Tiefgefrorenes Gemüse noch vitaminhaltig?

2 Antworten

Ich habe gelesen, dass spezielle Verfahren angewendet werden, bei denen ein Großteil der Vitamine erhalten bleibt. Ich weiß nicht mehr woher ich es habe, aber die Quelle war seriös. Es ist auf jeden Fall besser, als gar kein Gemüse zu essen. Übrigens stirbt der Keim aber beim Kochen von Gemüse. Also kannst du auch frisches Gemüse verwenden

Ja ist es. Ich habe vor einiger Zeit mal eine tolle Seite dazu gefunden, die ich jetzt nicht wiederfinde. Aber hier steht auch was Interessantes dazu geschrieben:

Wie gesund ist Tiefkühlkost?

Die Palette an Tiefkühlprodukten reicht vom gewaschenen und tiefgefrorenen Broccoliröschen bis hin zum fertigen Drei-Gänge Menü. Beliebt sind sie vor allem wegen der bequemen und schnellen Zubereitung. Mittlerweile preisen uns die Hersteller die eiskalten Köstlichkeiten sogar als wahre Gesundheitsprodukte an. Doch was ist wirklich drin in den gefrorenen Genüssen? Und worauf sollten Sie beim Einkauf achten?

Man muss zwischen "gefroren" und "tiefgefroren" unterscheiden. Rechtlich gibt es dazwischen nämlich einen Unterschied. Die Bezeichnung "gefroren" bedeutet, dass dieses Produkt nur bei minus zwölf Grad Celsius eingefroren wurde.

"Tiefgefrorene Lebensmittel" werden bei minus 18 Grad Celsius eingefroren. Dieser Unterschied zeigt sich in der anschließenden Haltbarkeit. Grundsätzlich gilt, je kälter das Lebensmittel gelagert wird, umso länger lässt es sich in der Truhe aufbewahren, ohne schlecht zu werden. Es gilt also, beim Einkauf auf die Bezeichnung auf der Verpackung zu achten.

Nährstoffbombe oder Vitaminblender? Natürlich haben frisch geerntete Gemüseprodukte den höchsten Vitamingehalt und die meisten sekundären Pflanzenstoffe. Doch wer fährt täglich zum Bauern oder hat die Möglichkeit im Großmarkt Frisches einzukaufen? Es ist normal, dass der Gemüsehändler von nebenan nicht immer täglich frisches Gemüse anbieten kann. Das ist auch nicht schlimm, denn der Vitaminverlust hält sich dabei noch in Grenzen.

Tiefgefrorenes Gemüse, das geerntet, gewaschen, zerkleinert und tiefgefroren wurde, weist durch die schnelle Verarbeitung geringere Nährstoffverluste auf als mehrere Tage altes Frischgemüse und das anschließende direkte Tiefgefrieren hemmt den Vitaminverlust stark. Somit kann man diese Art von Tiefkühlprodukten aus ernährungswissenschaftlicher Sicht sehr positiv bewerten.** Dazu kommt noch die einfache Verwendungsmöglichkeit in der Küche. Kein Waschen und Zerkleinern mehr und auch das Portionieren für Singlehaushalte ist kein Problem.

Während tiefgefrorenes Gemüse mit frischem Gemüse gut konkurrieren kann, sogar längere Zeit aufbewahrtem Frischgemüse überlegen ist, sind fertige Speisen beziehungsweise ganze Gerichte stark veränderte "Meisterwerke" und kritischer zu beäugen.

Denn diese werden von Lebensmitteltechnikern und -chemikern kreiert. Es ist nämlich gar nicht so einfach, ein Fertigprodukt mit mehreren Bestandteilen so hinzubekommen, dass es aussieht, schmeckt und riecht wie ein selbstgemachtes Gericht und zusätzlich alle Komponenten wie Fleisch, Gemüse und Kartoffeln mit Sauce bei der Regeneration (Erhitzung) zum selben Zeitpunkt gar sind.

Das ist nur durch ausgefeilte Technik möglich. Hier werden eine Reihe von Farb-, Aroma- und Geschmacksstoffen notwendig, um mit verschiedenen Verdickungsmitteln und Emulgatoren die gewünschten Eigenschaften zu kreieren.

