Umstellungsosteotomie - Heilung?

1 Antwort

Du wirst hauptsächlich vom Kopf ausgebremst. 

Die Kraft ist, wenngleich vermutlich etwas gemindert, da, aber der Kopf hemmt die Bewegung in Erwartung des dabei entstehenden Schmerzes. Du hast also nur eine Schmerzblockade. 

Die Beugung und später auch das Auftreten werden auch überwiegend vom Kopf verhindert, bzw. gemindert, eben um den Schmerz am Gelenk zu vermeiden. Das ist ein natürlicher Schutzreflex der nicht zu vermeiden ist, denn der ist genetisch angelegt. 

Durch die Physiotherapie wird dem Kopf step by step klar gemacht, "na bitte, geht doch", dadurch verbessert sich die Beweglichkeit step by step immer weiter. 

Unter Narkose könnte das Knie sicher komplett gebeugt werden, es ist also keine mechanische, nur eine psychische Bremse/Blockade eingebaut.

Die raumfordernde Schwellung behindert die Beugung natürlich auch etwas, aber sicher nicht im gleichen Maße, wie der Kopf die Beugung verhindert.

Mach Dir/Deinem Kopf keinen Vorwurf, es ist völlig natürlich. Wobei es natürlich von Mensch zu Mensch Unterschiede in der Ausprägung der Bewegungshemmung gibt. 

Mach Du so wie bisher weiter, Du solltest jetzt das Üben nicht forcieren nach dem Motto, ist ja nur der Kopf der bremst und viel hilft viel. Je heftiger der Schmerz dann beim Üben ausfällt, umso heftiger wird wieder die wieder die Schmerzblockade. Also, Geduld und immer schön sachte mit den jungen Pferden. LG

Danke für Deine Antwort Winherby. 

Dann weiss ich auf jeden Fall das ich das mit "bis zur Schmerzgrenze üben" ned auf Dauer geht. 

Was mir aber immer noch komisch vorkommt ist, dass diese Kniescheibensehne viel schneller wehtut. Ich mein, klar, sie muss das gewicht vom unterschenkel halten können. Aber, wenn ich stehe, den oberschenkel leicht anhebe und dann versuche den unterschenkel auch zu heben, geht das vielleicht mal grade 10 cm. Naja, dann kommt der schmerz leider schon und die sehne "verkrampft sich" und ich kann danach auch nicht mehr normal beugen. Nach ein paar minuten gehts dann. 

0
@Bienal

Mit "bis zur"  Schmerzgrenze ist das etwas "grenzwertig" ausgedrückt. 

Bis "an", bis "auf", bis "über" - die Schmerzgrenze, das wären die drei Stationen die möglich sind.

Bis an die Schmerzgrenze bedeutet, noch kurz vor dem Einsetzen des Schmerzes die Bewegung stoppen, doch damit erweitert sich der Bewegungswinkel nicht, ist also kontraproduktiv. 

Bis über die Schmerzgrenze hinaus bewegen, damit löst Du jedesmal heftigen Schmerz aus, damit aktivierst Du aber die Schmerzhemmung, das verhindert ebenfalls die Erweiterung des Winkels, also auch kontraproduktiv.

Bis auf die Schmerzgrenze wäre somit auch hier der goldene Mittelweg. Es sollte die Bewegung soweit geführt werden, dass Du zwar einen beginnenden Schmerz spürst, der aber noch so gut erträglich ist, dass davon nicht die Schmerzhemmung ausgelöst wird.

Das ist leider ein sehr enger Bereich innerhalb der Bewegung im Grenzbereich, also eine kleine Gratwanderung. Doch je mehr Du übst, Dich vorsichtig an diesen Bereich herantastest, umso eher stellt sich das Gefühl für diesen schmalen Bereich ein, Deine Wahrnehmung dafür wird geschärft. 

Wenn Du also Deine Bewegung immer bis auf die Schmerzgrenze führst, kannst Du einerseits den Bewegungsspielraum immer mehr erweitern, dabei andererseits die Bewegungshemmung vermeiden. Das dürfte für die optimale Rekonvaleszenz sorgen.

Deine Patellasehne kann nicht schmerzen, - mangels Schmerzrezeptoren. Sie kann auch nicht verkrampfen, mangels Kontraktionsvermögen. Eine Sehne ist ein faseriges, zähelastisches Knorpelgewebe ohne Schmerzrezeptoren, die lediglich die Kraft eines Muskels über ein Gelenk hinweg an den korrespondierenden Knochen weiterleitet. Nur so ist die Bewegung eines Gelenkes möglich.

Was Du also bei der beschriebenen Übung spürst ist das der Sehne umliegende Gewebe, dass durch Op und Schwellung gereizt ist. Und der einsetzende Schmerz nach 10cm löst die Hemmung aus, die ich oben nun ausführlich genug beschrieben habe, verkrampfen kann dabei nur der Muskel, also der Quadriceps im Oberschenkel, dessen Kraft die Sehne weiterleitet. LG

0

Knieschmerzen nach Fahrradsturz

Hallo,

im Juli letztens Jahres, hatte ich einen Fahrradsturz. Da ich nicht mehr laufen konnte, wurde ich mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Im Krankenhaus wurde ein Röntgen gemacht, worauf nicht zu sehen war. Dann habe ich eine Mecrom-Schiene und Gehstützen bekommen, die ich bis zum MRT-Termin 5 Tage später anbehalten sollte. Beim MRT konnte man einen mega großen Gelenkerguss sehen. Der Arzt sagte: "Das Knie ist zertrümmert". Daraufhin habe ich die Anweisung bekommen die Mecron-Schiene weg zu lassen und nur noch die Gehstützen zu benutzen. Das Knie sollte auch keine Flexion über 45° haben. Eine Lymphdrainage wurde mir auch verschreiben.

Als ich die Gehstützen nach 6 Wochen abgesetzt habe, war erstmal alles gut. Aber dann bekam ich wieder Schmerzen im Knie beim Treppensteiegen, Springen und schnell laufen. Also bin ich wieder in die Uniklinik gefahren und dort habe ich dann, nach Abtasten, die Diagnose "Patellaspitzensyndrom" bekommen. Also wurde ich wieder zur Physiotherapie geschickt. Aber diesmal habe ich einen Fehler gemacht. Ich bin zu einer Praxis gegangen, bei der nur massiert wird, obwohl ja der Muskel verkürzt ist.

Da das nichts gebracht hat, bin ich zum normalen Ortopäden gegangen, der gesagt hat, dass ich "Patellasublukation" habe. Aber damit er sich sicher gehen kann, hat er mich zum MRT geschickt, worauf nicht zu sehen war, außer noch ein kleiner Gelenkerguss. Also wurde wieder die Diagnose "Patellaspitzensyndrom" gezogen und ich wurde wieder zu einer Physiotherapie geschickt. Diesmal habe ich mir eine gute ausgesucht, die auch Dehnübungen macht. Zumal war der erste Physiotherapeut, der nur massiert hat gelernte Mechatroniker. Er sagte mir, dass er Physiotherapie im Internet gelernt hat!

Was kann ich noch für Übungen machen? Es geht einfach nicht weg.

Ich bin 13 Jahre alt und treibe norml viel Sport. Schwimmen, Fahrrad fahren und Schulsport.

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?