Wann ist ein Dammschnitt bei der Entbindung nötig?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Zum Glück gehen auch die meisten Kliniken inzwischen vom "prophylaktischen" Dammschnitt weg... Es reisst nämlich nur so viel wie das kindliche Köpfchen Platz braucht...wenn es überhaupt reisst.. Beim Nähen gibt es keinen Unterschied ob man einen Riss oder einen Schnitt näht!! Die wirklich fiesen Risse entstehen wenn vorher geschnitten wurde...nämlich dann reisst es manchmal wirklich weiter... Dammrisse werden eingeteilt in Risse 1.-4. Grades. Wenn es reisst, dann meistens nur 1.-2. Grades...und das sind wirklich nur kleine Risse...die vor allem im Wochenbett besser heilen als Dammschnitte....;-)

Tipp; ab der ca. 34. SSW reichlich Himbeerblättertee trineken.Das lockert das Gewebe schon etwas auf und den Damm ab der 34. SSW mit (Damm-)Massageöl einreiben.... Wie das genau geht bitte deine Hebamme fragen... Viel Glück.... ;-)

Gott sei Dank gibt es auch diese Meinung! Gute Antwort!

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Wenn die Hebamme sieht, dass in der Phase, in der das Köpfchen durchtritt, der Damm überhaupt nicht mehr durchblutet wird (der wird regelrecht weiß) und sie den Dammschutz (spezieller Handgriff) nicht mehr halten kann, ist es besser, einen Schnitt zu machen. Wenn der Damm reißt, reißt er ins Uferlose - da weiß man nicht, wo er aufhört und man hat hinterher u.U. einen Haufen Probleme mit der Heilung etc.

Genau, vor allem, wenn der Schließmuskel einreißt, hat dies oft eine bleibende Inkontinenz zur Folge.

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Das ist falsch! Wir Hebammen lassen sogar lieber reißen, da wir die Erfahrung gemacht haben, daß ein Riß meist besser verheilt. Dammrisse 3.Grades, also bis in den Sphinkter passieren sogar eher nach Dammschnitten. Die Indikation zum Dammschnitt stellt in der Regel das Kind, wenn die kindlichen Herztöne sich so verschlechtern, daß man ,um dem Baby es zu erleichtern schneidet.

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Früher wurden Dammschnitte oft vorsorglich gemacht, davon ist man zum Glück abgekommen. Er Wird dann gemacht, wenn das Kind nicht gegen den Damm ankommt oder die Mutter probleme beim Pressen hat. Das passiert manchmal bei einer PDA. MAn sagt, dass ein kleiner Riss schneller verheilen soll als ein Schnitt. Das klingt für mich logisch, denn ähnliches macht man ja auch beim Kaiserschnitt. Nur ein kleiner Schnitt, der Rest wird gerissen. Den Tipp mit dem Tee kann ich auch geben, ebenso wie die Dammmassage. Allerdings vetragen das viele Frauen nicht so gut. Ich habe mir auch mal sagen lassen, dass Hebammen während der Geburt den Damm mit starkem Kaffee einreiben, was die Durchblutung fördern soll. Außerdem ist das Gebären im Liegen ein höheres Risiko, dass der Damm reißt.

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