Total kaputes Leben?

...komplette Frage anzeigen
Support

Liebe/r Theweeeekend,

wir denken, dass gesundheitsfrage.net nicht mehr die richtige Anlaufstelle für deine Probleme ist. Deswegen empfehlen wir dir dringend, dich an eine professionelle Beratungsstelle zu wenden.

Unserer Ansicht nach wäre die Telefonseelsorge eine erste Anlaufstelle.

Schau doch bitte mal auf dieser Seite vorbei http://www.telefonseelsorge.de/

Dort gibt es die kostenlose Telefonnummer der Seelsorge (Anonym. Kompetent. Rund um die Uhr. 0800/1110111 & 0800/1110222) und auch einen anonymen Chat.

Dort können sicherlich auch persönliche Anlaufstellen in deiner näheren Umgebung empfohlen werden.

Herzliche Grüße

Dein gesundheitsfrage.net-Support

5 Antworten

Zum einen würde ich an deiner Stelle Hilfe von einem Psychotherapeuten annehmen, der wird i.d.R. von der Krankenkasse übernommen. Man muss sich nicht dafür schämen Hilfe anzunehmen. Das ist ein außenstehender Mensch, der wirklich helfen kann und dem man vertrauen kann. Wegen den Strafzetteln vllt mal bei der zuständigen Stelle anrufen und denen die Situation schildern, evtl ist es möglich den Zahlungstermin zu verschieben oder je nach Höhe sich auch eine Ratenzahlung zu einigen. Bist du auf das Auto angewiesen? Sonst vllt verkaufen oder zunächst abmelden, um Geld zu sparen und weitere Strafzettel zu vermeiden. Konzentriere dich auf den Schulabschluss oder auf eine Ausbildung und ziehe es komme was wolle durch! Ja das ist nicht immer leicht, aber du kannst es schaffen! Und dann ggf. mit eigenem Einkommen in ein paar Jahren komplett die Gegend verlassen, neue Freunde finden, ein neues Leben beginnen. Auch das ist nicht leicht, aber vllt genau das richtige für dich. Vergiss die negativen Dinge, die dir passiert sind und denkt daran, dass du jederzeit alles ändern kannst, was du willst. Du musst nur mit kleinen Dingen anfangen und nicht gleich das Ganze verlangen, dann verliert man schnell die Hoffnung.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich bin zwar selbst erst 12, aber nachdem es mir psychisch sehr ähnlich geht versuche ich mal dir zu helfen. Als erstes würde ich dir dringend raten dir professionelle hilfe zu holen. das wird meistens von der krankenkasse bezahlt. Meine mutter ist genau so drauf wie deine. Nachdem du 18 bist hast du jederzeit die möglichkeit bei ihr auszuziehen. wenn du nicht genug geld dafür hast dann kann man sich auch hierbei hilfe suchen. Alles ist besser als selbstmord. Das musste auch ich erst lernen. wie es aussieht bist du mit deiner momentanen situation ziemlich überfordert. aber  gib nicht die hoffnung auf. konzentriere dich jetzt auch erstmal auf deinen schulabschluss und versuche bis dahin durchzuhalten. versuche dich abzulenken. gehe in den wald oder an andere orte wo du dich wohl fühlst und abschalten kannst. versuche es mit sport oder ähnlichem. ich hoffe ich konnte dir etwas weiterhelfen. viel glück

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hallo!

Also mein wirklich erster Eindruck ist, dass du schon sehr viel in deinem Leben erlebt hast und dass genau das deine Persönlichkeit ausmacht und das genau das deine ganz persönlichen Stärken sind.

Wenn du wirklich keine guten Freunde hast und keine Familie hast die das erkennen und die dich darin bestärken deine Fähigkeiten, deine Intelligenz und deine Lebenserfahrung für dein eigenes Leben zu nutzen, dann würde ich dir auch empfehlen zu einem Psychologen oder Psychiater zu gehen, um dort eine Gesprächstherapie anzufangen. Du brauchst jemanden der dir hilft wieder den Fokus in deinem Leben zu finden und deine eigenen Stärken, deine Fähigkeiten und deine Intelligenz für DICH zu nutzen.

