Verstauchung/Bruch am Handgelenk erkennen?

1 Antwort

"Die schmerzen treten nur unter starken Belastungen auf. (14 Kg und aufwärts)" 

Dann lass es! Einen Schmerz sollte man weder provozieren noch ignorieren. Schmerz ist das Alarmsystem des Menschen und warnt uns, dass etwas nicht stimmt.

"Unter 14 Kg habe ich keinerlei Beschwerden. Auch im Alltag habe ich keine schmerzen im Handgelenk. Nur während des Bizepstrainings. Bei einem Bruch oder Riss müsste ich doch eigentlich ständig schmerzen haben oder?"

Nein, nicht ständig, aber bereits bei Bewegung, oder  sehr geringer Belastung.

 "Hätte ich mein Handgelenk verstaucht müsste dieser doch auch blau anlaufen und ebenfalls schmerzen?"

Das kann keine Stauchung sein. Blutergüsse ergeben sich nur bei innerer Gewebeverletzung mit Beschädigung blutführender Gefäße. Bei Dir kann es sich nur um ein Problem der Sehnen handeln, das aber noch nicht stark ausgeprägt ist. Sonst würde sich das auch bei weniger als 14Kg Gewicht bemerkbar machen.

Praktizierst Du dieses Krafttraining, speziell das Training mit freier Hantel, schon länger, oder trainierst Du erst erfolgreich seit kürzerer Zeit, z. B. weniger als ein halbes Jahr? 

Einen großen Fehler machen viele Beginner, wenn sie bereits nach kurzer Zeit spürbare Erfolge aufweisen können. Dieser Fehler ist, die Gewichte zu schnell zu steigern, sie in dem Maße zu steigern, wie die Muskeln an Kraft zulegen. Diese Erfolge wirken dann motivierend und der Trainingselan kennt keine Grenzen. Die (bis dahin unerkannte) Grenze aber ist die Geschwindigkeit, die unsere Sehnen vorgeben. Sehnen übertragen bekanntlich die Kraft der Muskeln auf die Knochen. Sehnen passen sich wachsenden Belastungen leider erheblich langsamer an, als es die Muskeln können. Muskeln sind durchblutet, erhalten also reichlich Nährstoffe. Sehnen dagegen müssen mit der Ernährung auskommen, die ihnen die Diffusion bietet, und das ist nunmal erheblich langsamer. Daher ist eine Sehne im Training sehr bald an der Belastungsgrenze, wohingegen der Muskel noch locker weiter steigern kann.

Daher meine dringende Vermutung, dass Du die Sehnen im Handgelenk beim Training mit zu hohem Gewicht überreizt. Der Kopf schützt in diesem Moment seine Sehnen, indem er einen Überlastschmerz aussendet. Wird dieser Schmerz ignoriert, was man nie tun sollte, blockt der Kopf die Belastung durch "Kraftlosigkeit", er setzt also zum Schutz der Sehnen die Bewegungsschmerzblockade ein.

Mein Tipp: Die Gewichte reduzieren, und zwar soweit, wie der Kopf die Belastung nicht blockt. Gib den Sehnen Zeit sich zu entwickeln, sich also der Muskelleistung anzupassen. Das geht sehr langsam, Du brauchst also nun Geduld. 

VG 



Hallo, vielen Dank für die Antwort. Ich trainiere nun seit 1,5 Jahren.

Also kann ich im Prinzip ohne "pause" mit weniger Gewicht weiter trainieren?

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@Fortyseven

Ja, das geht auch, aber für die Sehnen des Handgelenks wäre eine  längere Pause noch besser. Auf jeden Fall weniger Gewicht für den Biceps. 

Das in meiner Antwort beschriebene Prinzip gilt natürlich für alle Konstellationen Muskel/Sehne, kann also auch an anderen Bereichen auftreten. Besonders gefährdet ist die Achillessehne, denn die reisst eher plötzlich, als dass sie sich durch Schmerz bemerkbar macht und drohenden Schaden ankündigt. Daher bei der Beinpresse drauf achten, dass Du bei hohem Gewicht nicht etwa mit dem Vorderfuß drückst, um die Waden zu trainieren. 

Was die Sehnen auch noch entlastet ist, nach dem jeweiligen Gerät sofort den gerade eben trainierten Muskel ausgiebig zu dehnen, noch neben dem Gerät stehend. Meist wird, -wenn überhaupt -, nach dem gesamten Training etwas gedehnt, oft mehr gewippt (völlig falsch) als gedehnt, meist nur sehr eilig gedehnt, weil einem mal wieder die Zeit davon gerannt ist. Nicht, oder schlecht dehnen, lässt die Muskeln verkürzen, mit der Folge des Dauerzugs auf die jeweilige Sehne. Außerdem ist gutes Dehnen für den Muskel sehr wichtig, denn so wird er deutl. leistungsfähiger. LG

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