Teil2 Bandscheibe op, 45 Stunden später entlassen?

1 Antwort

Eine minimalinvasive Bandscheiben OP kann auch ambulant durchgeführt werden. Das heißt, du wirst nach Ausklingen der Narkose wieder nach Hause geschickt. Allerdings solltest du dann zu Hause nicht allein sein. Dich hat man immerhin 2 Nächte dabehalten.

Habe ich das richtig verstanden, dass du nach deiner Entlassung täglich zur Wundkontrolle mit dem Krankentransport in die Klinik gefahren wurdest? Nach einer ambulanten OP kann die Wundkontrolle dein Hausarzt machen, ebenso das Fäden ziehen. Wenn der operierende Arzt die Wundkontrolle macht, musst du halt da jeden Tag hin.

Der Sinn hinter einer ambulanten OP, bzw. eines kurzen Krankenhausaufenthaltes ist, dass das deine Krankenkasse weniger Geld kostet. Inwieweit das menschenunwürdig und unmenschlich ist, darüber kann man diskutieren. Allerdings richtet sich sowohl die Kasse als auch der Arzt, der dich operiert und nachbehandelt hat, lediglich nach den gesetzlichen Vorgaben. Die Adresse für deine Beschwerden wäre das Gesundheitsministerium.

Gerade wegen der Coronazeiten sind die Krankenhäuser verpflichtet, nicht dringende Operationen aufzuschieben, und alle vorhandenen Betten möglichst für Coronapatienten frei zu halten. Du hast also Glück gehabt, dass du überhaupt operiert wurdest. Inwieweit es in diesen Zeiten sinnvoller ist, sich zu Hause auszukurieren, oder sich stationär in der Klinik möglichen Infektionen auszusetzen, ist noch die Frage.

Wenn du dich trotzdem beschweren willst, wende dich an deine Krankenkasse. Die bezahlt schließlich deine Behandlung.

Nachsatz: habe gerade gelesen, dass du in Frankfurt bist. Versuche es mal in der neurochirurgischen Praxis im St. Katharinenkrankenhaus. Ich bin da schon zweimal wg. Bandscheibe operiert worden. Kann ich nur empfehlen.

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