Steine in den Speicheldrüsen?

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Speichelsteine treten in mehr als 90 Prozent der Fälle an den Unterkieferspeicheldrüsen auf. Die Größe dieser vorwiegend aus Kalziumkarbonat oder Kalziumphosphat bestehenden Ablagerungen kann nur wenige Millimeter aber auch mehrere Zentimeter betragen. Warum sie entstehen, ist noch nicht vollständig geklärt.

Speichelsteine bleiben oft lange Zeit unbemerkt, Beschwerden entwickeln sich erst, wenn der Stein sehr groß ist oder in den Ausführgang der Speicheldrüse wandert und diesen verlegt. Dann staut sich das Sekret und die betroffene Drüse schwillt spür- und meist auch sichtbar an. Da der behinderte Abfluss die Ansiedelung von Keimen begünstigt, machen sich Speichelsteine oft durch eine schmerzhafte Speicheldrüsenentzündung bemerkbar.

Kleine Steine versucht der Arzt zunächst durch medikamentöse Anregung des Speichelflusses auszuschwemmen. Größere Steine werden mittlerweile mit der so genannten extrakorporalen Stoßwellenlithotripsie behandelt, die sich schon lange in der Therapie von Nierensteinen bewährt hat. Bei diesem organerhaltenden Verfahren, das für den Patienten völlig schmerzfrei ist, werden die Steine mit Hilfe von Druckwellen von außen zertrümmert. Die kleinen Bruchstücke gelangen auf natürlichem Wege mit dem Speichel aus der Drüse. Rund 90 Prozent der Betroffenen sind bereits nach einer Behandlung stein- und beschwerdefrei.

Falls die Zertrümmerung nicht funktioniert, kann man die Steine auch schonend mit einem Endoskop entfernen. Quelle: http://tinyurl.com/cts8ylq

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