Ich bin mir sicher, dass du ein wundervoller Mensch bist und ich bin mir siche,r dass du deinen eigenen schönen Weg im Leben finden wirst. Vielleicht bist du derzeit etwas verwirrt oder hast dich auch verirrt, aber es wird jemand kommen der dir hilft den richtigen Weg zu finden manchmal muss man eben etwas dafür tun um diesen Menschen zu finden.

Glaub an dich und lass dir auch mal etwas Gutes sagen, genieße jedes Lob und wenn noch etwas ist kannst du mich auch anschreiben.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich hatte auch eine verrückte Mutter, jetzt weiß ich dass sie manisch-depressiv war. Schau dass Du selbstständig wirst, es ist die einzige Lösung. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ja, wo es spannend wird, bricht es ab.

Was passierte dann? Was hat Dich so richtig aus der Bahn geworfen?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Theweeeekend 12.07.2016, 16:01

 16 Jahre alt war und die die Hauptschule gewechselt habe. Die schule zu der ich gewechselt bin war überhaupt nicht mein Fall die Schüler waren dumm wie Brot (verzeiht mir das) und hatten keine Ahnung von ihrer Zukunft haben nichts geplant in ihrem Leben, was irgendwann auf mich abfärbte, da ich dazu gehören wollte. Natürlicher anpassungs Mechanismus Blabla. Durch die Klasse habe ich auch meine zur der Zeit erste Liebe kennengelernt mit der ich die ganze Schulzeit zusammen war. Auf klasenfahrten gab es oft Schlägereien mit anderen Klassen bei denen ich nicht unbeteiligt war, was meine Laune immer mehr aggressiver machte, weswegen ich auch wegen einem Vorfall in der schule durch meine ex (sie hat jemand angestresst) in die Jugendvollzugsanstallt musste (Jva).

Einen Tag vor meinem Haft antritt machte sie dann mit mir Schluss (nach 2 jahren)und die  Polizei holte mich Frühs aus meinem zimmer um mich mitzunehmen. In der Jva hatte ich nun genug Woche Zeit nachzudenken ohne Handy ohne nichts. 

Ab da ging es nur noch Berg ab. Ich fing danach nochmal an die Mittlere reife zu machen die ich allerdings nach 1 Jahr abbrach da mir der Stress mit meiner Mutter zu viel wurde und ich mit 18 jahren wieder zum Vater gezogen bin um dort eine ausbilung als Einzelhandels Kaufmann zu machen. Der Vater stellte mir einen Mercedes Benz und eine 5 zimmerwohnung zur Verfügung und kümmerte sich nicht weiter. Was mich wieder total verwahrlos ließ. In der Zeit beim Vater entwickelte ich eine schwere depression und fing an mich im Gesicht zu ritzen. Ich brach die ausbilung nach 7 Monaten ab da es am Arbeitsplatz wieder zu mobbing kam und ich in der ausbilung total unterfordert war. Bin dann wieder zur Mutter gezogen bei der ich nun Wieder die Möglichkeit habe auf einer privaten schule die Mittlere reife nachzuholen, ich geh wider ins Fitness Studio und auch mein freudneskreis hat sich wieder aufgebaut den ich beim Vater komplett verloren hatte. Ich bin durchgehend meiner Mutter gegebenüber geteitzt und mit ihrem neuen Mann komme ich überhaupt nicht zurecht. Ich habe keine kraft mehr fürs Leben und würde es am liebsten beenden obwohl es Berg auf geht. Mit meinem Vater herrscht totale Funktille und auch mit meinem Bruder hätte ich am liebsten keinen Kontakt mehr da er selbst total kapput ist. 

