Umarbeiten Teleskopprothese?

2 Antworten

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Das läuft unter Reparatur / Erweiterung einer Prothese und wird von der Kasse - je nach Bonus - bezuschusst. Bist du Geringverdiener und fällst unter die 100% Regel, übernimmt die Kasse die Kosten vollständig. Bist du dir hierbei nicht sicher, frage bei deiner Kasse nach. Wenn ja, sage das deinem Zahnarzt, da in diesem Fall der HKP vor der Abrechnung von der Kasse genehmigt werden muss

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Die Teleskoprothese ist noch ganz neu. Erst mal war das ganze 500 € teurer als im HKP, dann ging dabei ein Zahn zu Bruch und die Wurzelkanalbehandlung kostet auch nochmal 600 €. Langsam wächst mir das ganze über den Kopf. Wenn das so weiter geht, bin ich verschuldet und hab keine Zähne mehr.

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Auch wenn die Prothese neu ist, muss sie bei Zahnverlust erweitert werden.

Der HKP ist nicht nur ist einerseits dazu da, die Leistungen und den Festzuschuss von der Kasse genehmigt zu bekommen, sondern auch für dich ein Kostenvoranschlag. Bei einem Mehrpreis von 500 € - ohne dass man dir das vorher gesagt hat - lief bei der Aufstellung des HKP etwas falsch. Damit die Kasse den Zuschuss für die Teleskope bezahlt, müssen bestimmte Kriterien erfüllt sein. Sind sie es nicht, bezahlt die Kasse statt dessen eine Krone, und an der Prothese Klammern. Willst du statt dessen Teleskope, ist das eine Privatleistung. Diese muss auch im HKP angegeben werden, und dann sollte das Computerprogramm in der Lage sein, die Laborpreise einigermaßen richtig zu schätzen. Ausserdem hat man Erfahrungswerte; ein Preisunterschied in der Grösse müsste auffallen. Aber wie heißt es so schön: Das Computerprogramm ist nur so gut wie der, der damit arbeitet.

Eine Wurzelkanalbehandlung ist eigentlich eine Kassenleistung. Mit der Einschränkung, dass die Kasse gesetzlich verpflichtet ist nur solche Leistungen zu bezahlen, die wirtschaftlich sinnvoll sind. Welche das sind, ist sehr genau vorgeschrieben, und nach meiner Erfahrung in 30 Jahren auch ausreichend. Natürlich gibt es auch bei der Wurzelkanalbehandlung einen medizinischen Fortschritt, aber den darf die Kasse nicht bezahlen. Der Zahnarzt darf ihn aber anbieten - dann muss er aber die gesamte Wurzelbehandlung privat berechnen. Eine Zuzahlung - wie bei Kunststofffüllungen im Seitenzahnbereich - ist leider nicht erlaubt. Die Diskussion, ob die zusätzlichen Leistungen die Langzeitprognose bei Wurzelkanalbehandlungen verbessern, wird seit Jahren geführt.

Unabhängig davon muss der Zahnarzt dem Kassenpatienten neben der Privatbehandlung eine Behandlung nach den Kriterien der Kasse anbieten. Und natürlich ist der Zahnarzt davon überzeugt, dass die Privatbehandlung besser ist. Sonst würde er sie ja nicht machen. Der Dumme ist dabei der Patient, der eine Entscheidung treffen soll, die er gar nicht treffen kann. Also verlässt er sich auf den Rat des Zahnarztes. Wenn der Zahnarzt eine Klientel hat die bereit ist, 600 € für eine Wurzelbehandlung zu zahlen, und wenn er auf die Patienten, die das nicht können, verzichten kann - schön für ihn. Wir könnten es nicht.

Mein Rat: Beende die prothetische Behandlung, zahle die Rechnungen, und suche dir einen Zahnarzt, der Wurzelbehandlungen mit der Kasse abrechnet.

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@mariontheresa

Mir hat die Krankenkasse jetzt gesagt, dass das noch unter Garantie fällt, wenn während der Behandlung ein Zahn kaputt geht und die Teleskopprothese angepasst werden muss. Und wenn ein anderer Zahnarzt die Kronen, um z. B. eine Wurzelkanalbehandlung durchzuführen, verfällt die Garantie komplett.

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@Otto4444

Das ist richtig, war aber aus deiner Frage nicht ersichtlich. Es wäre einfacher, wenn eine Frage so gestellt wird, dass für die Beantwortung wichtige Punkte, wie die Tatsache, dass die Teleskopprothese noch nicht endgültig eingesetzt wurde, auch erwähnt werden.

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Das solltest Du direkt bei Deiner Krankenkasse erfragen !

Man kann auch den Zahnarzt fragen.

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