Süchte: wie bewältige ich ohne Hilfe allein meine Suchtattacken?

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Die Lösung des äußeren / offensichtlichen Problems liegt in der Lösung des im Untergrund ursächlichen - unbewußten - Problems / Konflikts.

Das kann ein (Kindheits-)Trauma sein, unterdrückte Bedürfnise / Gefühle oder irgendein unangenehmer Gedanke, der verdrängt wurde und nach (Er-)Lösung verlangt.

Süchte sind wie ein Teufelskreis. Oft nimmt man sich die Bekämpfung der einen oder anderen Sucht vor und steht fast jedes mal vor einem Scherbenhaufen. Gerade zum Jahreswechsel gibt es ja haufenweise guter Vorsätze, die wohl alles das Ziel haben, irgendwelche Süchte zu bekämpfen. Ich selbst versuche, wenn ich eine Sucht bekämpfen will, sehr streng zu mir zu sein. Das alleine reicht jedoch nicht. Ich muß mich ablenken. Wenn ich dasitze und nur darauf warte, ob ich stark genug bin, wird das nichts. Abwechslung, Unternehmungen, eine schöne Beschäftigung (Hobby etc.) kann für die ersten Tage hilfreich sein. Meist sind es ja nur wenige Tage, die uns so richtig plagen. Wenn du das Abwechslungsprogramm dann noch länger durchziehst, steigen die Chancen auf Erfolg. Wenn nicht, wird wohl irgendwann professionelle Hilfe notwendig sein.

Es ist ja oft so, dass die eine Sucht durch eine andere Abgelöst wird. Darum solltest du dir Gedanken über die Ursache machen und dir über dein Verhalten bewusst werden!

Manche Süchte können auch einfach nicht alleine in den Griff bekommen werden, es ist doch keine Schande, wenn man Hilfe annimmt. Ich finde es eher schwach, wenn du nicht die Kraft hast, um Hilfe zu bitten. Wir fallen alle mal in ein Loch und wenn man Krank ist, geht man ja auch zum Arzt. Warum wird bei psychischen Problemen immer so ein Problem daraus gemacht?

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