Ich habe niemanden dem ich 100% vertrauen kann und ich kann mich nirgendwo fühlen als wäre ich daheim. Ich habe das Gefühl durchgehend Leistung erbringen zu müssen und kann nicht entspannen. Ich habe das Gefühl jeder möchte Stress und Schlägern und schaue auch jeden unbewusst böse an und meine mit jedem einen Wettstreit anfangen zu müssen. Ich habe nichts worauf ich mich fokussieren kann weswegen auch niemand das bedürfniss hat mit mir etwas zu machen. Ich bin unsicher und habe Angst mit menschen zu reden und traue mich gar nicht mehr auf ein lächeln von einem Hübschen Mädchen einzugehen. Ich will mit niemanden Kontakt und es ist ein enormer Kraft Aufwand Raus zugehen und etwas zu unternehmen. Ich bin zwar gut gebaut und auch nicht der hässlichste was dazu führt das ich von außen anders wirkte als mein Charakter im Moment ist was bedeutet das Menschen mich ganz unbewusst falsch ansprechen. Wenn man mit mir redet muss man genau aufpassen was man sagt da ich alles Falsch auffasse und mir auch noch ewig nach dem Gespräch gedanken mache wie man gegenüber das wohl gemeint habe könnte. Ich werde oft als intelligenter und aufmerksamer junge eingeschätzt und viele Frauen sagen mir auch das ich ganz Hübsch sei aber mein ganzer Lebens weg hat es mir verweigert mich weiterzuentwickeln. Es ist wie als kann man Kopf mehr aber die Bildung fehlt. 

Ich habe keine Lust mehr mich anzustrengen und fürs Leben zu kämpfen die Kraft ist einfach weg und im Endeffekt denke ich, für was?

1
Theweeeekend 12.07.2016, 16:10
@Theweeeekend

Das ganze ist natürlich noch viel umfangreicher aber ich hoffe ihr könnt euch ein wenig in meine Lage versetzen, was ich noch dazu sagen sollte ist das ich jetzt bei der Mutter null Unterstützung vom Vater bekomme. Habe die Kosten für die privat schule am Hals muss mein Auto selbst finanzieren und mehrere strafzettel bezahlen habe seit Monaten Stress mit dem Amt weil die es nicht schaffen zu überweisen und kämpfe schon den ganzen Monat mit 20 Euro. Strafzettel und geliehenes Geld stehen noch offen. Ich hasse eigentlich alles an meinem Leben und stütze mich im Moment nur auf meine Freunde, vom charakterlichen halt her. 

1
Rawir 14.07.2016, 11:29
@Theweeeekend

o.k. Damit lässt sich was anfangen.

Ich teile mal in verschiedene Punkte auf:

    Der Antrieb, Selbstmord zu begehen, stammt aus einer Übersättigung an negativen Erfahrungen und heißt eigentlich "Ich will endlich meine Ruhe haben!".Es
    scheint, als hättest du eine massive Angst vor dem Leben entwickelt.
    Das nennt das ICD10, wie ich das einschätze "Sozialphobie" und ist sehr
    oft die Begleiterin der Depression.Zur Zeit ist "das Leben"...
    und damit meine ich vor allem dein Unterbewusstsein... dir gegenüber
    scheinbar feindlich eingestellt. Es ist nicht verwunderlich, dass dann
    "das Schicksal" auch immer wieder feste draufknüppelt. Wieso? Erkläre
    ich später.Es gibt einen Weg aus diesem Dilemma - ja sogar mehrere mehr oder weniger sinnvolle.

