Frage von Georg435, 42

Wandernde Schmerzen im ganzen Körper - was tun?

Ich hatte die letzten Wochen unglaublich viel beruflichen Stress - das waren im Grunde die anstrengendsten Wochen in meinem bisherigen Leben (36 Jahre alt).

Vor 3 Wochen war ich noch beschwerdefrei. und so kam es dass ich am ersten Arbeitstag leider die falschen Schuhe anzog. Und zwar jene die Einlagen beinhalteten die ich jedoch schon seit 6 Monate nicht mehr trug. Ich musste sehr viel stehen und sehr viel gehen in diesen Schuhen und spürte schon bald die Druckstellen der Einlagen an den Innenseiten meiner Füße. Im Laufe des Tages kamen starke Kopfschmerzen dazu. Ich nahm ein Parkemed 500 und der Schmerz wurde besser & erträglicher. Auch begann ich meine Schuhe stellenweise auszuziehen. Am nächsten Tag taten meine Füße weh, aber der Schmerz befand sich dort, wo er logischerweise auch hingehörte. Ich bestritt den nächsten Tag mit anderen Schuhen, natürlich ohne irgendwelche Einlagen. Der Stresspegel dieses Tages war noch schlimmer. Im Laufe des zweiten Arbeitstages, merkte ich wie die Innenseite meiner beiden Fußknöchel zu schmerzen begann, dann wanderte der Schmerz langsam hoch zu den Endpunkten beider Schienbeine. Wenige Stunden später sprang der Schmerz plötzlich aus den Knien in die Handgelenke. Die folgende Nacht war nur schwer zu ertragen. Mexalen 500mg und Seracil 400mg wurden verschrieben, beides hatte 0 Wirkung gegen den Schmerz. Fieber hatte ich zu keiner Zeit aber hier und da schwitzte ich im Halsbereich. Blutlabor wurde aufgesucht. Die Schmerzen in den nächsten Tagen hatten immer dieselbe Erscheinung. In der Früh waren sie noch dort zu spüren, wo man mit ihnen eingeschlafen war. Im Laufe des Tages wurden sie weniger, verschwanden teilweise sogar ganz um die Mittagszeit. Dann kamen sie zurück und wechselten die Position: Knie, Handgelenke, Daumen, Füße, Schulter. Einmal waren sie nirgends nur in beiden Mittelfingern zu spüren. Zwei Tage später hatte ich sie eines Nachts in jedem einzelnen Gelenk gleichzeitig die mich nicht einschlafen ließen. Eines Tages musste ich die Arbeit verlassen, weil ich nicht mehr stehen konnte, der Schmerz war so groß, wie ich ihn nicht für möglich gehalten hatte. Im Spital konnten sie mir natürlich auch nicht weiterhelfen! Dennoch waren niemals äußerliche Reaktionen merkbar. Keine Schwellung, keine Rötung, nichts. Bald habe ich einen Reumatologen aufgesucht der mir Kortison ( Apredislon 25mg) Tabletten verschrieben hat. Eine in der Früh, eine am Abend. Die Schmerzen wichen um 95 % zurück. Das war großartig. Allerdings sollte ich das Medikament, das ich jetzt seit 10 Tagen nehme reduzieren und in dem Moment wo ich das tue, kommen dieselben Schmerzen genauso stark zurück wie vor einer Woche. Verschiedenste Bluttests machen lassen, alle ohne Auffälligkeiten! Ich bin echt am Verzweifeln, weil die Ärzte bis dato nicht weiterhelfen konnten. Und auf Kortison zu sein, ist kein idealer Zustand! Ich hoffe, dass mir irgendwer weiterhelfen kann. Vielen Dank!

Antwort
von farasi, 31

ist der rücken auch angeschaut worden?

durch die fehlbelastung des ersten beschriebenen tages kann es zu symptomen eines bisher unbemerkten bandscheibenvorfalls gekommen sein.  im rücken oder auch im HWS bereich.

möglich ist auch ein irritierter vagusnerv.

beides kann höllische schmerzen verursachen, die durch den ganzen körper wandern.

du solltest dich vielleicht beim orthopäden oder in einer chirurgischen praxis (sportarzt) vorstellen. bis du da einen termin hast, unbedingt ein schmerztagebuch führen - mit medikation, trigger-situationen u.ä.

gute besserung.

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