Spielsucht, wie kann man helfen?

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Wie schon gesagt, ohne eigene Einsicht und Willen des Spielsüchtigen ist jede Hilfe wirkungslos. Wikipedia schreibt unter "Behandlung":

"Die Therapie erfordert sowohl psychotherapeutische (multimodale Psychotherapie) Maßnahmen wie auch Hilfestellungen zur Schuldenregulierung. Empfehlenswert ist die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe, z. B. an der der „Anonymen Spieler“.

Das Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) in Mannheim eröffnete im Januar 2009 eine Ambulanz für Spielsüchtige. Diese wird finanziert durch das baden-württembergische Ministerium für Arbeit und Soziales.

In einer aktuellen Studie konnten mit dem Medikament Naltrexon 40 Prozent der Teilnehmer wenigstens einen Monat auf das Spielen verzichten, in der Placebogruppe waren es hingegen nur knappe 11 Prozent."

Spielsüchtige müssen leider oft, wie Alkoholiker und andere Süchtige, erst "ganz am Boden" sein, ehe sie den Willen zur Umkehr entwickeln. Helfen kannst Du bis dahin höchstens, indem Du ihm bei Geldknappheit nicht aus der Patsche hilfst, wenn Du ihn nicht aufnimmst, wenn er seine Wohnung verliert, usw. Das klingt hart, ist aber letztendlich das Beste für den Süchtigen.

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