Wären Lebensberater eine Alternative zu fehlenden Psychologen?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo!

Ein anderer Titel oder eine andere Ausbildung bedeutet nicht, dass Jemand auf seinem Gebiet nichts taugt. Schließlich kommt es in erster Linie auf die Kunst an, sich auf den Menschen zu konzentrieren und einfühlsam auf ihn einzugehen, ihm Tips zu geben, wie er mit Problemen besser zurecht kommt.

Ein guter Lebensberater, zu dem du vertrauen hast, kann eine gute Alternative sein.

Schau mal die vielen ehrenamtlich tätigen Seelsorger an, die stündlich mehr Menschen helfen als so mancher Psychotherapeut!

Dankeschön für den Stern und LG!

0

Lebensberatung bezeichnet in Deutschland, Österreich und der Schweiz Maßnahmen zur psychosozialen Unterstützung in Lebenskrisen, Familienfragen und Problemen in der Arbeitswelt. Der Begriff beschreibt jedoch keine bestimmte Methodik oder spezifische Verfahren. http://de.wikipedia.org/wiki/Lebensberatung

Stehen psychologische Themen im Mittelpunkt der Lebensberatung, so wird sie rechtlich als Maßnahme aus dem Bereich der beratenden Psychologie gezählt. Lebensberater dürfen keine Krankheiten behandeln, außer sie sind als Psychotherapeuten, Ärzte oder Heilpraktiker dazu qualifiziert und befugt.

Ich schätze man wird über kurz oder lang in die Richtung gehen. Wenn irgendwo etwas fehlt ob Lehrer, Ärzte sagt man schnell es reicht ja auch ein "Fachmann".
So geht man dazu wieder über nicht einen Hausarzt zuschicken nun kommt eine Arzthelferin. mit PC Das soll es ja auch in der ehemaligen DDR gegeben haben allerdings sollen das ausgebildete Krankenschwestern gewesen sein. Nun auch vom Gericht ernannte Betreuer von Senioren brauchen keinerlei Ausbildung.

Ja und die Ärzte bekommen wenn die Internetverbindungen funktioniert die Auswertung und kommen nur in absoluten Notfällen. Das heißt wir werden bald froh sein wenn nach drei Stunden bei einer Gallenkolik ein Arzt kommt in etwa wie in Großbritannien egal ob der dann Deutsch spricht oder Französisch.... .

VG Stephan

Ich glaube, ich werde langsam verrückt...

Hallo,

vorab: es ist mir sehr wohl bewusst, dass ich erstens zum Psychologen muss und dass es zweitens hier keine gibt. Allerdings erweist es sich in meiner Gegend als schwieriger als erwartet, einen guten Therapeuten zu finden (bin mit Hochdruck auf der Suche), deshalb bitte ich um eire Einschätzung, da ich langsam wirklich das Gefühl habe, verrückt zu werden..

Zu meiner Vergangenheit:

  • jetzt 19 Jahre alt, weiblich

  • als Kind von Mutter (todunglücklich, verzweifelt, ich schätze depressiv) geschlagen und häufig angeschrien - habe sie trotzdem geliebt und tue es immernoch

  • Trennung der Eltern, als ich 10 war, Streitereien gingen vor mir und meinem kleinen Bruder weiter

  • Mutter starb nach langer Krankheit (Krebs), als ich 14 war - wohne seitdem bei meinem Vater bzw. jetzt seit einem halben Jahr alleine

  • mein Vater war schon immer sehr viel am arbeiten (min. 70h pro Woche), daher wenig Zeit - seit Krankheitsbeginn von meiner Mutter war ich deshalb sehr oft alleine (Bruder im Internat)

  • nie richtiges Vertrauensverhältnis zu beiden Eltern

  • beginnend mit 15/16: sexuelle Belästigung (verbal und körperlich), 2 1/2 Jahre lang - ist jetzt zum Glück vorbei, jedoch realisiere ich erst jetzt, wie sehr mich das belastet und "geschädigt" hat

  • in den belastendsten Situationen (Krankheitsbeginn meiner Mutter sowie kurz nach ihrem Tod) wurde ich jeweils von meinen damaligen besten Freundinnen quasi im Stich gelassen, einfach ein, pardon, schei* Timing...

Nun zu meinen psychischen Symptomen, wenn man das so nennen kann...:

  • Ich habe seit etwa 2 Jahre ein extremes Essverhalten. Regelmäßig überkommen mich richtige Fressanfälle, bei denen ich alles (vorwiegend süßes) in mich reinstopfe bis zum Geht-nicht-mehr. Dass ich dennoch "nur" etwa 10 Kilo zu viel auf den Rippen hab, kann ich mir nicht erklären. Anschließend habe ich solche Schuldgefühle, dass ich in letzter Zeit auch schon mit dem Finger im Hals vor der Toilette gekniet habe - es belastet mich sehr, aber anstatt besser zu werden verschlimmern sich diese Attacken nur (häufiger und heftiger). Ansonsten esse ich eigentlich relativ gesund - viel Gemüse, bes. Salat, Fisch, Vollkornprodukte, ich rauche nicht und trinke nur Wasser und Saft, seeehr selten Alkohol.

  • Des weiteren habe ich in letzter Zeit immer öfter an Panikattacken - mir schießen bestimmte, eigentlich nicht allzu schlimme oder verstörende Bilder durch den Kopf (habe - leider - ein sehr gutes bildliches Gedächtnis..) die mir extreme Angst machen. Ich habe vorhin z.B. eine Stunde gebraucht, bevor ich mich getraut habe, die Dusche zu betreten. Nur mit runtergelassenem Rollo am Badfenster und verschlossener Türe (nochmal - ich wohne alleine), aus Angst, die Bilder könnten plötzlich irgendwo auftauchen und JA ICH WEIẞ, ich bilde mir das ein!! Ansonsten bin ich immer sehr schreckhaft, vor allem was Geräusche angeht, des ist zT schon lächerlich...

den zweiten Teil poste ich in die Kommentare...
...zur Frage

Was möchtest Du wissen?