Fangen wir mal mit Punkt 4 an:

Einer
der sinnlosesten Wege ist das, woran du gerade denkst: Selbsttötung.
Dieser Weg ist ausgesprochen dämlich, weil er nämlich nicht wirklich
etwas bringt - vor allem bringt er so gar keine Entspannung. Es gibt
viele Berichte über Selbstmörder und Selbstmordkandidaten, die alle das
Gleiche berichtet haben: Jeder von ihnen berichtet, nachdem sie "wieder
zurück geholt worden waren", dass Selbstmord der schrecklichste Fehler
gewesen sei, den sie jemals begangen haben.

Warum?
Weil jeder
Mensch die Fähigkeit besitzt, sich seine eigene Realität zusammen zu
bauen und Selbstmörder dies auch ausgesprochen perfekt beherrschen:
Jeder Mensch - jeder Selbstmörder - baut sich seine eigene Hölle...

...
und der Umstand, dass sich jeder Mensch seine eigene Realität bauen
kann ist eben ein anderer Weg, denn jeder Mensch kann sich auch seinen
eigenen Himmel bauen.

Zur "eigenen Hölle":
Lies' mal James
Redfield... vor allem die "10 Prophezeihung von Celestine". Da bekommst
du einen Eindruck davon, was Hölle ist. Oder schau dir den Film "Hinter
dem Horizont" an - dito.

Damit komme ich zu Punkt 1:

Auch
für ein "Ich will endlich meine Ruhe haben" gibt es mehrere
Möglichkeiten. Das hab' ich selbst alles - auf meine Weise - durch: Für meinen Fall - ich bin knapp 48 Jahre alt - hat sich heraus gestellt, dass die EU-Berentung der Weg war, um zur Ruhe zu kommen. Für dich gibt
es mint Sicherheit ebenfalls "deinen eigenen Weg". Ich weiß nicht, ob
der folgende Vorschlag wirklich dein Weg werden könnte, aber er soll mal
als Beispiel gelten:

Du bist 18 Jahre alt, damit gilst du hier in Deutschland als "volljährig". Du darfst also tun, was dir beliebt. Warum gehst du nicht einfach?
Warum machst du nicht alles, was du hier hast, zu Geld, gehst nochmal
zu deinem Vater und bittest ihn um etwas Materielles - sprich Geld - und
setzt dich einfach in ein anderes Land ab? Griechenland soll z.Zt. eine
gute Anlaufadresse sein. Dort holst du dir eine kleine Finka (na gut,
das wwäre dann Spanien), lernst die griechische Sprache und die
griechischen Leute kennen, besorgst dir ein neues Telefon (eine neue
Handynummer - die alte SIM-Karte kommt einfach zerschnitten in den Müll)
und beantragst die griechische Staatsbürgerschaft. Ist zwar alles mit
Arbeit verbunden, aber im Gegensatz zu dem, was du bisher gelebt hast
(die Ausdruckweise ist wirklich so gewollt!), besitzt du nun endlich mal
Freiheit und übernimmst du für dich auch endlich mal die Verantwortung

Um es klar zu sagen: Du musst aus deiner Opferrolle raus und du musst endlich dir deiner Selbst bewusst zu werden
und selbst Entscheidungen treffen. Und das kannst du nicht in deiner
jetzigen Umgebung - vielleicht nicht einmal in diesem Land.

Punkt 2:

Eine
"Sozialphobie" ist eine "Erkrankung", besser eine "Störung", die sich
darauf bezieht, dass du massive Ängste hast, neue Beziehungen
einzugehen, weil du von vorn herein erwartest, dass

sie dir schadendu an ihnen scheiterstdu anderen Schaden zufügen wirstdu jegliche Beziehung sowieso kaputt machen wirst

