totale schlaflosigkeit.....Hilfeeeeee!!!!!!!!!!!!!!!!!!

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Das Einschlafen lässt sich nicht erzwingen, im Gegenteil, je stärker man schlafen will, desto wacher wird man. Sich darüber aufzuregen, hat gar keinen Zweck, und ist kontraproduktiv.

Hat man sich zurechtgelegt, dann einfach liegen bleiben und bewusst sämtliche Muskeln der Reihe nach entspannen. Ist der Körper dann zur Ruhe gekommen, mit der "Schlafatmung" beginnen. Also ganz und gar erst einmal so tun, als ob man schliefe. 

Im Schlaf atmen wir Kräfte sparend: Langsam und gleichmäßig ohne viel Kraftaufwand, oder dabei die Schultern zu heben die Lunge füllen - eine halbe Sekunde Pause einlegen - die Luft ohne Anstrengung zügig ganz aus der Lunge entweichen lassen - eine halbe Sekunde Pause einlegen - mit dem nächsten Atemzug beginnen. 

Damit wir überhaupt schlafen können, muss die Schilddrüse "feststellen", dass es Nacht ist, erst dann regelt sie den Stoffwechsel herunter. Deshalb  kategorisch: "Licht aus". Muss man nachts "noch mal raus", dann am besten kein Licht machen. Die Schilddrüse springt sonst sofort auf Tagespower zurück, und braucht erneut bis zu zwei Stunden für die Umstellung in den Schlafmodus.

Das selbe passiert, wenn man aufwacht, und sich aufgeregt herumwälzt, sich Sorgen oder Vorwürfe macht, dass man nicht schläft. Damit powert man seinen Stoffwechsel hoch, die Schilddrüse schaltet auf Tagesmodus, an wieder einschlafen ist nicht zu denken. 

Optimal ist es, wenn man keinen vollen Magen hat. Deshalb ab 20:00 Uhr nur noch leichte Kost und möglichst keine Proteine. 

Zum Einschlafen braucht unser Gehirn Melatonin. Die Grundstoffe dafür werden auch für die Verdauung von Proteinen benötigt. Der Körper kann nur eins zur Zeit. Daher abends möglichst keine Proteine zuführen, damit genug für die Melatonin-Bildung vorhanden ist. 

Auf dieser Basis wirkt auch das berühmte "Glas warme Milch". Dann kommt im Körper eine homöopathische Menge an Proteinen an. Weil dann aber nicht viel Proteine zu verarbeiten sind, regt das "kleine bisschen" die Bildung von Melatonin, dem Schlaf-Botenstoff an.

So widersinnig es klingt, aber zum besseren einschlafen hilft ein Spaziergang um den Block. Nicht einfach nur herumlatschen, sondern dabei alles gründlich betrachten, genau hinsehen, Eindrücke mitnehmen usw. Zunächst wird man davon wacher und wacher, und ist man dann so richtig wach, geht mann schleunigst ins Bett. Versuch macht klug ;-)

Man kann heiß duschen.

Kalte Füße sind oftmals ein Grund. Dagegen hilft Fußkreisen im Bett machen. Es hilft auch: eine Weile kaltes Wasser über Füße und Waden laufen lassen à la Kneipp, Beine trocken rubbeln und sofort hinlegen.

Man kann sich auch still hinlegen und vorstellen, wie das warme Blut aus dem Bauch in die Beine fließt, das kalte Blut in den Bauch und da warm wird, und dabei in den eigenen Körper hinein fühlen. Man kann den Thermostaten dieser Zentralheizung gedanklich tatsächlich beeinflussen. 

Zwei Stunden vor dem Schlafengehen kategorisch Feierabend machen. Was bis dann nicht erledigt ist, wird dann eben nichts mehr. All diese "morgen darf ich nicht vergessen..." auf eine Zettel schreiben und für morgen zurechtlegen. Dann sind sie aus dem Kopf.

Ab dann auch nicht mehr Fernsehen, mit Freunden am Telefon quatschen etc. alles unterlassen, das einen bloß aufkratzt, denn man bekommt das nicht so schnell aus dem Kopf.

Zum Abschalten den eigenen Tag ausklingen lassen kann helfen. Einfach im Bett noch einen Rückblick machen, was war gut, was nicht so; gab es ein besonderes Ereignis… „Einen Tagebucheintrag finden und in den Traum mitnehmen“. 

Müdigkeit und dennoch nicht einschlafen können - ist oft ein Mangel an Kalium. Es ist z.B. in Banane, Honig, Mandeln. 

Man kann sich auch einen Kalium-Drink mixen. Ein Esslöffel Honig mit 1 Esslöffel Zitronensaft mischen, (am besten in einem geschlossenen Marmeladeglas o.ä. schütteln) Man kann auch größere Mengen auf Vorrat mixen, Mischungsverhältnis 1:1, das hält sich ein paar Tage im Kühlschrank. Einen Schuss von diesem Seim mit einem Glas Wasser auffüllen. Schmeckt, löscht den Durst, gibt Kalium, hebt die Stimmung, vertreibt die Müdigkeit und lässt einen abends tatsächlich besser einschlafen. (Geht auch mit dem Saft von Orangen oder Grapefruit, es kommt nur auf den ungefähren Säuregehalt an.) 

