Skorpionstich in Italien: Erste Behandlung?

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1 Antwort

Die Gefährlichkeit von Skorpionstichen wird meistens stark überschätzt.

Von den etwa 650 Skorpionarten sind nur etwa zwei Dutzend lebensbedrohlich giftig.

Erkennbar sind diese Arten in erster Linie an ihrem - im Verhältnis zu den Zangen - dicken Schwanzende. Es gilt also die Regel: Je kleiner die Zangen und je größer der Schwanz des Skorpions sind, desto stärker wirkt das Gift.

Bei Erwachsenen treten meist nur heftige, brennende Schmerzen an der Einstichstelle auf, die nach einigen Stunden wieder vergehen.

Bei schweren Vergiftungen kommt es zusätzlich zu folgenden Allgemeinsymptomen:

Übelkeit mit Erbrechen

Schweißausbrüche und Muskelzittern

Kreislaufkollaps

Atembeschwerden

Bewusstseinsstörungen

Kinder reagieren stärker als Erwachsene, da sie die gleiche Dosis Gift wie ein Erwachsener abbekommen, aber ein wesentlich geringeres Körpergewicht haben.

Kinder sollten deshalb umgehend in die nächste Klinik gebracht werden.

Meistens sind keine besonderen Maßnahmen erforderlich.

Trotzdem sollten Sie einen Arzt aufsuchen, damit bei schwereren Vergiftungen rechtzeitig ein Gegengift (Antiserum) gespritzt werden kann.

Lassen Sie die Stichstelle so wie Sie ist.

Keinesfalls dürfen Sie die Stichstelle aussaugen, auspressen, aufschneiden oder ausbrennen.

Kühlen oder erwärmen Sie die Stichstelle auch nicht und reiben Sie sie nicht ein.

Auch das Abbinden des Körperteils hilft nichts, hat dafür aber meist schwere Schäden zur Folge.

(http://www.netdoktor.de/Gesund-Leben/Reisemedizin/Erste-Hilfe/Skorpionstiche-463.html)

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