TV-Serie! Greys Anatomy, wie viel ist wahr?

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OA Dr. Adolf Zoll ist Anästhesist und Notarzt im Krankenhaus Dornbirn. Wie hoch ist an „Dr. House“ der medizinische Wahrheitsgehalt? Und wie realistisch operieren „McDreamy“, Meredith Grey und Co. wirklich? „Die Serie Greys Anatomy habe ich noch nicht besonders oft gesehen“, gesteht Zoll, „aber vom ersten Eindruck her ist diese Serie aus medizinischer Sicht nicht allzu realistisch und eher just for fun.“ Vergleiche er verschiedene Arztserien, erscheine ihm „Emergency Room“ am realistischsten: „Da ist gutes Equipment dahinter, und es passt vieles. Einmal habe ich mir bei einer Folge für mich selbst gedacht, da würde ich jetzt diese und jene Medikamente verabreichen - und in der Serie waren es die selben!“ Natürlich ist laut dem Oberarzt alles viel zu schnell und übertrieben dargestellt. Als Beispiel nennt er „Medicopter 117“. „Aber man muss solche Serien natürlich spektakulär darstellen.“ Ärgert es ihn als Arzt, solche Szenen zu sehen? „Aber nein“, schmunzelt er, „da müsste sich ja jeder Kriminologe über Krimi-Serien ärgern. Natürlich haben Arztserien mit Medizin oft nur wenig zu tun, aber es zählt in erster Linie die Unterhaltung und der Spaßfaktor.“

„Serien sind gut inszeniert“

Jacqueline Seiser arbeitet als OP-Schwester im Krankenhaus Dornbirn. Was hält sie von Arztserien? „Die Ärzteserien bestechen mehr mit den Handlungen als mit medizinischer Fortbildung. Grey ist kein Lehrfilm über hygienische Vorschriften - vor allem bei den Szenen in den OPs, da schmunzelt unsereins. Mir fällt auf, dass mit sterilen Handschuhen nicht ordnungsgemäß umgegangen wird, man sich normalerweise nicht die Hände ohne Mundschutz desinfiziert usw. Die Serien sind aber gut inszeniert - US-amerikanische Dramaserien, die die Menschen fesseln.“

http://www.vol.at/arztserien-sind-pure-unterhaltung/news-20100331-12061989

:) danke!

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