Trauerzeit, wie habt Ihr das bewältigt?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo gerdavh!

Ich möchte jetzt nicht mit dem abgedroschenen Spruch "die Zeit heilt....." kommen, aber es ist tatsächlich so und wird auch bei dir so sein. Ich weiß auch das dir das jetzt nicht hilft, du wirst dir viell. auch denken: Du hast ja keine Ahnung wie es mir geht. Aber ich kann dich sehr gut verstehen, auch ich war in dieser Situation und ich war noch sehr jung als ich einen für mich sehr wichtigen und geliebten Menschen verloren habe.

Ich kann dir jetzt auch keinen Zeitraum sagen, aber ich kann dir sagen das sich deine Gedanken verändern werden, du wirst irgendwann soweit sein das du sagen kannst das es schön ist deine Mama solange gehabt zu haben.

Du darfst nie damit aufhören an sie zu denken, du darfst auch traurig sein und weinen, Tränen befreien und du mußt nicht immer stark sein, niemand muß das.

Mit der Zeit wird es leichter, du kannst an sie denken ohne weinen zu müssen, du wirst auch wieder lachen können bei dem Gedanken was sie viell. zu irgendetwas gesagt hätte od. in einer bestimmten Situation gemacht hätte.

So hart das jetzt klingt aber viell. kannst du versuchen das ohne Hilfe zu überstehen (bitte nicht falsch verstehen, ich habe absolut nichts gegen Homöopathie) aber durch diese schwere Phase solltest du ganz allein durch, alle Erinnerungen, gute wie auch schlechte, ganz allein durchmachen, irgendwann wird es leichter, denk daran das deine Mama stolz auf dich wäre!

Ich hoffe ich konnte dir ein wenig helfen und dir etwas Mut machen und ich wünsche dir viel Kraft!

Liebe Ente63, vielen Dank für Deine ausführliche, anteilsvolle Antwort. Ich denke auch, dass Du mit Deiner Einschätzung richtig liegst und es einfach bei manchen viel Zeit braucht. Deine nette Art auf mich einzugehen, hat mir schon mal ganz gut getan. Ich will halt meiner Familie nicht so oft was vorheulen. Mein Sohn geht zwar immer sehr nett auf mich ein, er ist aber erst 14. Ich denke, dass ich ihn da nicht so belasten sollte. Mein Mann sagt meistens "Sei doch glücklich, dass Du solch ein Verhältnis zu Deiner Mutter hattest. Ich wünschte, ich hätte das auch gehabt". Derartige Aussagen helfen nicht wirklich weiter. Schreib mehr. Gerda

1
@gerdavh

Jeder trauert anders, Männer meist still und in sich gekehrt das heißt aber nicht das sie weniger traurig sind, sie gehen nur anders damit um. Dein 14 jähriger Sohn ist auch traurig aber eben in einem Alter wo er sich selbst erst finden und entwickeln muß, auch er geht anders damit um.

Kannst du etwas finden wo du deiner Mama nahe sein kannst, das kann alles sein, muß aber nicht am Friedhof sein, stille Zwiesprache mit ihr halten auch das kann helfen. Wenn dir zum Weinen ist und du die Familie nicht belasten möchtest, zieh dich zurück, auch allein kann man wieder Kraft schöpfen.

Alles Liebe!

0

So eine Trauer ist ganz normal. Auch ich habe lange um meine Mutter getrauert, obwohl ich sie jahrelang gepflegt habe und es manchmal ziemlich belastend war, auch ihre Art war nicht immer einfach. Was mich am meisten mitgenommen hat, war diese Endgültigkeit. Nie wieder kann ich........... Es hat bei mir ein halbes Jahr gedauert, dann habe ich langsam wieder zu mir gefunden. Ich beziehe sie immer in mein Leben ein. Ich lächle ihr zu und manchmal unterhalte ich mich mit ihr. Sie lebt in meinem Herzen weiter.

Liebe dinska, auch meine Mutter war längere Zeit ein Pflegefall. Sie hatte mehrere Schlaganfälle und Alzheimer. Als sie damals gestorben war, war ich in den ersten Tagen sogar fast froh für sie, dass sie nicht länger leiden musste. Meine Mutter lebt auch in mir weiter, obwohl ich nicht religiös bin, aber es tut im Moment sehr weh. Ich denke mal, dass das auch daran liegt, dass sie in diesem Monat vor einem Jahr beerdigt wurde. Mit meinem Vater kann ich nicht darüber reden, da werde ich immer abgeblockt. Alles Gute. Gerda

0
@gerdavh

Du musst eine Einstellung dazu finden. Deine Mutter würde es bestimmt nicht wollen, dass du dich elend fühlst und leidest. Also versprich ihr, dass du alles tun wirst, damit es dir gut geht. Ich bin auch nicht gläubig und mit Religion hat das gar nichts zu tun, sondern mit dem inneren Frieden und den musst du finden.

2

Hallo @gerdavh....

