Von welchem Opiat wird einem nicht schlecht, Schmerzmittel brauche ich

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Hallo Senfbrot,

wenn Du bisher Paracetamol und Naproxen (NSAR) genommen hast wäre das nächste was man Dir anbietet Novalgin oder Tramal. Nun Tramal ist für Manchen nicht ganz so verträglich und Novalgin (Agranulozytose)

http://www.1-medikamente.de/metamizol/

Nun ich glaube kaum das Du Tilidin odgl. gleich bekommst. Ja und machst Du so etwas wie Progressiven Muskelentspannung nach Jacobson; (Schmerzambulanz)? Das Tilidin ist meines Wissens am verträglichsten. Man braucht aber ein spezielles Rezept,

VG Stephan

Prinzipiell ist Übelkeit eine Nebenwirkung aller Opiate. Daher ist es durchaus sinnig, ein Medikament (z.B. Vomex) gegen Übelkeit und Erbrechen zu verabreichen. Nicht nur bei Narkosen, sondern auch bei einer Schmerzbehandlung mit Opiaten. Es ist zwar kein 100%iger Schutz, aber die Erfahrung zeigt das es hilft.

Wenn Sie Opiate sagen, sprechen wir hier von Fentanyl, Morphin, ect. Sollten Sie nur Ibuprofen, Paracetamol, Novalgin, o.ä. einnehmen, sind das keine wirklichen Opiate. Aber auch hier kann eine Antiemetika-Medikation hilfreich sein.

Hallo!

Diese Frage kann man so pauschal nicht beantworten. Was nimmst du denn? Von welchem wird dir schlecht?

Grundsätzlich können alle Opiate als Nebenwirkung Übelkeit verursachen. Ob das dann bei einem Patienten zutrifft oder nicht, kann niemand vorhersagen, das ist bei jedem individuell verschieden.

Ich hatte z.B. mal eins (Fentanyl), von dem ich mich jeden Morgen erstmal übergeben musste. Wir haben dann zu einem anderen Opiat (Tilidin) gewechselt, da hatte ich keine Nebenwirkungen mehr.

Als ich letztes Jahr meine schwere Bauch-OP und die anschließenden Komplikationen hatte, habe ich ein anderes Opiat bekommen (Targin/Oxycodon), auch das habe ich ohne Übelkeit vertragen. Während einer stationären Schmerztherapie sollte ich auf ein anderes Mittel umgestellt werden, was laut Schmerztherapeutin sehr gut verträglich sein sollte. Ich hatte es aber gar nicht vertragen und war gottseidank in stationärer Überwachung, denn ich bin davon erstmal einige Stunden weggetreten gewesen (4 Std. Filmriss!). Ich bin dann wieder auf Tilidin umgestellt worden. Ich nehme das zwar jetzt in höherer Dosierung, habe aber trotzdem keine Nebenwirkungen.

Aber während meiner Schmerztherapie habe ich Mitpatienten kennengelernt, die eine hat von Targin nur gebrochen und die andere hat Tilidin nicht vertragen.

Du siehst also, das kann mal pauschal nicht sagen, da wird dir leider nichts anderes übrig bleiben, als gemeinsam mit dem Arzt zu überlegen, auf welches Mittel du ggf. wechseln kannst und dann musst du das einfach ausprobieren. Du alleine kannst ja sowieso nicht entscheiden, welches Medikament du bekommst, das geht ja immer nur in Absprache mit dem behandelnden Arzt.

Unabhängig davon: vielleicht kannst du auch ergänzend was gegen deine Schmerzen tun, z.B. Physiotherapie, Wärme, Kälte, Akupunktur, Osteopathie und auch Psychotherapie. Das nennt man dann multimodale Schmerztherapie. Das wäre vielleicht gut für dich, wenn du dir einen Schmerztherapeuten suchen würdest (falls du noch keinen hast). Die kennen sich auch bestens mit den Schmerzmitteln aus. Und es gibt auch andere Medikamente, die man ergänzend geben kann (Google auch mal nach Schmerztherapie).

Falls das mit der Übelkeit zu schlimm sein sollte, kannst du dir auch parallel was gegen die Übelkeit verordnen lassen, mir half da immer Vomex sehr gut.

Alles Gute, Lexi

Jetzt habe ich gerade deine andere Frage gelesen: die Mittel die du nimmst, sind normale NSAR, also normale Schmerzmittel, keine Opiate. Leider haben die meisten von denen Nebenwirkungen im Magen-Darm-Bereich. Kein Wunder, dass dir da auf Dauer schlecht von wird. Vor allem, wenn man die über einen längeren Zeitraum nimmt, passiert das häufiger, weil sie den Magen angreifen.

Du solltest dir vielleicht wirklich mal einen Schmerztherapeuten suchen. In manchen Kliniken gibt es Schmerzambulanzen, wo man hingehen kann, es gibt aber auch niedergelassene Schmerztherapeuten. Und mit dem solltest du dann ein Konzept erstellen, wie du deine Schmerzen in den Griff bekommen kannst. Und da du ja von einem Bandscheibenvorfall schreibst, kann man sicherlich auch mit anderen Methoden (z.B. KG, Entspannung, Akupunktur u.a.) Linderung schaffen. Ggf. solltest du auch mal über psychotherapeutische Betreuung nachdenken, denn da kann man dir auch Strategien vermitteln, wie du mit den Schmerzen besser umgehen kannst (Stichwort Schmerzverarbeitung).

Lies dir vielleicht auch mal diese Seite durch, ich finde sie sehr interessant: http://www.dgpsf.de/wasistschmerz.html

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@Lexi77

Das stimmt, ich nehme keine Opiate noch nicht, aber ich habe welche probiert.

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