich kann deshalb leider immer noch nicht arbeiten (bin selbstständig). Dies ist so ausgeprägt, das ich bereits einem kurzem Telefonat nicht folgen kann und das meiste wieder vergessen habe, wenn das Gespräch beendet ist. Dazu könnte ich noch tausend Beispiele nennen. Auch finde ich sehr oft selbst einfache Begriffe nicht mehr (Wortfindungsstörung). Nun habe ich meine Ärzte immer wieder darauf hin gewiesen, aber bisher sagten Alle nur, das Sie das nach einer Chemo nicht kennen. Nach dem ich nun aber mal im Internet geschaut habe, sehe ich sehr wohl viele Beiträge zu diesem Thema! Auch hier im Forum. Teilweise habe ich da was von Chemo-Hirn gelesen und bei der Deutschen Leukämie- und Lymphomhilfe gibt es sogar eine Informationsseite dazu. Kann mir jemand sagen, warum das die Ärzte nicht kennen oder vielleicht auch nicht kennen wollen? Weis jemand, wo es dazu noch genauere Information gibt oder noch besser - einen spezialisierten Arzt, der mir endlich helfen kann? Vielen Dank schon mal!

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