Trauer ist eine große Wunde und die Heilung braucht Zeit. Trauer kann nur überwunden werden wenn sie zugelassen wird.Tränen gehören zur Trauerarbeit und sollten auch nicht immer durch Ablenkung unterdrückt werden.Nur viele Menschen bleiben in dieser Phase der Trauerarbeit stecken und sind dann nicht mehr offen fürs weitere Leben.Das kann man versuchen zu verhindern indem man den Tod akzeptiert und nicht mit Schuldgefühlen oder Wut reagiert.Sonst kann sich die Wunde nicht schließen. Versuche Hilfe zu akzeptieren.Auch Trauergruppen helfen in der Zeit der eigenen Ohnmacht!

Und....sei nicht traurig das sie von Dir gegangen ist, sondern denke immer daran wie schön es war sie solange gehabt zu haben....!

Du schaffst das!!!Ich drücke Dir ganz fest die Daumen !!!

LG von AlmaHoppe

Liebe Alma, ich kann nun wirklich von mir nicht sagen, dass ich meine Trauer unterdrücke. Ich weine ziemlich oft, danach geht es mir dann auch wieder etwas besser. Die Idee mit der Trauergruppe ist gar nicht so schlecht, kann mich hier vor Ort ja mal über Angebote informieren. War letzthin so schlecht drauf, dass ich im Internet nach Psychotherpeuten geschaut habe. Habe das aber nicht verwirklicht. Danke für die Anteilnahme. Gerda

1

Seit zwei Monaten traeume ich nachts von meiner verstorbenen Mutter

Hallo! Meine Mutter ist seit einigen Jahren verstorben! !!! Jetzt treten jede, aber auch wirklich jede Nacht traeume mit meiner Mutter auf! !!! Es sind zwar keine schlimmen oder traurige Traeume, aber da das alles wieder hochkommt, ist es sehr belastend fuer mich! !!! Deshalb gehe ich auch vor vier Uhr morgens nicht schlafen, weil ich denke, jetzt wieder ein Traum von meinern Mutter! !!! Meine Therapeutin und ich haben Uns gegen Schlaftabletten entschieden und erst mal alles so zu lassen, und nur wenige Stunden zu schlafen! !!!! Wir versuchen in Gespraechen auf den Grund zu kommen, doch bis jetzt ohne Erfolg! !!! Hat Jemand das schon mal erlebt? ?! Was habt Ihr dann gemacht? ??? Wie immer bin ich ueber jeden Tip und Ratschlag dankbar! !!! Ach noch etwas, eine Trauerbewaeltigungsgespraeche habe ich gemacht !!!! Danke

...zur Frage

Allergieauslöser Wellensittich?

Hallo Wir haben 3 Wellensittiche und seidem wir Sie in die Stube gestellt haben ist unser 3Jähriger Sohn fast jeden Monat Erkältet.Kann es sein das Sie der Auslöser sind? Ich muß noch dazu sagen,meine Mutter hatte Springsittiche,und hatte das gleiche Proplem,ständig Erkältet und immer irgendwie Krank gefühlt.Seidem sie die Vögel Schwerenherzens abgegeben hat,war alles vorbei.Kennt jemand das gleiche? Vielen Dank im vorraus für die Antwort(en)

...zur Frage

Anonyme Bestattung - erschwerte Trauerbewältigung?

Hallo ihr Lieben, was haltet ihr von anonymer Bestattung? Ich selbst habe leider Erfahrungen damit gemacht, die ich anderen ersparen möchte. Meine über alles geliebte Großmutter ist im August 2008 gestorben. Ein halbes Jahr später mein Großvater. Meine Mutter sprach davon, sie hätten sich eine anonyme Bestattung gewünscht um uns nicht zur Lust zu fallen. Ich war strikt dagegen, ich wollte einen Ort haben, an dem ich meine Großeltern besuchen kann, mit ihnen sprechen kann, ihnen Blumen bringen kann...ein richtiges Grab. Ich konnte mich nicht durchsetzen. Durch gewisse Umstände verdrängte ich sämtliche Trauerarbeit und erkrankte an einer Depression. Ich traue mich bis heute nicht auf den Friedhof zu gehen. Vor dieser großen Wiese zu stehen...wo hunderte Menschen begraben liegen. Mittlerweile bereuhen es auch meine Eltern, eine anonyme Bestattung gewünscht zu haben. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, an dem ich meine Trauerarbeit aufholen möchte. Ich möchte sie spüren, möchte auf den Friedhof gehen, möchte Blumen niederlegen,...doch wie kann ich sie am besten erreichen? Habt auch ihr Erfahrungen mit anonymer Bestattung gemacht? Ich möchte niemanden eine anonyme Bestattung raten. Meine Meinung ist, es fehlt ein großer Teil der Trauerbewältigung...ich weiß nicht wie ich es anstellen soll. Ich hoffe auf einige Antworten von euch! Liebste Grüße, Janna

...zur Frage

Magersucht-Kur ohne vorherige ambulante Therapie?