Die Problematik liegt jedoch nicht in der Umwelt, sondern in dir, in deinem Unterbewusstsein. Diese Angst ist gerechtfertigt. Sie ist sinnvoll und sie ist genau in deiner Situation, in der du steckst, dein einziger wahrer Schutz vor weiteren Verwundungen.
Dein Unterbewusstsein hat diese Angst vollkommen sinnvoll eingerichtet,
denn es weiß keinen andere (bzw. besseren) Schutz als diese
Sozialphobie. Sie ist äußerst wirksam und sie gibt dir das, was du am
dringensten brauchst: Ruhe. Also lehne sie bitte erst einmal nicht ab. Bevor sie verschwindet, da sie nicht mehr gebraucht wird, unterlasse bitte jeden Kampf gegen sie!
Du kannst sie statt dessen nutzen, denn sie hat die ausgesprochene
Fähigkeit, dich zu Orten der Stille zu leiten. Und Orte der Stille sind
meist sog. Kraftpunkte, also Punkte voller Lebensenergie (im
chinesischen als CHI bezeichnet), wo du auftanken kannst. Du kannst es
lernen, dich an dieser "scheinbaren Erkrankung" zu erfreuen.

Meht dazu im nächsten Schriftblock, da hier bald die maximale Zeichenmenge erreicht ist.

1
Rawir 14.07.2016, 12:25
@Rawir

Warum dieses Programm dermaßen besch... Zeilenumbrüche gemacht und warum es die Aufzählungszeichen einfach geschluckt hat, verstehe ich nicht... aber egal.

Teil 2:

zu Punkt 2:

Ich weiß, dass es erst einmal seltsam klingt, wenn ich dir schreibe "Erfreue dich an deiner scheinbaren Erkrankung", aber ich meine es genau so, wie ich es geschrieben habe. Wenn du mal Star Wars gesehen hast, dann wirst du auch gehört haben, dass die "lichte Seite der Macht" in der Ruhe liegt, die Dunkle jedoch in der Agressivität, im Chaos. Es ist tatsächlich so. Und es gibt noch eine andere Wahrheit:

Dahin, wohin du deine Aufmerksamkeit lenkst, fließt deine Lebensenergie.

Lenkst du also deine Aufmerksamkeit ständig auf die Unzulänglichkeiten des (deines) Lebens, so verbrauchst du sehr viel deiner Lebensenergie darin. Da du, wie jeder normale Mensch, dagegen ankämpfst (das schreibst du ja selbst), verbrätst du deine Energie gegen einen Gegner, gegen den du nicht gewinnen kannst: dir selbst! Der Aspekt der Sozialphobie ist da nur ein Aspekt, wo du ständig gegen dich selbst kämpfst. Es gibt mehr als nur diesen einen.
... und damit komme ich zu...

Punkt 3:

Zur Zeit ist "das Leben"... und damit meine ich vor allem dein Unterbewusstsein... dir gegenüber scheinbar feindlich eingestellt.

Um es mal vorweg zu nehmen: Dein Unterbewusstsein ist dein bester Freund und dein engster Vertrauter.

Aber dummerweise arbeitet es nicht so, dass es unsere Wünsche erfüllt, sondern unsere Erwartungen.Sind unsere Erwartungen positiv, so wird das Unterbewusstsein alles daran setzen, Positives zu ermöglichen. Sind unsere Erwartungen negativ, so wird es - gemäß genau dieses Verständnisses - alles daran seitzen, das Negative zu fördern.

Außerdem besitzt das Unterbewusstsein die Fähigkeit, die von außen eindringenden Signale (die der 5 Sinne) so zu filtern, dass nur noch die entsprechenden (positiven oder negativen) Signale unser Bewusstsein erreichen. Und darin liegt eine Entscheidung!

Solange du für dich nur den Weg des Opfers für möglich hältst, wirst du auch nur den Weg des Opfers sehen können. Ist so, ist eine ganz einfache Wahrheit. Dann wirst du ewig kämpfen, bis du keinen Bock mehr hast und alles wegschmeißen willst.

Aber wenn du für dich erst einmal klar gemacht hast, dass dein Unterbewusstsein eigentlich alles versucht, um deiner Erwartungen zu erfüllen, kannst du sehen lernen, dass es eigentlich ein liebender Teil in dir selbst ist. Du kannst es zurück lieben. Und das ist der erste Schritt in Richtung Positiver Erwartung.

