Vater, leicht Zuckerkrank, kippt um und weigert sich darüber zu reden..

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo, das hört sich alles nicht gut an. Am Schlimmsten finde ich die Schilderung mit dem Umkippen. Es könnte sich hier um einen Schlaganfall handeln. Er hätte eigentlich umgehend ins Krankenhaus gemusst oder ihr hättet einen Notarzt rufen müssen. Wenn das wieder passiert, sofort den Notarzt herzitieren. Wenn er dann ins Krankenhaus muss, würden sie ihn da ohnehin gründlich durchchecken, d.h. großes Blutbild machen und EKG sowie EEG. Ich würde an Deiner Stelle da nicht locker lassen, er sollte dringend zum Arzt!! Was würde denn passieren, wenn ihr einfach den Hausarzt mal bittet, vorbei zu schauen? Er würde ihm doch hoffentlich nicht die Tür vor der Nase zuschlagen. Ruf doch mal Euren Hausarzt an und schildere ihm die Situation, vor allem die Sache mit dem Umkippen!! Der nächste Schlaganfall kann tödlich enden. Viel Erfolg und alles Gute. Gerda

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Nun wenn der Hausarzt zum Hausbesuch kommt und der Hausarzt sagt einmal im Monat Termin bei mir wird er hoffentlich anders reagieren.

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Wenn bei jedem Kollaps ein Notarzt mit Blaulicht käme, würde das System binnen Minuten zusammen brechen.

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Danke für die Antworten. Ja, man hätte eigentlich gleich ins Krankenhaus fahren müssen, denn wenn er dann erstmal da ist würden die ihn checken, wie Du schriebst.

Hausärztin müsste ich mal fragen, aber alles (oder dan meiste), was sie machen kann, können wir auch (Blutdruck, Puls, Temperatur). Ist sehr schwer mit ihm, aber Gott sei Dank ist seit dem alles komischerweise wieder OK, nur halt dass er total inaktiv ist. Letztens hat meine Mutter es geschafft mit ihm den halben Tag in einen Laden nach Möbeln zu gucken.

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Jetzt ist der Super GAU eingetreten. Wir mussten Sonntag morgen den Notarzt rufen, weil mein Vater auf der Toilette saß und gekrampft hat, bzw. einen Schlaganfall hatte. Die Vorgeschichte kennt ihr ja. Mein Vater ist in letzter Zeit angeblich auf der Arbeit 2x mit dem Fahrrad gestürzt. Das letzte mal letzten Dienstag. Mittwoch ist er dann wegen Schmerzen und AU zur Hausärztin, die hat ihn nicht richtig untersuch, sonder nur einen Überweiseung zum Rötgen gegeben. Immerhin ist er seit 10 Jahren Patient bei ihr und bekommt seit ca.5 Jahren Tabletten gegen Diabtetes. Sie hätte wenigstens bei diesere Gelegenheit mal einen kompletten Check machen können/müssen. Zum Röntgen ist er nicht gegangem weil ihm das zu aufwändig war (Aufstehen, duschen, anziehen, war ihm wohl zu anstrengend). Er hat auch noch 2 Schmerzmittel bekommen, auf die er auch noch teiweise allergisch war (Salycylate), was die Ärztin eigentlich wissen müsste. Er hat dann verschieden Schmerzmittel (Ibuprofen, Voltaren,..) genommen und wohl zu wenig gegessen und getrunken. Sein Zuckerwert muss total in den Keller gegangen sein. Bis er am Samstag/Sonntag kollabierte. Der Notarzt meint, es sehe nach Schlaganfall aus. Sie haben ihn nun in künstliches Koma versetzt und der Schalganfall ist das geringste Problem im Moment. Er hat ein fortgeschrittene Blasenentzündung, kritische Zuckerwerte, mehrere gebrochene Rippen und auch noch allte Rippenbrüche. Der Neurologe hatte erst keine Indizien für einen Schlaganfall gefunden, aber dann später doch was gesehen wozu er meinte, dass es ein älterer Anfall gewesen sein muss (siehe mein erster Post!). Jetzt ist eine Lungenentzündung (starker Raucher) dazu gekommen und wenn die Giftstoffe nicht über Niere/Blase ausgeschieden werden, dann braucht er eine Dialyse. Es ist nicht absehrbar, ob er überlebt und wie lange er im künstlichen Koma bleiben muss und ob er jemals wieder aufwacht und sprechen kann.