Ich leide seit fast einem Jahr unter Magersucht,gepaart mit Bulemie und es hat ziemlich lange gedauert,ehe ich das eingesehen habe.Ich hab mit meinen Hausärzten darüber gesprochen (ehe man einen Therapeuten bekommt vergehen Monate!) und wir hatten es einigermaßen wieder im Griff...dachte ich jedenfalls...heute gehts mir schlechter als je zuvor...ich esse im Gegensatz zu den Monaten vorher gar nichts mehr,jeder Versuch scheitert vor der Toilette!Kann ich auch ohne eine vorherige ambulante Therapie eine Kur beantragen?Ich hab das Gefühl keine Zeit mehr zu haben,mein Burn-out legt jeden Tag einen Schritt zu...

Ich hoffe mir kann hier jemand helfen.... LG Chrissi

...zur Frage

Geänderte, falsche Diagnose im Therapieabschlußbericht ohne mein Wissen

Im Mai 2010 bekam ich nach 2maligem 3wöchigen Klinikaufenthalt die Diagnose: Borderline-Persönlichkeitsstörung. Es folgte ein großer Leidensweg. Nach 6wöchiger Reha (Diagnose erneut Borderline) fand ich eine Klinik, die nach neuesten Kenntnissen arbeitet und nach langer Wartezeit, 6 Anamnesegesprächen vorstationär (Diagnose erneut bestätigt von der Therapeutin, die die Aufnahmegespräche durchführte) einen Aufnahmetermin für 19. April 2011. Die Therapie nach DBT endete vollstationär am 12. Juli 2011. Am 08.07.2011 kurz vor meiner Entlassung gab mir die mich begleitende und unterstützende Therapeutin während dieser Zeit meinen Abschlußbericht zum gegenlesen. Bis auf kleinere Änderungen hat sich die Diagnose weiterhin bestätigt. Am 11.07.11 ein Tag vor meiner Entlassung bekam ich einen vollständig geänderte Diagnose, mit der ich überhaupt nicht einverstanden bin und diese auch nicht nachvollziehen kann. Während des gesamten Aufenthaltes in der Klinik wurde ich auf Borderliner behandelt und nie wurde ich auf irgendeine andere Krankheit aufmerksam gemacht, geschweige dass sich die Diagnose geändert hat und ich diese Krankheit gar nicht habe. Ich habe am 12.07.11 Einspruch gegen den Abschlußbericht erhoben und werde die Begründungen nachreichen. Wie kann ich verfahren und wie sind meine Rechte? Mit freundlichen Grüßen Ute Sparks

...zur Frage

Warum stellt sich auch 3 Monate nach der OP zur Behebung des Karpaltunnelsyndroms keinerlei Besserung ein?

Meine Mutter (75J.) wurde vor 3 Monaten an der Hand operiert (Karpaltunnelsyndrom). Doch anstatt der erhofften Linderung bzw. Beseitigung der Beschwerden durch die OP ist noch immer alles so wie vorher. Heftige Schmerzen, Kribbeln und Taubheitsgefühl in Daumen und Mittelfinger. Richtig zupacken oder etwas festhalten mit der Hand sind nicht oder nur bedingt möglich. Immer wieder fallen ihr Sachen aus der Hand, weil sie durch das Kribbeln und dem Taubheitsgefühl nicht richtig spürt, dass sie etwas in der Hand hält.

Die OP wurde von einem Arzt mit noch wenig Erfahrung durchgeführt. Der Chefarzt war bei der OP anwesend und ich gehe davon aus, dass er sicher eingegriffen hätte, wenn es notwendig gewesen wäre.

Auf die Frage meiner Mutter, warum sich noch immer keine Besserung der Beschwerden einstellen, antwortete der Chefarzt, meine Mutter solle doch Geduld haben. Es könnten schon mal bis zu 6 Monate vergehen bis das alle Beschwerden verschwunden wären.

Daraufhin suchte sie einen anderen Arzt auf, der sich die operierte Hand noch einmal anschaute. Eine 1. Vermutung, ein Nerv könne evtl. durchtrennt worden sein, bestätigte sich nicht. Es wurden erneut Untersuchungen und Messungen vorgenommen. Außer, dass bei dem Messen der Hand immer noch katastrophale Werte nachgewiesen wurden, ließ sich jedoch kein Grund für die starken Beschwerden der op. Hand nachweisen. Auch eine KG-Verordnung brachte nichts. Ich bin selbst vor ca. 3 Jahren wegen eines Karpaltunnels operiert worden und sämtliche Beschwerden waren 4-6 Wochen nach der OP verschwunden.

Liebe Community, hat von euch jemand eine Idee warum sich eine Genesung so lange hinaus zögert? Kann es wirklich bis zu 6 Monate dauern bis die Hand wieder voll einsetzbar ist? Hat jemand Tipps wie man eine Genesung der Hand unterstützen kann? Hat jemand vllt ähnliche Erfahrungen gemacht und kann berichten, dass nach einem halben Jahr tatsächlich Beschwerden dieser Art der Vergangenheit angehören?

Zu gerne würde ich meiner Mutter sagen können: Alles wird gut. Liebe Grüße von polar66

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?