Vorzeit von der AOK raus?

4 Antworten

Ich würde dir auch raten, dich nicht gesetzlich zu versichern. Wenn du selbständig bist, musst du den gesamten Beitrag selbst bezahlen. Die Beiträge steigen ständig. Ich habe mit 300€ angefangen und war dann bei 600€ zum Schluss angekommen. Durch meine Altersteilzeit, bekam ich keine Zuschüsse mehr, konnte aber auch nicht mehr wechseln, das geht nur bis 55 Jahre.

Kann ja sein, dass du den Beitrag irgendwie absetzen kannst. Denke aber auch an später an die Rente. Da sparst du nur das Krankentagegeld, alles andere musst du selbst bezahlen oder in den niedrigsten Tarif gehen, da gibt es aber auch die wenigsten Leistungen.

Ich würde mich auch nie wieder privat versichern, wenn ich die Wahl hätte. Was jetzt so günstig aussieht, bezahlst du später doppelt und dreifach wieder drauf und das dein Leben lang. Es sei denn, es gibt doch nochmal eine Bürgerversicherung.

Ich kann dir nicht empfehlen zu wechseln. Meine Adoptiveltern, beides Ärzte, sind beide in einer gesetzlichen Krankenkasse. Viele Krankenkassen verlangen für Auslandsbehandlung extra noch Beiträge. Auch innerhalb der EU (z. B. Postbeamtenkrankenkasse). Die gesetzliche Krankenkasse hat die Mindestversorgung der jeweiligen Länder mit im Tarif versichert.

Im Alter steigt die Krankenkasse erheblich. Bekommst du kinder in der Familie dazu, kosten diese extra.

Vorteile bei der Behandlung privat gegen Gesetzlich? Viele Ärzte bekommen wegen Vorträgen bestimmter Patienten zusätzlich Geld von der gesetzlichen Krankenkasse. Das setzt aber voraus, dass die Patienten dieser Krankenkasse auch bei ihm Patient sind. Also hat der Arzt interesse daran, dass auch diese Patienten zu ihm kommen.

Bei der Überweisung zum Radiologen vom Facharzt ist die Leistung deutlich höher bei der gesetzlichen Versicherung als bei der Privaten. Überweisung vom Hausarzt ist es aber trotzdem umgekehrt. Überweist der Facharzt an den Radiologen zahlt die gesetzliche Versicherung das achtfache als vom Hausarzt. Die Privaten zahlen nur das 3-5 fache.

Meine Adoptivmutter als Schmerztherapeutin empfiehlt die AOK und ist selbst dort versichert. Sie hält wegen den schmerzenden Rücken für AOK-Patienten Kurse und erhält so einen erheblichen Beitrag, den sie mit privaten Versicherungen über den Mehrpreis nicht erreichen kann.

Mein Adoptivvater ist als Proktologe wieder ein Freund der DAK und der Techniker-Krankenkasse und gibt Ernährungskurse, damit es weniger Darmerkrankungen gibt.

Suche dir auf Grund deiner Gesundheit deine gesetzliche Krankenkasse aus. Ganz sicher wirst du damit auf langer Sicht besser fahren als mit einer privaten Versicherung

Wegen des Wechsels kann ich die leider nicht weiterhelfen. Aber warum willst du in eine private Vollversicherung? Ich bin durch meinen Mann seit 48 Jahren privat versichert. Wir zahlen zu zweit - ohne Zahnbehandlung - rund 1000 € im Monat. Dazu kommen noch pro Person 560 € Eigenanteil pro Jahr. Hilfsmittel, die gesetzlich Versicherte von der Kasse bekommen, sind im Katalog der Privaten nicht aufgeführt. Den Katalog habe ich trotz mehrfacher Bitte nicht bekommen. Ambulante Krankenfahrten? Nicht im Vertrag.

Könnte ich heute noch einmal entscheiden, würde ich eine günstige gesetzliche Kasse wählen, und für den Komfort 2-Bett-Zimmer und Chefarztbehandlung, oder Zahnbehandlung mit Implantaten entsprechende Zusatzversicherungen wählen.

Was möchtest Du wissen?