Tochter Urodynamik erklären oder überraschen lassen?

3 Antworten

Natürlich kenne ich Deine Tochter nicht. Ich kann mir vorstellen dass es mit unseren Kindern ähnlich wäre. Wenn man glaubt eine gute Entscheidung für sie getroffen zu haben dann sträuben sie sich mit Händen und Füßen.

Trotzdem glaube ich dass man Kinder ernst nehmen muss und sie deshalb nicht vorsätzlich in eine unerwartete Situation bringen sollte. Es kostet sicher viel Kraft und Überzeugungsarbeit.

Du solltest sehr sachlich mit ihr drüber reden. Und, ja, mir ist schon klar, dass das schwer wird, wenn sie bockt.

In dem Alter mußt Du mit Deiner Tochter unbedingt eine Vertrauensbasis aufbauen. D.h. erkläre ihr alles und laß ihr Zeit, sich darauf einzustellen. Vielleicht erklärst Du jeden Tag ein bißchen mehr. Nicht alles auf einmal um die Ohren hauen!

Man kann einem die Wahrheit auch wie einen Mantel hinhalten, in den man einsteigen kann.

Je mehr man weiß, desto weniger schreckt das Unbekannte. Vielleicht könnt Ihr ein Video dazu angucken bei youtube oder so, wod ie Untersuchung erklärt wird.

Übrigens: Kaliummangel kann dazu führen, daß der Muskel um die Blase herum sich lockert. Kaliumreich sind Bananen, Gurken (sind beide wie eine Harnröhre geformt ...), auch Äpfel und vor allem Apfelessig helfen hier. Apfelessig kann man als sehr wohlschmeckendes Getränk zubereiten, indem man 1 TL in ein Glas Wasser füllt. Notfalls mit etwas Honig süßen.

Östrogenmangel kann auch dazu führen, daß der Muskel am Beckenboden schlaff wird. Vielleicht hat sie das immer kurz vor der Blutung? Da sacken die Hormonpegel ja eh ab; vielleicht sackt das zu schnell ab bei ihr oder zu tief.

Dann könnte etwas Hefe helfen. Einfach so ein daumennagelgroßes Stück abbröckeln und lutschen. Oder runterschlucken. Paarmal am Tag, aber nicht zu Mehl oder Zucker dazu, sonst gärt es. Das könnte zu Bauchweh führen (dann ein centgroßes Häuflein Natron auf einen TL nehmen mit Wassr + warmes Wasser hinterher).

Hallo!

Ich denke schon, dass du mit deiner Tochter darüber reden solltest. Ich kann sehr gut nachempfinden, dass es ihr unangenehm ist, aber sie ist doch eigentlich in einem Alter, in dem sie verstehen sollte, dass gewisse Dinge - auch wenn sie noch so unangenehm sind - einfach notwendig sind.

Ich denke mal, dass diese Blasenfunktionsstörung für sie ja auch nicht angenehm ist und sie froh wäre, wenn es eine Besserung gibt. Dazu ist aber halt nun mal so eine Untersuchung notwendig.

Wenn du ihr nichts sagst, dann könnte u.U. ihr Vertrauensverhältnis zu dir stark gestört werden.

Ich selber hatte im letzten Jahr auch eine Urodynamik. Und natürlich hatte ich da auch erstmal Hemmungen und Bedenken.

Ich habe mich dann vorher entsprechend informiert, was da so auf mich zukommt, und ich muss sagen, mir hat das sehr geholfen, dass ich den Ablauf kannte und wusste, warum dies oder jenes so gemacht wird.

Evtl. wäre es noch eine Möglichkeit, dass der Arzt ihr Notwendigkeit und Ablauf dieser Untersuchung erklärt? Manchmal ist es ja auch so in dem Alter, dass man sich vor der Mutter etwas geniert - gerade bei solchen intimen Problemen - und man da lieber auch mal was mit dem Arzt bespricht, ohne das die Mutter dabei ist? Vielleicht kannst du ihr nach Absprache auch anbieten, dass sie eine Freundin mitnehmen kann?

Viel Erfolg und alles Gute!

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

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