Meine Mutter und ich sind ganz schön fertig und fragen uns natürlich, ob wir was hätten tun können. Er war praktisch seit mehreren Monaten(Jahren ?) richtig krank (Rippenbrüche, Schlaganfall, Blasenentzündung) und hat es nicht gemerkt oder wollte es nicht zeigen oder wissen. Er muss was geahnt haben, ist aber nicht zum Arzt und hat uns Geschichten über Fahrradunfälle erzählt. Das hat er sich vieleicht ausgedach, weil er selbst nicht wusste was passiert ist?! Ich habe sowas geahnt, da er ja 90% seiner Freizeit zu Hause im Bett lag. Man kam aber nicht an ihn ran, er hat immer alles abgewiegelt. Ich weiß auch nicht, ob er selbst wusste wie es um ihn steht!? Das müssen doch höllische Schmerzen gewesen sein (Rippenbrüche, Blasenentzündung). Er bekommt jetzt Salzlösung und ANtibiotika und wir müssen Abwarten.

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Es tut mir leid, dass es so kommen musste, und es ist verständlich, dass Ihr Euch fragt "hätten wir nicht noch was tun können??". Aber diese Grübelei bringt jetzt nichts. Lasst Deinen Vater erst mal wieder einigermaßen auf die Beine kommen (ich wünsche es Euch von Herzen!), dann könnt Ihr Euch immer noch Gedanken machen, was Ihr für ihn tun könnt.

Bei allem Schrecken seht es bitte positiv: Dein Vater ist jetzt in guten Händen, seine Vitalfunktionen werden ständig überwacht, er wird gründlichst durchgecheckt, eventuell neu eingestellt, ... und kommt hoffentlich gesundheitlich fitter heim, als er es bisher war.

Ganz gewiss hat Dein Vater sich vor den Ärzten regelrecht gedrückt, weil er genau wusste, wie schlecht es ihm geht und er das nicht hören wollte. Das ist unvernünftig und rücksichtslos gegenüber den Angehörigen, aber - er ist ein erwachsener Mann im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte. Die Entscheidung, ob bzw. wie er seine Gesundheit so rücksichtslos gegen die Wand fahren und sein Leben damit gefährden will, bleibt letztendlich ihm überlassen.

Ihr könnt nur hoffen, dass ihn die Zeit im Krankenhaus zum Nachdenken bringt. Alles Gute für Euch!

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Hallo! Das ist wirklich ein Riesenproblem und so richtig kann ich dir da auch keinen Rat geben. Ich kenne das selber auch, allerdings zum Glück in deutlich abgemilderter Form. Mein Vater (hat auch Diabetes) geht auch fast nie zum Arzt. Da muss er schon den Kopf unterm Arm tragen. Wenn er irgendwelche Beschwerden, Schmerzen oder so hat, dann sagt er uns das manchmal noch nicht einmal. Man merkt es ihm aber schnell an. Und wenn wir dann versuchen ihm gut zuzureden, zum Arzt zu gehen, dann kann es sogar passieren, dass er beleidigt ist. Ich mache mir da auch manchmal sorgen. Aber wir haben das Glück, wenn er einen guten Tag hat und meine Mutter gut auf ihn einredet, dann geht er auch zum Arzt. Irgendwie hört man so etwas recht oft von Männern...

Nur eine Idee zu dem von dir geschriebenen:

Wenn das nochmal vorkommen sollte, dass dein Vater "einfach so" umkippt, dann solltet ihr nicht zögern, einen Arzt / Krankenwagen zu rufen. Damit erreicht ihr zum einen, dass nichts Schlimmes in der Akutsituation übersehen wird und ihr erreicht außerdem noch, quasi nebenher, dass ein Arzt sich deinen Vater ansieht und ggf. weiteres veranlasst. Wenn ihr ihn sonst schon nicht zum Arzt bekommt, dann vielleicht auf diesem Weg. Ist zwar nicht schön, aber vielleicht die einzige Möglichkeit.

Zum Thema Motivation: Vielleicht kannst du ja mal mit deinem Vater sprechen, ob er nicht doch mal zum Arzt gehen will. Versprich ihm, wenn er das macht, dass du dann hinterher schön mit ihm ausgehst, einen Kaffee trinken oder was schönes Essen (auch wenn er wie du schreibst nur noch wenig ist). Meine Physiotherapeutin macht das mit ihrer Mutter immer so.

Das sind nur zwei kleine Ideen und sicherlich keine Lösung für dein/euer Problem. Aber vielleicht ein erster kleiner Schritt.

Ich wünsche dir alles Gute und viel Kraft!

LG, Lexi

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