Sind verheilte Knochen schwächer?

 - (Orthopädie, Knochen, osteoporose)

2 Antworten

Ich hatte nach einem Autounfall einen Jochbeinbruch. Die Ärzte sagten mir damals, dass die Knochen nach der Heilung sogar stabiler sein würden als zuvor.

Nee, das interpretierst du falsch. Was du da als Löcher zu erkennen meinst, sind Zellen.

Bei eier Grünholzfraktur (kommt eher bei Kindern wegen der noch weichen Knochen vor) wird die Knochenhaut nicht beschädigt. Bei einer geschlossenen Fraktur reißt die Knochnhaut ebenfalls ein und bei einem offene Bruch sticht der Knochen sogar aus der Haut heraus.

Ganz gleich wie heftig der Bruch, der Heilungsprozess verläuft immer gleich, dauert nur unterscheidlich lange. Der Körper beginnt sofort damit, Knochenbildende Zellen in das Gebiet zu schicken, die zunächst einen weichen Callus um und in der Schadstelle bilden. Nach und nach wird der dann strukturiert und in das vorhandene Knochenmaterial eingebaut, Splitter wieder mitaéinander verbunden.

Nach längstens acht Wochen (mit oder ohne Schienen oder Nageln) ist der Bruch dann verheilt (vorausgesetzt es kommt zu keinen Komplikationen, Entzündungen etc.) Was dann noch an überschüssigem Callus vorhanden ist wird wieder abgebaut. Der Knochen ist dann schon genau so stabil, wie er zuvor war.

Nach längstens 12 Jahren (bei Kindern und ganz jungen Menschen entsprechend früher) ist auf einer Röntgenaufnahme ein ehemaliger Knochenbruch so gut wie nicht mehr auszumachen. Nicht einmal unsere Haut heilt so perfekt wie unsere Knochen.

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