Es kommt auch darauf an, ob man beruflich eher körperlich oder geistig gefordert ist. Wir brauchen beides. 

Ein Maurer sollte zum Ausgleich z.B. ein Buch lesen. Körperlich ist er ja schlapp, aber geistig noch nicht ausgelastet. Sonst kann er hundemüde im Bett liegen, aber die Gedanken kommen nicht zur Ruhe. 

Anders herum ist es genau so. Wer geistige Arbeit macht, sollte mit einem Hobby einen Ausgleich schaffen. Wer bei der Arbeit vor dem Computer sitzt, sollte sich dann vorm Schlafengehen nicht vor seinen PC setzen. Der wäre mit Jogging besser beraten.

Nach der Arbeit nicht sofort ins Bett gehen. Erst einmal ein paar Stunden etwas ganz anderes machen, für Abstand sorgen. Man hat ja noch mehr zu erledigen z.B. den Haushalt, Einkaufen, Papierkram usw.

Lieber Elvis!

Je mehr du dich da hinein steigerte, dass du eh nicht schlafen kannst und schon mit Angst ins Bett gehst, desto schlechter wirst du (ein)schlafen können. Das sind die denkbar schlechtesten Voraussetzungen für guten Schlaf.

Du schreibst, dass man dir relativ am Anfang deiner Leidenszeit gesagt hatte, es wäre körperlich (nur anhand der Blutwerte?) alles in Ordnung. Warst du denn auch mal in einem Schlaflabor? Dort könnte man sehr gut, objektivieren, wie wenig du wirklich nachts schläfst. Denn auch wenn man morgens das Gefühl hat, man hätte gar nicht geschlafen, so hat man meistens zwischendurch doch immer mal kurze Schlafphasen gehabt. Dort könnte man ggf. auch eine Ursache finden.

Des weiteren hat man dir gesagt, dass ein psychisches Problem vermutet wird. Bist du dem denn mal nachgegangen? Oder hast du das nur so zur Kenntnis genommen und das Medikament genommen? Hast du mal Kontakt zu einem Psychotherapeuten aufgenommen? Oder was hast du in den 5 Monaten sonst unternommen, um der Ursache auf die Spur zu kommen? Natürlich ist es auch wichtig, für die richtige Schlafhygiene zu sorgen, wie du es offensichtlich getan hast, aber ohne, dass eine Ursache gefunden wird, die dann behandelt werden kann (egal ob physisch oder psychisch) wird sich dein Zustand sicher nicht bessern!

Ich denke, du solltest auf jeden Fall Kontakt zu einem Therapeuten aufnehmen. Denn durch diese 5 Monate bist du nun nervlich so am Ende und m.E. am Beginn einer Angsterkrankung, dass du da wahrscheinlich nur mit professioneller Hilfe wieder raus kommst. Alleine wirst du das sicher nicht schaffen.

Alles gute! Lexi

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Diese Antwort kann ich nur voll unterstützen!!! Gut geschildert - Danke, Lexi! LG

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Hallo elvis,

ich finde es bedenklich, dass Dir zweimal Ärzte anscheinend, ohne die Ursache für Deine Schlaflosigkeit abzuklären, sofort ohne Bedenken Benzodiazepine verschreiben. Diese sind bestenfalls eine Notlösung für kurze Zeit, denn außer ihren nicht harmlosen Nebenwirkungen führen sie  bei regelmäßiger Anwendung auf Dauer zu Toleranz- und damit zu Suchtenwicklung! Das ist keine Dauerlösung, sondern verschlimmert Deine Probleme langfristig nur, dann kannst Du nämlich auch noch einen Benzodiazepin-Entzug machen! Diese Medikamente dürfen nur kurzfristig oder punktuell bei Bedarf eingesetzt werden.

Ich fände es erstmal wichtig, mögliche körperliche Ursachen für die Schlaflosigkeit vollständig abzuklären (vielleicht mal in eine Schlafambulanz o.ä.), die äußeren Bedingungen scheinen ja zu stimmen, und dann eben auch mögliche psychische Ursachen. Du könntest mal selbst überlegen, was sich evtl. vor 5 Monaten in Deinem Leben verändert hat, ob es Stressfaktoren oder Probleme geben könnte, die Dich wach halten? Eventuell könntest Du auch in einen Teufelskreislauf geraten sein, so wie Du es beschreibst, in dem Sinne: Ich kann nicht schlafen und finde das ganz schrecklich, also versuche ich verkrampft einzuschlafen/den Schlaf zu erzwingen, dadurch kommt man aber nicht in die für den Schlaf notwendige Entspannung. Und je länger das so geht, desto verzweifelter wird man, entwickelt - wie Du beschreibst - regelrecht Angst davor, und die führt wiederum zu körperlicher Aktivierung, die mit Einschlafen nicht vereinbar ist. Einschlafen ist paradox: Je mehr man versucht, es zu erzwingen, desto schlechter klappt es. Einschlafen hat mit Loslassen und Geschehenlassen zu tun, also eher mit einer passiven, entspannten Haltung, unter diesen Umständen weiß unser Organismus selbst, was er zu tun hat. Man muss ihn nur lassen.Falls psychische Ursachen für Dich in Frage kommen, solltest Du einen Psychotherapeuten aufsuchen.

Viel Glück!

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