Sitzen oder Stehen am Schreibtisch (Im Bezug auf den Rücken)?

3 Antworten

Hallo,

alles hat zwei Seiten. Die Empfindungen, die durch langes Stehen hervorgerufen werden, sind z.T. auch Gewöhnungssache. Ich habe als Masseur angefangen, als ich damals im Praktikum die ersten Tage nur stehend meine Pat. misshandelt habe, da fiel mir das Stehen nach einigen Tagen so schwer, dass ich glaubte den Beruf nicht lange ausüben zu können. Nach einigen weiteren Tagen war ich so an das Stehen gewöhnt, dass es mir nicht mehr auffiel.

Muskeln, Sehnen, Bänder und Knochen werden als Bewegungsapparat bezeichnet. Und nicht als Bleibstillstehenapparat, oder als Bleibsteifundaufrechtsitzenapparat.

Sowohl im Stehen als auch im Sitzen soll man sich bewegen. Früher war man der Meinung, dass "Brust raus, Bauch rein, Kopf hoch" die einzig korrekte Sitzhaltung sei. Einige Leute glauben dies noch heute und sitzen preussisch-militärisch korrekt steif-aufrecht am Arbeitsplatz. Tatsächlich aber sind die neueren Erkenntnisse andere, nämlich auch beim Sitzen darf und soll zwischen Kluntschen und Preussischkorrekt alles erlaubt sein. Was wirklich schlimm für den Bewegungsapparat ist, ist das einseitige und monotone an einer Haltung, - egal bei welcher Haltung.

Das Gleiche gilt für das Stehen. Stell Dir einen leeren Bierkasten (auf den Kopf gedreht) unter den Stehschreibtisch und stell im Wechsel einen Fuß darauf ab. Das erleichtert längeres Stehen. Der venöse Rückfluss (http://flexikon.doccheck.com/de/Ven%C3%B6ser_R%C3%BCckstrom) wird gefördert, indem Du "Gehbewegungen" beim Stehen machst. Es reicht, dabei im gegenseitigen Wechsel die Fußspitzen und die Fersen anzuheben. Ähnlich wie Jackos Moonwalk, nur ohne Rückwärtsbewegung. Kannst aber auch etwas wippen und die Fußenden gleichseitig anheben und wieder senken. Auch ein paar Kniebeugen zwischendurch werden den Beinen gut tun.

Der Wechsel zwischen Sitzen und Stehen wird Dir sicher zum Vorteil gereichen, lG, Winherby

Hmm, es ist leider alles nicht so leicht umsetzbar. Vielleicht bleibe ich lieber bei dem Sitzen und muss mich in der Freizeit noch mehr bewegen.

Das ist ganz sicher keine kluge Entscheidung.

Ich habe mir Deinen Link mit der Vor- und Nachteilliste mal angeschaut. Die Punkte 1 +3 der angeblichen Nachteile des Stehens sind mMn eindeutige Vorteile. Die höhere stat. Arbeit der Muskeln ist doch sehr positiv im Vergleich zur Sitzerei, wo fast alle Muskeln eher erschlaffen. Daraus ergibt sich fast zwangsläufig der Punkt drei, also der höhere Grundumsatz. Auch dieser Punkt ist sehr positiv wenn man bedenkt, dass der sitzende Büromensch als solches, sich doch viel zu wenig bewegt, daher eher zum unnetten Fettansatz tendiert, breiter Hintern, Rettungsring, Reiterhose, usw.. Ich verstehe daher nicht, warum das auf dieser Site als Negativum gewertet wird. Das evtl. Problem mit den Venen kannst Du mit meinen o.g. Bewegungstipps leicht vermeiden.

Zusätzlich möchte ich zu bedenken geben, dass alle Negativpunkte der Sitzen-Tabelle eigentlich in der Stehen-Tabelle als Positivpunkte aufgelistet sein müssten, da diese beim Stehen ja entfallen.

Daher halte ich es für erheblich klüger die Möglichkeit des (öfteren) Stehens bei der PC-Arbeit zu nutzen, besonders deshalb, weil Du die Möglichkeit bei Deinem Schreibtisch hast, wie Du selbst schriebst. LG

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Bei uns in der Arbeit hatten wir einen Kollegen, der sehr starke Rückenschmerzen und Probleme hatte. Er wechselte immer ab. Mals saß er am Schreibtisch, mal stand er, zum Beispiel zum Lesen, an einem Pult oder Bistrotisch. Er meinte, die Abwechslung sei das Beste und so habe es ihm der Arzt geraten.

Nun wie schon Winherby schreibt zählt nur der Wechsel zwischen stehen und sitzen.

Das Problem mit dem "venösem Rückfluss" hat man eher wenn man u.U. mit angewinkelten Beinen sitzt. (Wechselduschen , Beinmassagen udgl. können hier etwas helfen).

Auch ein Ballonkissen könnte evtl. sinnvoll sein da man nicht stur in einer Haltung sitzt ähnlich Pezziball. Wenn man einen sehr sehr  guten Chef hat bekommt man im Geschäft ein Stehpult (Thema Teilhabe am Arbeitsplatz). Alles andere hat schon der Fachmann geschrieben!

VG Stephan 

http://www.wiwi-treff.de/home/index.php?mainkatid=1&ukatid=18&sid=18&artikelid=4326&pagenr=0

PS . zu dem Bild ergonomischer Arbeitsplatz gehört noch ein entsprechendes Mauspad (mit "Wulst" als Handgelenkauflage) )und eine Unterlage vor der Tastatur.

Hmm, es ist leider alles nicht so leicht umsetzbar. Vielleicht bleibe ich lieber bei dem Sitzen und muss mich in der Freizeit noch mehr bewegen.

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Ist ja lustig, - dieses Bild in Stephans Link "So sitzen Sie richtig" zeigt genau diese korrekt-preussisch-steife Sitzhaltung, die ich in meiner Antwort meinte und die aber längst überholt ist.

Jedenfalls dann überholt ist, wenn damit suggeriert wird, dass sich der Schreibtischtäter möglichst ständig in dieser, ach so "rückenfreundlichen", Haltung zu halten hat.

Dieses Bild ist bestenfalls als optimale Ausgangsstellung für den Schreibtischarbeiter anzusehen. LG

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