unvollständige OP = Behandlungsfehler??? Was tun?

...komplette Frage anzeigen

7 Antworten

Hallo Lexi,

ich kann dir nur abraten, als erstes zu einem Anwalt zu rennen. Das kostet Zeit, Nerven und Geld und am Ende kommt nichts dabei raus. Eine Krähe hackt bekanntermaßen der anderen kein Auge aus.

Im Internet kannst du dich informieren, welche die für dich zuständige Schlichtungsstelle ist. Dahin solltest du dich als erstes wenden. Erst wenn die dir nicht helfen können oder wollen, wäre ein Anwalt der nächste Schritt.

Ich spreche aus leidlicher Erfahrung, der Anwalt kostete damals knapp 1000 Kröten, mit dem Ergebnis, dass nichts passiert ist.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Lexi77
29.03.2014, 11:50

Danke auch dir für deine Antwort.

Nun ich denke für eine erste Einschätzung könnte ich auch meine Anwältin fragen, bei der ich wegen meiner Unfallsache bin. Diese kenne ich sehr gut, habe auch mal bei ihr gejobbt, von daher denke ich, dass sie da keine großartigen Kosten berechnen würde.

Mein Hausarzt hatte mir das mit der Schlichtungsstelle bei der Ärztekammer auch schon gesagt. Sogar ohne, dass ich ihn danach gefragt oder darauf angesprochen hatte.

Aber ich denke inzwischen, dass ich sowieso erstmal abwarte, wie die zweite OP verläuft und was der neue Chirurg dann dazu sagt.

1

Hallo Lexi77!

Mit diesem rechtlichen Problem solltest Du dich mal an die Unabhängige Patientenberatung wenden. Die können Deine Befunde alle durch kompetente und vor allem unabhängige Ärzte überprüfen lassen und dir dann einen passenden Rat geben, wie Du weiter vorgehen kannst. Die Beratungsstellen findest Du in beigefügtem Link. Dort habe ich auch schon @uwechen mit seiner verpfuschten Hüfte hingeschickt. Er wurde sehr kompetent und gut beraten. Nun läuft ein neues Gutachterverfahren, was nach der Intension der UPD (!) von seiner KK veranlasst wurde! Die UPD sehe ich als erste Adresse bei solchen Fragen an. Viel Glück!!!

http://www.unabhaengige-patientenberatung.de/upd-beratungstellen.html

Alles Gute wünscht walesca

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Lexi77
19.05.2014, 17:12

Habe inzwischen mit der UPD Kontakt aufgenommen. Die konnten mir aber auch nicht wirklich weiterhelfen, haben mir letztendlich nur den Rat gegeben, dass ich mich an die Schlichtungsstelle der Ärztekammer wenden soll.

0

Hallo,

es stimmt, dass die KK eingeschaltet werden muss. Aber es ist bekannt, das der MDK nicht immer nur die Interessen des Geschädigten verfolgt. Sofern eine Rechtsschutzversicherung besteht, sollte hier auch jeden Fall ein Fachanwalt eingeschaltet werden. Denn nur er kann die Interessen des Mandanten voll vor Gericht vertreten. Sicherlich ist eine Police teuer, doch im Verhältnis zu den Gerichtkosten und die des Anwaltes sind sie eher als moderat anzusehen. Mehr Infos zu Anwälten und Gerichten gibt es auch auf http://www.rechtsschutzversicherungen-testberichte.de/.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hallo Lexi77,

ich hatte vor vielen Jahren einen medizinischen Fehleingriff an meinen Füßen durchlebt. Leider kam ich vor Gericht nicht gegen den Arzt an.
Aber am besten wäre es, Du wendest Dich an einen Anwalt für Medizinrecht. Bei dem Anwalt würdest Du wohl die beste Beratung erhalten.
Aber, schlussendlich ist eine halb durchgeführte OP nicht ordnungsgemäß. Du begibst Dich ja im Vertrauen in die Hände des Operateurs und da hat er auch ordentliche Arbeit zu leisten. Jedem kann mal ein Fehler passieren, aber Du bist kein Auto, wo man mal was vergessen kann. Hier geht es im Deinen Körper. Mein Rat, geh zu einem Anwalt.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hallo Lexi, meiner Ansicht nach ist das ein grober Behandlungsfehler. An Deiner Stelle würde ich zu einem Anwalt gehen und mich beraten lassen, wie Du hier vorgehen kannst. Es gibt einige Anwaltskanzleien, die sich auf medizinische Behandlungsfehler spezialisiert haben. Wenn Du unter dem Stichwort "Anwälte med. Behandlungsfehler" googelst, wirst Du da einige aufgelistet bekommen. Ich habe mich für Dich erkundigt - normalerweise erstattet man zuerst Strafanzeige und da kann man ein zivilrechtliches Verfahren dranhängen. Wenn eine Strafanzeige bereits eingegangen ist, wird das zivilrechtliche Verfahren dann relativ schnell eingeleitet. Aber wie gesagt, erkundige Dich lieber vorher. Alles Gute. Gerda

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von gerdavh
29.03.2014, 11:22

Francis hat da ja wohl schlechte Erfahrungen gemacht. Hast Du eine Rechtsschutzversicherung? Dann musst Du Dir wegen der Anwaltskosten keinen Kopf machen. Je nachdem, was Du für eine Versicherung abgeschlossen hast, bezahlen die den Anwalt und alle Gerichtskosten. Ich habe da positive Erfahrungen!!!. Und selbst wenn Du keine Rechtsschutzversicherung haben solltest, ein einmaliges Informationsgespräch bei einem Rechtsanwalt kostet keine 1.000,-- Euro.

So läuft das ab, wenn Du Strafanzeige erstattest, das kostet erstmal überhaupt nichts

http://www.sta-darmstadt.justiz.hessen.de/irj/STA_Darmstadt_Internet?cid=d10e9140ed337dd9b03dc7df0a82e064

0

Hallo,

bei dem Verdacht eines Behandlungsfehlers,kannst Du Dich an Deine Krankenkasse wenden!Du bekommst eine Beratung usw.! Der MDK schaltet sich dann ein(fordert Gutachten etc.an). Vielen ist so schon geholfen worden!

Hier kannst Du mal lesen:

www.bmg.bund.de/praevention/patientenrechte/behandlungsfehler.html

Alles Gute,

AH

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Lexi77
29.03.2014, 11:46

Danke für deine Antwort und den Link. Die Seite hatte ich auch schon gefunden. ;-) Weißt du denn, ob private Krankenversicherer so eine Beratung auch machen? Ich glaube ich muss mal auf der Internetseite des Versicherers suchen...

2
Aber am besten wäre es, Du wendest Dich an einen Anwalt für Medizinrecht. Bei dem Anwalt würdest Du wohl die beste Beratung erhalten.>

Ohne Fachanwalt hat man hier sicher keinen Erfolg, helfen kann auch eine wenn vorhandene Schlichtungsstelle.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?