Sind Handys und Metallimplantate Blitzmagneten?

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"Ein Blitz ist kurzsichtig", sagt Thomas Raphael, sozusagen der oberste Blitzexperte der Republik. Raphael ist Geschäftsführer des Ausschusses für Blitzschutz und Blitzforschung beim Verband der Elektrotechnik (VDE). Und "kurzsichtig" heißt, dass ein Blitz zwar mehrere Kilometer von der Wolke zum Boden unterwegs ist; aber erst auf den letzten Metern entscheidet sich, wo er einschlägt. Dabei zieht ihn der lokal höchste Punkt an, der eine leitende Verbindung zum Boden hat. Weniger entscheidend ist, wie gut die Leitung ist – Metallteile, egal, ob außen oder innen am Körper, haben keine besonders anziehende Wirkung. Auch Handys und Herzschrittmacher sind keine "Blitzmagnete". Und Häuser mit Metallteilen und Blitzschutzanlagen auf dem Dach werden nicht häufiger getroffen als Häuser ohne Metall.

Ein »Blitzmagnet« ist das Handy nicht. In ein eingeschaltetes Mobiltelefon schlägt der Blitz nicht mit größerer Wahrscheinlichkeit ein als in ein ausgeschaltetes. Die Vorstellung, er würde sozusagen »entlang der Radiowellen« verlaufen, ist irrig, und man kann diese Meldung guten Gewissens als Unfug bezeichnen. Die Frau wäre auch ohne Handy getroffen worden. Der Blitz sucht sich meistens den höchsten Punkt in der Umgebung für seinen Einschlag aus, und der war mit Sicherheit nicht das Handy unter dem Kopfkissen. Allerdings können elektronische Geräte, die man am Körper trägt, die Wirkung eines Blitzeinschlags verschlimmern. So erlitt ein Jogger, den der Blitz traf, kürzlich schwere Verletzungen: Ein MP3-Player leitete den Stromstoß über die Kopfhörerkabel zu den Ohren des Läufers, beide Trommelfelle platzten, und die Kabel fügten ihm obendrein starke Verbrennungen auf der Haut zu. Quellen: ZEIT Nr. 37/07) und Christoph Drösser http://tr.im/Enx6

Blitze in den Armen bis in den Kopf

Hallo, auch ich habe diese "Blitze". Bei mir fing es damit an, dass ich im Sitzen, Stehen und Gehen manchmal diese Blitze in den Ellenbogen hatte. Wie als wenn man sich den "Musikantenknochen" stößt. Dies zog sich dann runter in das Handgelenk und in die Finger. Das Ganze trat immer sehr plötzlich auf und dauerte höchstens eine Sekunde. Auch ist mir aufgefallen, dass diese Blitze am Abend auftraten. Mittlerweile haben sich die Blitze verändert. Sie schießen mir zwar in den Ellenbogen und in die Hand, aber auch gleichzeitig in den Kopf. Ich habe Hörgeräte seit ca. einem Jahr aufgrund Tinitus und Hörminderung. Meine HWS ist eine einzige Baustelle (Knickkyphotische Fehlstellung, mehrere Höhenminderungen der WK, BSV, Spinalkanalstenose, Neuroforamenstenose, usw.) . Von einer OP wurde mir mehrfach abgeraten aufgrund des "komplexen" Krankheitsbildes. Zurück zu diesen Blitzen. Mittlerweile treten diese ständig am Tage auf. Egal ob ich sitze, stehe oder jetzt auch liege. Auch gleich am Morgen nach dem Aufstehen geht es los. Zur NLG-Messung war ich. Es ist alles in Ordnung. Was kann ich bloß noch tun, um herauszufinden, was es mit diesen Blitzen auf sich hat? Nur noch kurz, diese Blitze schmerzen nicht direkt. Es ist eher ein Gefühl von Stromschlag, der sich über die Arme bis in den Kopf hinzieht. Kennt das jemand von Euch und kann mir da jemand weiterhelfen, welche diagnostischen Untersuchungen ich noch machen lassen kann? Liebe Grüße J. J.

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