Und das gebe ich dir als aller erstes an die Hand! Das ist die Grundlage aller weiteren Arbeit, allen weiteren Lebens, aller weiteren Freude. Es geht nicht darum, die Situation in deinem Umfeld zu ändern, denn die Änderung wird sich "fast" automatisch vollziehen, wenn dieser Punkt geklärt ist. Es kann sogar zu Änderungen im Verhalten deiner Mutter oder deines Vaters kommen, weil du dann nämlich (wie es schon einige Quellen alter Geschichten beschrieben haben) von innen anfangen wirst zu leuchten.

Alles davor ist laut Redfield in seinem ersten Roman "Die Prophezeihungen von Celestine" das so genannte Kontroll-Drama: Eine sich ständig wie ein Drama auf der Bühne wiederholende AKtion-Reaktion-Kombo, die dazu dient, den anderen zu kontrollieren - sprich Lebensenergien zu entziehen.

p.S. zu deinem Vater:
Denke nicht schlecht über ihn, denn sein Unterbewusstsein hat ihn gelehrt, dass Materielles Sicherheit gibt. Er hat seinen Weg gefunden, Ruhe und Frieden zu leben, wenn er sich seine Besitztümer anschauen und diese genießen kann. Auch wenn du Vieles bei ihm vermisst, ist er doch offen bereit, dich an seinem Lebenswert teilhaben zu lassen. Er hat es eben noch nicht lernen können, dass es auch noch andere Werte und Sicherheiten gibt, die sich nicht materiell ausdrücken. Bedenke bitte, dass dein Vater mit deiner Mutter zusammengelebt hat und dadurch auch sein eigenes Bild von Sicherheit weiter geformt hat.

Es ist seine ganz eigene Art, dir zu sagen, dass er dich liebt... die einzige, die er kennt. Wenn du das verstanden hast, kannst du (nach einigem anfänglichen Zögern seinerseits) bestimmt auch mit ihm über seine Werte reden. Frage ihn aus, frage ihn, wie er dazu gekommen ist, frage ihn, ob er nicht irgendwie etwas vermisst. Irgendwann später kannst du ihn auch fragen, wieso er und deine Mutter überhaupt zusammen gekommen sind, was ihn an deiner Mutter fasziniert hat. Und denke dabei an den oben genannten Satz: "Wo deine Aufmerksamkeit hingeht, dahin fließt auch deine Lebensenergie." Aufmerksamkeit auf eine andere Person zu lenken ist immer ein Geschenk!

So... damit will ich es erstmal bewenden lassen. Ich hoffe, ich kann dir mit meinen "Ausflug ins Leben" ein bisschen helfen. Es gibt Wege aus deiner Situation heraus! Der beste Weg ist der des Yedi-Ritters: Ruhe! Zurückhaltung! Warten! Passiv!

Gruß
Rawir

1
Rawir 13.07.2016, 11:00

Den gleichen Gedanken hatte ich auch.
Aber bein mir bauten sich beim Lesen schon ein paar Fragen auf:

Kannst du bei einem evtl. "Weiterberichten" bitte auch Absätze machen? Dein Text liest sich unglaublich schwer.

Ist "deine Stadt" klein oder groß?

Wie bist du denn gegenüber Anderen "aufgetreten"?

Hast du, neben dem, dass du "beliebt" warst, auch richtige Freundschaften geschlossen?

Ist dein "Wunsch nach Ausscheiden aus diesem Leben" der Wunsch eher "Ich will hier weg, weiß aber nicht, wohin!" oder eher ein "Ich bin so schuldig, ich muss mich selbst bestrafen!" ? Da gibt's riesige Unterschiede - auch, wie wir dir Tipps an die Hand geben können.

Gruß Rawir

1

Was möchtest Du wissen?