Gesund oder ungesund? Mit Natürlichkeit hat dies aus meiner Sicht nichts mehr zu tun. Aber diese Produkte werden schließlich immer wieder von uns allen gekauft. Darum wird dieser Markt auch zukünftig noch weiter wachsen. Tipp: Achten Sie beim Einkauf auf die Zutatenliste: Wählen Sie Varianten ohne Geschmacksverstärker, Farbstoffe und mit wenig Fett.

Das gesündeste Gemüse nutzt nichts, wenn anschließend beim Kochen alle wertvollen Vitamine vernichtet werden.

Wenn nämlich das Gemüse zu lange kocht oder länger warm gehalten wird, sind die Nährstoffe verpufft. Am besten ist es, die Lebensmittel noch in gefrorenem Zustand zu erwärmen und auch nur so lange wie nötig. Und wenn nicht alle Familienmitglieder gleichzeitig zu Hause eintreffen und somit alle nach und nach essen, ist gerade Tiefkühlkost ideal, um sich gesund zu ernähren. In minutenschnelle können einzelne Portionen gegart werden und somit entfallen lange Warmhaltezeiten oder ständiges Wiederaufwärmen von Speisen.

Je fetter, umso schneller verwerten! Der eine oder andere hat sich sicher schon einmal gewundert, wie der frische Wildlachs oder die "hausgemachte Erbsensuppe mit Speck" von der Schwiegeroma schon nach fünf Wochen Tiefkühllagerung plötzlich so muffig oder gar ranzig schmecken kann. Schade, da hat man sich doch auf diese Köstlichkeiten so gefreut und jetzt schmecken sie nicht mehr. Dagegen sind die Schweinemedaillons und die Seelachsfilets noch nach zwei Monaten frisch und lecker.

Woran liegt das?: Der Fettanteil des Tiefkühlproduktes ist entscheidend! Tiefkühltemperatur verhindert zwar komplett den bakteriellen Verderb, aber biochemische Prozesse laufen - wenn auch stark verlangsamt - immer noch ab. Durch spezielle lebensmitteleigene Reaktionsbeschleuniger (Enzyme) wird beispielsweise das Fett zerstört und verändert. Dies macht sich dann durch den ranzigen und muffigen Geschmack bemerkbar. Als Faustregel gilt: Fettes Fleisch wie Kotelett, Speck, Nacken- und Rippenstücke und fetter Fisch, also Lachs, Makrele, Thunfisch und Hering, sollten maximal einen Monat lang tiefgefroren werden. Magere Fleisch- und Fischprodukte hingegen können um die drei Monate lang problemlos tiefgekühlt lagern.

von Dipl. oec. troph. Stephan Lück

Tiefkühlprodukte können eine preiswerte und gesunde Alternative zum Kochen mit frischen Lebensmitteln sein. Empfehlenswert sind jedoch nur die kaum verarbeiteten Tiefkühlprodukte wie rohes Gemüse, Obst, Fischfilets oder Rohfleisch.

Wenn Sie gefrorene Fertigprodukte kaufen, dann achten Sie auf die Zutatenliste. Je weniger Farb-, Aroma- und Geschmacksstoffe aufgelistet werden, desto besser.

Gerade in Zeiten des geringen Gemüseverzehrs können die gefrorenen Genüsse eine Motivation zur besseren Ernährung sein, da sie einfach und schnell zubereitet werden können. Der Hauptvorteil liegt in der Lagermöglichkeit - so hat man immer etwas im Haus. Bedenkenlos kann man sich einen großen Vorrat an Lebensmitteln aneignen und damit Zeit für lästige Einkäufe sparen. Und wer dann noch gezielt bei Schnäppchen zuschlägt, kann dadurch natürlich auch eine Menge Geld sparen.

Und wer im Winter mal Lust auf Erdbeeren hat, kann seinen Heißhunger dann auch problemlos befriedigen, ohne dafür gleich tief in die Tasche greifen zu müssen. Nun noch das Gefriergerät richtig bedienen - es sollte mindestes minus 18 Grad Celsius haben - und dann kann einer gesunden und wohlschmeckenden Ernährungsweise nichts mehr im Wege stehen.

Einkaufstipp zum Schluss: Reichlich Eiskristalle an der Verpackung und ein verklumpter Packungsinhalt weisen auf falsche Lagertemperaturen hin. Rasselt es dagegen im Karton, halten Sie gute Ware in der Hand.

http://leben.freenet.de/gesundheit/ernaehrung/wie-gesund-ist-tiefkuehlkost_766436_533122.html

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