Stimmt es, dass ich mit wenig Körpergewicht keine starken Medikamente nehmen darf?

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Hallo! Also dass man mit wenig Körpergewicht keine starken Schmerzmittel nehmen darf, stimmt definitiv nicht. Das kann ich so aus eigener Erfahrung feststellen.

Ich war immer schon recht schlank und eher an der unteren Grenze des Normalgewichts. Dennoch habe ich aufgrund einer schweren HWS-Verletzung in den letzten Jahren immer ein Opioid nehmen müssen. Ich habe da zwar die geringstmögliche Dosis bekommen, aber die war auch ausreichend für mich. In den letzten zwei Jahren habe ich wegen einer Magenerkrankung recht viel abgenommen, aber dass ich deswegen das Schmerzmittel nicht mehr nehmen dürfte, davon hat nie jemand gesprochen.

Im Januar hatte ich dann eine schwere OP (Bauchfellentzündung mit Not-OP) und danach brauchte ich noch stärkere Schmerzmittel, nämlich solche die unter das Betäubungsmittelgesetz fallen. Zu diesem Zeitpunkt wog ich ca. 48 kg bei 1,70 m. Nach der OP habe ich dann bis auf ca. 43/44 kg abgenommen, war also massivst im Untergewicht und habe trotzdem diese Opiate bekommen und bekomme sie auch weiterhin. Ich habe zwar inzwischen endlich 9 kg zugenommen, aber ich konnte die Tabletten die ganze Zeit nehmen. Und da war mein BMI deutlich schlechter als deiner ist.

Ich habe allerdings das Glück, dass meine Nieren und meine Leber sehr gut die Medikamente verarbeiten können. Die Blutwerte werden regelmäßig kontrolliert, aber die sind immer sehr gut.

Wenn du so starke Schmerzen hast, dass du entsprechend starke Schmerzmittel brauchen würdest, die aber nur wegen deines Gewichtes nicht bekommst, dann solltest du dir evtl. einen anderen Arzt suchen. Am besten suchst du dir dann gleich einen Schmerztherapeuten, dann bist du gleich an der richtigen Adresse! Denn Schmerztherapeuten arbeiten auch nicht nur mit Schmerzmitteln, sondern auch mit ergänzenden Verfahren, wie z.B. Physiotherapie, Massagen, Wärmebehandlungen, ggf. Akupunktur, Entspannungsverfahren oder bei Bedarf auch Psychotherapie. Denn es ist ungeheuer wichtig, dass Schmerzen adäquat behandelt werden, damit sich kein Schmerzgedächtnis bildet und die Schmerzen sich nicht chronifizieren. Und dazu gehört halt ggf. auch, dass man über einen gewissen Zeitraum starke Schmerzmittel nimmt.

Grundsätzlich solltest du auch anstreben, dass die Ursache für deine Schmerzen gefunden und behandelt wird (falls das noch nicht geschehen ist - da du nichts von der Ursache schreibst), damit du dann auch die Schmerzen wieder los wirst.

Alles Gute und gute Besserung!

Die Medikamenteneinnahme hat allerdings was mit der koerperlichen Verfassung eines Patienten zu tun. Da wird schon unterschieden; Kleinkinder, Jugendliche und Erwachsene. Ebenso spielt das Koerpergewicht eine Rolle, wie schon ganz richtig, Serienchiller, es erwaehnt hat. Ich glaube nicht, dass sich z.B. ein Sumoringer oder Schwergewichtskraftsportler mit einer Kopfschmerztablette zufriedengeben wuerde.

Grundsätzlich muss man viele Medikamente bei unterschiedlichem Körpergewicht umrechnen. Bei einem 120kg-Mann verteilt sich die Tablette nunmal auf doppelt so viel Masse wie bei dir, also braucht er auch doppelt so viel (bzw. du halb so viel).

Ansonsten kann man aber in der Regel die selben Medikamente geben - ggf. eben mit reduzierter Dosis bei niedrigem Körpergewicht.

Welche Ursache haben denn deine Schmerzen? Wenn du chronische Schmerzen hast (ohne eindeutige körperliche Ursache), ist das mit den Schmerzmitteln tatsächlich nicht so einfach. Die helfen oft nur kurze Zeit und dann brauchst du immer stärkere, bis es irgendwann keine stärkeren mehr gibt. In so einem Fall ist es wichtig, dass du dich an einen Schmerztherapeuten wendest, der sich genau mit den verschiedenen Medikamenten, aber auch mit anderen Behandlungsformen (z.B. Physiotherapie oder Psychotherapie) auskennt. Ein Allgemeinmediziner hat für solche Fälle in der Regel keine Zeit und kein Budget.

starke Nebenwirkungen bei diesem Medikament

Hallo, meine Frage drteht sich um Schmerzmittel, da ich seit einem Jahr welche nehme. Vor einem Jahr musste ich wegen Schmerzen in der Hüfte auf Tramadol umsteigen, wurde operiert und gleich danach fing es mit der zweiten an(auch operiert) Das Tramadol nahm ich bis vor einer Woche noch, musste es aber duech das stärkere Targin ersetzen lassen, da die Schmerzstillung nicht mehr vorhanden war. Mit dem Medikament komme ich recht gut zurecht, was die Schmerzlinderung betrifft, nahm ich vom Tramadol am Tag bis 800mg sind's vom Targin nur noch 20mg(2 Pillen). Vorgestern ist mir dann aber ein Fehler bei der Einnahme passiert. Ich nehme jeden Tag kurz nach dem Aufstehen meine erste, die den ganzen Tag wirkt(12 Stunden), dann leg ich mich für kurz aufs Sofa, bis die Wirkung eingetreten ist, Normalerweise. Vorhestern nahm ich die Tablette auch kurz nach dem aufstehen, bin dann aber wieder eingeschlafen und erst um 12 wieder aufgewacht und nahm ohne noch zu wissen das ich schon meine erste genommen hatte, noch eine weil ich dachte e wäre für heut meine erste. Es waren also erst 4 St. vergangen und das war gar nicht gut, hatte mit Schweindelanfällen aber vor allen mit Herzrasen über 2 Stunden zu tun. Meine Verfassung war fast schon ziemlich ernst, ging wie gesagt erst nach 2 Stunden wieder weg. Aus dem Grund frag ich mich jetzt, da ich nun weis wie stark eine doppelte Dosis davon ist, wie um alles in der Welt kann jemand ernsthaft eine 20mg Pille Oxycdon/ Targin vertragen ohne dabei abzukratzen oder eine 40er(!), weil ich jetz wirklich Angst davor hab selber mal in die Situation zu kommen wo man diese Dosis braucht. Mein "Fehlgriff" lag ja noch Stunden auseinander, 20mg auf ein Schlag würde ich glaub ich nicht überleben oder wirken die stärkeren doch irgendwie anders? keine Ahnung, bin geschockt...

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