Thema Paranoid und Verfolgungswahn - was kann ich tun, wie kann ich helfen?

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2 Antworten

Diese Kuscheltiere hat sie nach Kameras und Mikrofonen abgesucht. Auch habe ich Kuchen mitgebracht, den sie aber nicht essen konnte, da er vergiftet sein könnte. Das alles und noch viel mehr hat sie mir erzählt. Aber erst jetzt habe ich es gemerkt, das das alles nicht ganz normal sein kann. Auch konsumiert sie 3..4 mal die Woche Cannabis.

Ich war heute bei Ihren Eltern und habe mir dort Hilfe versprochen. Aber Ihr Vater wollte von dem alles nichts wissen und hat den Rückzug gemacht. Ihre Mum wusste darüber bescheid, hat das aber alles runter gespielt und meinte, dass das alles sehr normal ist. So war angeblich ihre Tochter schon immer. Ich habe mehrmal auf die Mutter einzureden, dass das alles nicht normal ist, dass ihre Tochter krank ist und das man ihr helfen sollte. Letztendlich bin ich ergebnislos wieder gegangen. Ich mache mir ernsthafte Sorgen. Auch weil ihre 10 Jährige Tochter mittlerweile ich schon Leute sieht, die sie verfolgen. Ich denke aber eher, dass sie einfach nur mit der Mutter mitläuft. Aber was passiert noch alles? Wie siehts in 2..3 Jahre aus?

Ich bin echt am überlegen, dem Jugendamt das mitzuteilen. Aber ich will ihr keinen Ärger bereiten sondern eher ihr helfen. Aber solange sie ihr Problem wohl selbst nicht einsieht, sehe ich eine Hilfe von meiner Seite aussichtslos.

Was meint ihr, soll ich diesen Radikalen Schritt gehen und den Konsum von Drogen melden sowie auch dem Jugendamt mitteilen, dass ich hier ernsthafte Gefahr für ihre beiden Kinder sehe?

Gruß Salem

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bobbys 02.01.2014, 20:22

Hallo,

Deine Freundin braucht dringend professionelle Hilfe, offensichtlich sind Ihre Krankheitssymptome ausgelöst ,durch den Drogenkonsum. Du solltest auf jeden Fall deiner Freundin mitteilen, das Sie sich professionelle Hilfe holen muss und auch an ihre Kinder denken muss. Du solltest auch die Eltern noch mal besuchen und sie nochmals auf die Situation aufmerksam machen und auch auf die Enkelkinder hinweisen. Sollte alles Fruchtlos bleiben ,würde ich den Drogenmissbrauch melden und auch erwähnen ,das dort 2 Kinder sind, die vermutlich nicht mehr ordentlich versorgt werden.Man wird ihr die Kinder deshalb nicht gleich wegnehmen ,aber man wird ihr Auflagen erteilen und jemanden zur Seite stellen.

LG Bobbys

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Salem36 02.01.2014, 20:36
@bobbys

Danke.

Aber wie es nunmal so ist, sieht sie ihr Problem nicht und die Eltern leider auch nicht. Bin auch gerade in einem mächtigen Streitgespräch mit ihr. Sie dreht natürlich die Tatsache um und meint, dass ich mir Hilfe suchen muss. Das macht natürlich so keinen Sinn. Ich laufe förmlich gegen die Wand. Sie droht mir natürlich jetzt auch noch, sollte ich zum Jugendamt gehen, passiert mir irgendwas.

Ich will ihr helfen, so oder so aber das natürlich mit den geringsten Folgen für sie. Habe vor Jahren wegen Drogenkonsum schonmal einen guten Freund abstürzen gesehen. Ich will nicht, dass das gleiche mit ihr passiert. Und ja, ich denke auch, dass das vom Drogenkonsum kommt. Sie nimmt das schon seit Jahren.

