Warum haben manche Frauen so starke Regelschmerzen?

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Jeden Monat bereitet sich die Innenauskleidung der Gebärmutter auf eine mögliche Schwangerschaft vor. Nach dem Eisprung, sofern das Ei nicht von einer Spermie befruchtet wurde, schwillt die Schleimhaut an und stirbt ab. In der Folge wird sie abgestoßen und ausgeschieden, und im nächsten Monatszyklus bildet sich wieder eine neue Schleimhaut. Im Rahmen des Absonderungsprozesses der Schleimhaut werden bestimmte chemische Verbindungen, die Prostaglandine, freigesetzt, die die Muskeln der Gebärmutter veranlassen sich zusammen zuziehen. Diese Kontraktionen “schieben” das tote Schleimhautgewebe also regelrecht durch den Gebärmutterhals, bis es aus der Vagina austritt. Die Kontraktionen bzw. Schübe verursachen den bekannten Menstruationsschmerz, insbesondere dann, wenn ganze „Klumpen“ des blutigen Gewebes abgesondert werden, oder der Gebärmutterhals sehr schmal ist. Zudem haben Testergebnisse gezeigt, dass Frauen, die mehr Prostaglandin produzieren als andere, stärkere Schmerzen in der Menstruation haben.

http://www.schmerzen-forum.de/menstruationsschmerzen_ursachen_symptome.html

Frauen, die eine Veranlagung zu Migräne haben, bekommen durch die Hormonschwankung eine Migräneattacke während der Periode.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Als langjährige Migränepatientin bin ich gut informiert

Das kann man nicht so genau sagen. Ich hatte als junges Mädchen auch immer immer starke Schmerzen, es hat auch nie was richtig dagegen geholfen. Vor allem das Sitzen in der Schule oder später im Studium war die ersten Tage grauenhaft. Manchmal bin ich gleich zu Hause geblieben. Später als ich die Pille nahm, waren keine Schmerzen mehr da und ich fühlte mich wesentlich besser. Nach dem ersten Kind ließen die Schmerzen etwas nach.

Meist ist das ein Östrogenmangel, also ein relativer (in bezug auf Progesteron). Wenn man mehr Progesteron als Östrogen hat, sind die Schmerzen deutlich stärker. Man könnte versuchen, mit Hefe oder Brennesselsamen dagegen anzugehen. Salbei könnte auch hilfreich sein. Aber nicht zuviel, sonst kommt der nächste Eisprung früher und der ganze Zyklus verkürzt sich.

Vielleicht ist es auch ein Magnesiummangel, das macht dann mehr Krämpfe im gesamten Körper. Ein gutes Mg aus der Apotheke (oder Bittersalz, 1-2 Prisen am Tag in Wasser) kann hier Abhilfe schaffen.

Gegen Migräne hilft auch Vitamin-B-Komplex; hier aber vermutlich eher Magnesium.

Hefe enthält übrigens auch B-Vitamine.

Helfen können auch Bewegungen, weil das die Verkrampfungen ockert. Auf dem Stuhl z.B. immer sachte wiegen: vor / zurück, links / rechts. Oder die Beine abwechselnd nach vorne schieben.

Wärme kann auch helfen, aber dann wird die Blutung stärker (ist dafür aber kürzer).

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Ist aber wirklich von Frau zu Frau verschieden wie heftig die Beschwerden und die Probleme während der Regel sind. Ich selbst hatte damit nie besondere Probleme. Bei meiner Tochter hat es sich nach der Schwangerschaft zB. sehr verändert. Sie hatte vorher auch nie was und danach dann plötzlich wirklich heftige Regelschmerzen. Sie hat die ersten Tage nicht mehr ohne Schmerzmittel überstanden und sie ist keine Jammersuse! Seit ein paar Monaten nimmt sie nun Mönchspfeffer (Agnofem, gibts rezeptfrei in der Apo) und es geht ihr viel besser, und das ohne künstliche Hormone! Warum die Schwangerschaft da was verändert hat, weiß sie bis jetzt nicht.

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