Wann macht man eine Magnetfeld-Therapie? Zahlt die Krankenkasse?

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3 Antworten

Was ist und was kann Magnetfeldtherapie wirklich ?

Bei der Magnetfeldtherapie unterscheidet man grundsätzlich zwei technische Verfahren:

1) Zum einen kommen Dauermagnete, beispielsweise in Bettdecken und Bettunterlagen, aber auch in Armreifen und Halsketten zum Einsatz. Eine heilende Wirkung dieser Therapieform gilt als wissenschaftlich nicht belegt.

2) Das zweite Verfahren nennt sich pulsierende Magnetfeldtherapie.

Die Systeme bestehen aus einem Steuergerät, welches Strom in Drahtspulen in bestimmter Weise taktet, so dass bei guten Geräten ein in Intensität und Frequenz regelbares schwingendes Magnetfeld entsteht. Dieses gelangt über verschiedene Applikatoren, in denen sich die Spulen befinden, in den Organismus.

Diese Therapieform existiert bereits seit vielen Jahren und wird von manchen Ärzten bei Knochen- und Gelenkerkrankungen, Rückenbeschwerden, neurologischen und psychosomatischen Erkrankungen, Durchblutungsstörungen, Erkrankungen der Atemwege und bei Stoffwechselstörungen eingesetzt.

Dennoch ist sie umstritten, da bisher kaum kontrollierte Studien auf Basis größerer Fallzahlen vorliegen.

Zumeist handelt es sich um Einzelfallberichte, wobei die Methode überwiegend bei Knochen- und Gelenkserkrankungen getestet wurde. Die Wirkung soll dabei z. B. bei Knochenbruchheilung mit implantierten Metallteilen (Nägeln) aufgrund einer Wachstumsstimulation der Knorpelzellen eintreten.

-Risiken und Nebenwirkungen:

Grundsätzlich liegen über Langzeitfolgen der Magnetfeldtherapie, mögliche Risiken und Nebenwirkungen wie das Wachstum von Tumorzellen, derzeit noch keinerlei Studien mit einem ausreichenden Nachbeobachtungszeitraum vor, informiert die Patientenberaterin der Verbraucherzentrale Brandenburg e. V. Silke Block.

Menschen mit chronischen Schmerzen können nach einzelnen Berichten eine zeitweilige Reaktion im Sinne einer Erstverschlimmerung spüren.

Elektrosensible Menschen empfinden ein unspezifisches Wärmegefühl oder ein Kribbeln in den jetzt stärker durchbluteten Körperteilen.

Auf jeden Fall verbieten folgende Kontraindikationen den Einsatz der Magnetfeldtherapie:  elektronische Implantate, wie Herzschrittmacher,  Epilepsie,  schwere Herzrhythmusstörungen,  Schwangerschaft,  akute Zustände mit hohem Fieber.

-Kostenübernahme:

Aufgrund der bislang unzulänglichen wissenschaftlichen Belege steht die behauptete Wirksamkeit der Magnetfeldtherapie ebenso in Frage wie ihre Sicherheit.

Deshalb bewertete der Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen die Magnetfeldtherapie nach wiederholter Prüfung 1998 nicht als erstattungsfähig.

Dennoch übernimmt eine Reihe privater Krankenversicherungen auf Anfrage die Kosten für solche Behandlungen.

Bei den gesetzlichen Krankenkassen gibt es einzelne Kostenübernahmen im orthopädischen Bereich nach ausführlicher Begründung durch den Arzt. In der Regel erwirbt der Patient ein Gerät auf eigene Kosten.

(http://www.vzb.de/UNIQ124704692918460/link10892A.html)

Tinnitus und Hörsturz sind Anwendungen dieser Therpie, aber es gibt auch weitere Erkrankungen. Mehr unter diesem video:

Der Körper wird einem magnetischen Wechselfeld ausgesetzt und erzeugt ein elektrisches Feld. Unter Einfluss eines Magnetfeldes geben die roten Blutkörperchen vermehrt Sauerstoff an jede einzelne Zelle ab. Durch diese erhöhte Sauerstoffzufuhr verbessert sich der Stoffwechsel in den Zellen. Die Magnetfeldtherapie ist damit eine wichtige Voraussetzung für die Anregung des Zell-, Knorpel- und Knochenwachstums - eine wichtige Voraussetzung bei der Heilung von Wunden und Brüchen. Die Magnetfeldtherapie steigert die Selbstheilungskräfte des Körpers ohne Medikamente - und ohne Nebenwirkungen. Die GKV beteiligt sich nicht an den KOsten.

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