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bobbys 02.01.2014, 23:09
@Salem36

naja das ist sicherlich schwer für dich ,entweder du unternimmst etwas oder du musst dich von Ihr distanzieren und zwar gänzlich, weil du dich damit fertig machst. Ich kann dich sehr gut verstehen ,man fühlt sich auch irgendwie verantwortlich auch den Kindern gegenüber. Du solltest ihr nochmals mit aller Deutlichkeit sagen, das wenn sie sich nicht professionell behandeln lässt ,du die Beziehung zu ihr beendest und zwar für immer ohne wenn und aber. Es ist klar ,das sie dich angreift und beschimpft denn du willst ihr die Drogen nehmen ohne diese kann sie anscheinend nicht mehr. Nur du selber kannst jetzt entscheiden, was für dich richtig scheint und vielleicht ist sie dir auch mal später Dankbar ,wenn sie dadurch wachgerüttelt wurde und von den Drogen weg ist.LG

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Salem36 03.01.2014, 00:55
@bobbys

Um die Drogen gehts eigentlich nur zweitrangig. Sie sind sicherlich die Ursache, das Problem mit ihrer Paranoia lässt sich damit aber nicht lösen. Sie selbst sieht es auch nicht mal als Drogen. Sie ist davon überzeugt, sie nimmt keine, raucht aber jeden 2..3 Abend einen Joint. Das mit dem beendet des Kontaktes zu ihr ist keine Lösung. Weil sie ja ohnehin den Kontakt in regelmässigen Abständen zu mir abbricht. Kommt aber dann Wochen oder Monate später zu mir an und erklärt mir, dass ich an allem gar nicht Schuld bin, sondern alle anderen, die sich gegen sie verschworen haben. Sie hat sicherlich noch viel mehr Probleme als ich nur ansatzweise erahnen kann. Sie aufgeben kann und will ich eigentlich nicht. Nur sind mit die Hände gebunden. Ich kann recht wenig auf sie einwirken weil sie ja wie schon geschrieben, den Kontakt ständig abbricht und dann komme ich nicht mehr an sie ran. Ihr bester Freund ist auch gleichzeitig ihr Drogendealer. Weitere wirkliche Freunde hat sie nicht. Sie behauptet zwar, sie hat sehr viele Freunde aber das sind mehr oder weniger nur flüchtige Bekanntschaften. Ihre sogenannten Freunde existieren nur in ihrer Scheinwelt. Ich habe zumindest in den 2 1/2 Jahren keinen kennengelernt. Ich kenne nur Leute, die nichts mit ihr zu tun haben wollen. Ich habe nochmals vorhin mit ihr geredet, habe ich ihr mehrmals versucht klar zu machen, dass sie sich Hilfe suchen muss und dass ich 100%ig hinter ihr stehe und sie unterstütze. Aber es kamen nur Kommentare, dass sie keine brauche und wenn sie jemanden kennt, der Hilfe brauch schickt sie ihn zu mir und das ich derjenige bin, der sich in Therapie begeben soll. Es ist aus meiner Sicht aussichtslos. Deshalb dachte ich ja, vielleicht ihre Eltern die mich da etwas unterstützen. Aber das ging nach hinten los. Ich werde übers WE mal nachdenken ob ich da weitere Schritte gehe oder dem ganzen ihrem Schicksal überlasse. Ich denke auch, dass das Jugendamt und diverse Stellen nichts unternehmen werden. Nur aufgrund meiner Aussage wird da sicherlich nichts passieren.Ihre Kinder sind weder verwahrlost, noch unterernährt noch werden sie von ihr vernachlässigt. Eigentlich ist sie eine sehr liebevolle Mutter. Ich glaube sie hat ihre Kids noch nie alleine gelassen. Die sind immer und überall dabei. Das wird ziemlich schwierig sein, das man bei irgendeinem Amt da was erreicht.

Gruß und Danke

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Die von Ihnen beschriebenen Symptome lassen an eine (paranoide) Schizophrenie denken. Eine psychiatrische Untersuchung wäre sicher sinnvoll, aber Sie deuten bereits an, das eine Krankheitseinsicht gänzlich fehlt. Da wird es schwierig, Ihre Freundin zu einer entsprechenden Untersuchung zu bewegen. Für eine Unterbringung gegen den Willen Ihrer Freundin sind vermutlich die erforderlichen Kriterien (noch) nicht erfüllt.

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