Frage von Hooks, 14

Sollte man bei Infekten die kalten Hände und Füße erwärmen, oder stört man damit die Arbeit des Körpers?

Ich habe bei ansteigender Temperatur immer Wärme zugeführt, mit doppelter Decke, Wolldecke, warmen Socken oder Kornkissen. Mein Gedanke war, daß der Körper nicht mehr "heizen" muß, wenn die Wärme von außen dazu kommt.

Manchmal (bei Fieber) haben wir das als Schwitzkur durchgeführt, dann gezielt etwa 30 min bis zum Schweißausbruch mit Abwaschen danach, dann wenig zugedeckt. Manchmal auch als ansteigendes Fußbad bis zum Schwitzen.

Manchmal (wenn die Temperatur nur etwas erhöht war) aber auch einfach nur ein bißchen Wärme zugeführt, so daß man nicht friert.

Jetzt war ich selbst mal wieder krank (Halsweh und dicker Schnupfen) und habe mir die Hände und Füße erwärmt an Kornkissen (bis es sich wieder angenehm anfühlte); da kam mir die Frage, ob das überhaupt gut ist, weil man ja dann das Blut zurückzwingt in die Gliedmaßen. Und es hat ja doch einen bestimmten Sinn, wenn die Peripherie abgeriegelt wird.

Sollte man dann lieber kalt sein an Händen und Füßen, wenn man keine Schwitzkur machen will?

Antwort
von mariontheresa, 9

Die Körpertemperatur steigt an, weil bei über 38 Grad die Krankheitserreger abgetötet werden. Mein Hausarzt hat bei meinen Kindern gesagt, bei Fieber nur leicht zudecken, da sonst der Kreislauf zu stark belastet wird.

Kommentar von Hooks ,

Ich habe mal gehört, ab 38,5 °C passiert das.

Oft hat man aber nur um die 37,5 °C herum - damit kann man "nichts vorzeigen", fühlt sich aber elend genug - ist jedenfalls meine Erfahrung. Im Moment fühle ich mich dann mit Kornkissen an Händen und Füßen besser. Aber ich frage mich, ob das die Heilung verzögert.

Klar, eine Schwitzkur darf man nur kurze Zeit machen. Deshalb bevorzuge ich das ansteigende Fußbad, am besten nach Einlauf (oder Klistier, viertel bis halber Liter Wasser per Schlauch in den Darm geleitet, bei Kindern weniger). Das mache ich aber erst ab 38 °C.

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